Phoenix Wright: Ace Attorney - Spirit of Justice
OBJECTION!
Dieser markante Ausruf gehört seit dem ersten Teil der Visual Novel/Gerichtssimulations-Serie Phoenix Wright: Ace Attorney zum Repertoire des gleichnamigen Verteidigers. Mit Phoenix Wright: Ace Attorney - Spirit of Justice steht nun der nächste Teil der Reihe in den Startlöchern, in dem es den Anwalt mit der ikonischen Sturmfrisur in den fernen Osten verschlägt. Ich habe mich in der Haut von Mr. Wright auf dem Nintendo 3DS durch die Gerichtssäle des Königreichs Khura'in verhandelt und bin auf meinen Abenteuern verschiedensten Menschen und Fällen begegnet. Ob Spirit of Justice an die Stärken und Traditionen der Reihe anknüpfen kann und welchen Einfluss das neue Element der Insights auf die Reihe hat erfahrt ihr im nachfolgenden Text.
(Vorneweg: Ich versuche diesen Artikel so spoilerfrei wie nur möglich zu gestalten. Kleine Elemente der Geschichte könnten natürlich trotzdem auftauchen).
Willkommen in Khura'in
Für den namensgebenden Protagonisten der Serie selbst, Phoenix Wright, startet Spirit of Justice an einem für den Anwalt eher ungewöhnlichem Ort. Anstatt durch die sonnigen Straßen von Los Angeles zu wandeln oder in den Räumlichkeiten der Wright Anything Agency auf neue Fälle zu warten verschlägt es ihn in das Königreich Khura'in. Hier will er seine ehemalige Gehilfin sowie gute Freundin Maya Fey besuchen, die ihr asketisches Training zur Priesterin in Kürze abschließen wird. Doch bevor Phoenix überhaupt in Kontakt mit ihr treten kann wird er von dem kleinen Jungen Ahlbi Ur'gaid empfangen, der ihn durch die Örtlichkeiten führen soll, bis Maya die finalen Schritte ihrer Ausbildung abschließt. Jedoch endet der Urlaub abrupter als erwartet als Ahlbi wegen schwerem Diebstahls sowie Mordes verhaftet wird.

Selbstverständlich fühlt sich Phoenix direkt verpflichtet, den kleinen Jungen vor Gericht zu verteidigen. Jedoch wird relativ schnell klar, dass in dem fernöstlichen Königreich die Dinge etwas anders laufen. Anstatt richtiger Verhandlungen gibt es die so genannten Divination Séances. Bei diesen nutzt die große Priesterin Rayfa Padma Khura'in ihre spirituellen Kräfte, um die letzten Momente vor dem Ableben der Opfer noch einmal zu sehen. Aufgrund dieses Umstandes, sowie diverser hetzerischer Kampagnen, haben Anwälte nicht den besten Ruf in Khura'in, weshalb Phoenix sein ganzes anwältliches Geschick aufbringen muss, um in dem Fall überhaupt eine Chance zu bekommen.
Magische Momente in L.A.
Während sich der Chef der Kanzlei im vermeintlichen Urlaub befindet, hat der Junior-Anwalt und Mitarbeiter der Wright Anything Agency Apollo Justice im heimatlichen Los Angeles alle Hände voll zu tun. Die Magierin und Adoptivtochter des Chefs, Trucy Wright, hat mit einer Mordanklage aufgrund eines fehlgeschlagenen Tricks zu kämpfen. Von der Unschuld der Zauberin überzeugt zögert Apollo selbstverständlich nicht lange und übernimmt vom Fleck weg die Verteidigung von Trucy.

Neue Untersuchungen im alten Gewand
Spirit of Justice präsentiert sich wie ein klassischer Teil der Serie, beziehungsweise wie eine typische Visual Novel. Die Story wird weitestgehend nur in (unvertonten) Textboxen voran getrieben, hinter denen ein 3D-Portrait der Figur zu sehen ist, mit der wir gerade im Kontakt stehen. Die Modelle haben einige Standard-Animationen im Repertoire, die sich jedoch schnell wiederholen. Wer also auf bombastische Präsentationen und ausgefeilte Charaktermodelle steht, wird auch mit dem neuen Phoenix Wright-Ableger nicht glücklich werden. Daran dürften auch die gut gezeichneten und klasse vertonten Anime-Clips nichts helfen, die die Geschichte zwischen den einzelnen Sequenzen voran treiben.

Die Story selbst ist typisch für die Reihe. Ein wenig Over the top, aber nie so abgehoben, wie es oftmals bei Animes der Fall ist. Es gibt eine Menge alter Gesichter wie Gaspen Payne oder Ema Skye und selbstverständlich viele neue Charaktere, die durch verschiedenste Marotten oder Charaktereigenschaften entweder direkt einen Platz im Herzen des Spielers gewinnen oder aber unmittelbar tiefe Abneigung hervorrufen. Ein Beispiel für zweiteren Effekt ist der Obermönch des Tehm'pul-Tempels in Khura'in und Zeuge im ersten Fall, Pees'lubn Andistan'dhin. Der leidenschaftliche Dahmalan-Spieler (fiktives Saiteninstrument) nervt mich seinem Musizieren bereits nach wenigen Minuten so ungemein, dass es ein wahres Vergnügen wird ihm die Widersprüche in seinen Aussagen um die Ohren zu hauen.
Kein Widerspruch soll unbemerkt bleiben
Die Verhandlungen laufen hier meist wie gewohnt, wir hören uns die Argumente der Staatsanwaltschaft sowie die der Zeugen an. Sobald eine Aussage getätigt wird können wir diese von Grund auf analysieren, die einzelnen Sätze konkret hinterfragen sowie auftretende Ungereimtheiten mit Hilfe von den Beweisen, die wir im Laufe des Falles gesammelt haben, im Kreuzverhör aufdecken. Als neues Feature fungieren (zumindest in Khura'in) die oben bereits erwähnten Divination Séances. Auf Basis der letzten Momente vor dem Ableben der Opfer präsentiert die Priesterin Rayfa ihre Erkenntnisse und es ist an uns, falsche Interpretationen mit Hilfe der gezeigten Sequenz zu enthüllen. Hier helfen uns Textboxen, die die Empfindungen aller fünf Sinne der Opfer anzeigen. So sehen wir beispielsweise was sie gehört, gerochen oder gefühlt haben.

Auch während den Untersuchungen gibt es weit mehr zu tun, als die einzelnen Schauplätze abzusuchen und mit den vermeintlichen Zeugen zu sprechen. So kann es schon einmal passieren, dass wir als Anwalt forensische Arbeiten wie die Suche nach Fingerabdrücken vornehmen. Ebenfalls kommt das Armband von Apollo Justice wieder während den Befragungen öfters zum Einsatz. Dieses teilt uns mit, wenn unser Gegenüber versucht uns etwas zu verheimlichen. Anhand kleiner Ticks, wie dem Zucken eines Auges, können wir die Täter jedoch zumeist ohne Probleme entlarven.
Alles in Allem ist das Gameplay jedoch so geblieben, wie Fans der Reihe es in Erinnerung haben. Es wird viel gelesen und es gilt, alles im Gedächtnis zu behalten. Not so kann ein "Nicht schuldig" erwirkt werden.
Das Urteil
Phoenix Wright: Ace Attorney - Spirit of Justice ist genau der Serienteil, den Fans sich wünschen. Das bedeutet ganz simpel, es gibt mehr von dem Anwalt mit der Lizenz für zweite Chancen. Die Stories der einzelnen Fälle sind wie gehabt gut ausgearbeitet und bieten einige überraschende Wendungen und um in den Verhandlungen siegreich zu sein gilt es oftmals, die grauen Zellen ordentlich zum Rauchen zu bringen. Solltet ihr jedoch mit Visual Novels, Animes oder textlastigen Spielen nichts anfangen können, so dürfte Spirit of Justice euch nicht glücklich machen. Alle Freunde vorherig genannter Punkte dürfen ohne Bedenken zuschlagen, sofern sie des Englischen mächtig sind. Eine deutsche Lokalisierung gibt es wie gehabt nicht.
Alle verwendeten Bilder stammen von Capcom.
Tokyo 42: Neuer Trailer / Auch für Konsolen
Anfang April diesen Jahres kündigte das Studio Smac Games mit Tokyo 42 einen interessanten Indie-Titel an, den die Entwickler selbst als "Kind von GTA und Syndicate" betiteln. Die einzigen Informationen zu Release-Plattformen sowie dem Veröffentlichungsdatum die bisher existierten lauteten irgendwann 2017 und PC. Wie das Publisherstudio Mode 7 nun verkündet hat, wird Tokyo 42 auch für die Konsolen Xbox One sowie PS4 erhältlich sein. Passend zu dieser Ankündigung wurde ein neuer Trailer sowie ein umfangreicher Eintrag im Playstation Blog veröffentlicht.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=JtiOD0GhlI0[/youtube]
In dem Video sind diverse Gameplay-Szenen zu sehen, neben bereits bekannten Mechaniken werden auch einige neue Elemente gezeigt. So kriegen wir zu Gesicht, wie der Spieler auf einem Motorrad durch die futuristische Stadt rauscht. Während wird auf dem motorisierten Zweirad Tokyo unsicher machen scheint es zudem weiterhin möglich zu sein, unseren Feinden reihenweise Kugeln um die Ohren zu jagen. Auch können waghalsige Sprünge vollführt werden, um beispielsweise höher gelegene Ebenen zu erreichen.
Ebenfalls zu sehen ist eine Art Roboter-Spinne, die wohl als Zwischenboss fungiert. Auch wenn diese auf den ersten Blick bedrohlich wird und aus vollen Rohren mit Raketen nach uns feuert, so scheint sie mit einem entsprechenden Arsenal relativ leicht auszuschalten zu sein.
Weiter sehen wir kleinere Ausschnitte aus einer Multiplayer-Partie, die etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Der Mehrspieler-Modus ist so konzipiert, dass zwei Spieler auf die selbe Map geschmissen werden und sich gegenseitig assassinieren müssen. Der Clou hierbei lautet, dass beide Meuchler getarnt sind, wir kriegen also nicht direkt angezeigt, welchen Charakter auf der Karte wir nun in die ewigen Jagdgründe schicken müssen. Hier kommen die Einflüsse der Entwickler von Assassin's Creed zu tragen.
Neben bereits erwähnten Titeln geben die Entwickler Maciek Strychalskis und Sean Wright zudem noch die Worms-Reihe als Einfluss an. Dieser macht sich speziell in der Physik der Granaten bemerkbar, wie in dem kultigen Vorbild können wir unsere Würfe in Stärke und Winkel anpassen und sie unserem Gegenüber oder Ziel in eleganter Weise vor die Füsse rollen lassen.
For Honor: Die Drei Fraktionshelden im Video
Unser Game of the Show der Gamescom 2016, For Honor, wird neben dem kompetitiven Multiplayer-Modus, den Dennis und Zäpp anspielen konnten, noch eine vollständige Singleplayer-Kampagne mit sich bringen. Diese erzählt eine Geschichte über eine große Katastrophe, die die Welt heimgesucht hat. Tausend Jahre nach eben diesem Ereignis buhlen Wikinger, Samurai und Ritter um die Herrschaft über den blauen Planeten und ein verheerender Krieg entbrennt.
Wir schlüpfen dabei in die Rollen der größten Krieger der jeweiligen Fraktion und versuchen gleichermaßen die grausamen Pläne der Kriegsherrin Apollyon zu vereiteln wie auch das Überleben unseres Stammes zu sichern.
Ubisoft hat nun drei Videos sowie einen Eintrag auf der offiziellen Homepage zu den drei großen Fraktionshelden veröffentlicht. Hier werden die Beweggründe der Krieger ebenso aufgezeigt wie die Waffen und Fähigkeiten, mit denen wir in die Schlacht ziehen werden.
Der Plünderer
Der Plünderer ist ein furchtloser aber zorniger Krieger, der nicht länger mit ansehen will, wie sich seine Wikinger-Landsleute gegenseitig bekämpfen. Plünderer können grundsätzlich blutrünstig sein – und dieser Plünderer stellt dabei sicher keine Ausnahme dar. Doch sie sind auch voller Stolz und Liebe zu ihrem Volk. Ob mit Gewalt, durch eine List oder durch reine Entschlossenheit, dieser wilde Recke hat es sich zum Ziel gesetzt, die Krieger-Clans zu vereinen. Mögen die Götter all jenen gnädig sein, die sich ihm in den Weg stellen.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=X0mpJTwboOo[/youtube]
Der Wächter
Der Wächter ist ein couragierter und talentierter junger Ritter aus dem Land der Eisernen Legion. Man erwartet von den Wächtern, dass sie edel und tapfer sind – und dieser Wächter hat das Potenzial, noch weitaus mehr zu erreichen. Nach vielen Jahren endloser Schlachten begibt er sich auf Wanderschaft – auf die Suche nach einem Ziel, das seinen Fähigkeiten gerecht wird und für das es sich zu kämpfen lohnt. In Ashfeld wird er schließlich bei den Kriegern der Blackstone-Legion fündig.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=HhpbCuBp12k[/youtube]
Der Kensei
Der Kensei war ein schnell aufsteigender Kommandeur in Diensten des Kaisers, doch seine Angewohnheit, stets die Wahrheit zu sagen, ließ seine vielversprechende Karriere im Exil enden. Allerdings hat er sich mit seiner Treue und seiner tadellosen Einstellung viele loyale Freunde gemacht, die seine Ehre gerne wiederherstellen würden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Exil des Kensei beendet ist – sobald das kleine Problem der über ihn verhängten Gefängnisstrafe gelöst wird.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=7uniz_svSSQ[/youtube]
For Honor wird am 14. September für den PC sowie die Xbox One und PS4 erscheinen.
Disclaimer: Die Beschreibungstexte wurden der offiziellen Homepage entnommen.
Hier unser Ref-Link zu For Honor. Ihr bezahlt das Gleiche, wir bekommen etwas ab!
Hitman: Release-Termin für Disc-Version von Season 1
Square Enix haben auf der offiziellen Seite ihres Auftragskiller-Titels Hitman den Release-Termin sowie die Inhalte für die Retail-Version der ersten Staffel des neuesten Serienablegers bekannt gegeben. Bisher sind die Episoden lediglich in Download-Form zu haben, die komplette Staffel kann per Season Pass erworben werden. Für 59,99 Euro bietet dieser alle sechs Folgen direkt bei Veröffentlichung zum Herunterladen.
Die Disc-Version, die auf den Titel Hitman: The Complete First Season hört, kommt in einem schicken Steelbok, wird ebenfalls für 59,99 Euro zu haben sein und bietet neben der kompletten ersten Season (Prolog, Frankreichen, Italien, Marokko, Thailand, USA und Japan) noch einige zusätzliche digitale Inhalte. So sind alles Eskalations-Verträge, Herausforderungen, Opportunities und von der Community erstellte Verträge in der Box enthalten, ebenso wie alle weitere exklusiven Ziele, die nachdem Release der Disc-Fassung am 31. Januar 2017 noch veröffentlicht werden.
Zusätzlich zu oben genannten Inhalten werden noch weitere digitale Goodies geboten. Dabei handelt es sich um die folgenden Inhalte:
- 3 Bonus-Missionen aus der Sommer-Bonus-Episode: "The Icon", "A House Built on Sand" sowie die noch nicht veröffentlichte Mission "Landslide"
- Den Original-Soundtrack
- Eine "Making Of"-Dokumentation, die die Entwicklung von vor der E3 2015 bis zum Release der ersten Episode im März 2016 begleitet
- Das Hitman Requiem Blood Money Pack: Dieses beinhaltet einen weißen Anzug samt Hemd, Krawatte und Handschuhen sowie eine schallgedämpfte ICA-19 Chrome und eine explosive weiße Gummi-Ente
Das Requiem Blood Money Pack war bisher lediglich Vorbestellern vorbehalten, soll aber mit dem Release der Retail-Version der ersten Season am 31. Januar auch einzeln zum digitalen Kauf bereit stehen. Spieler auf Sonys Playstation 4 dürfen sich über noch mehr Inhalte freuen, diesen werden sechs weitere Verträge geboten, die Sarajevo Six. Diese sind bisher noch nicht erschienen, ob diese ebenfalls bei Release von Hitman: The Complete First Season als einzelner digitaler Kauf bereitstehen werden ist nicht bekannt.
Hier unser Ref-Link zur Hitman. Ihr bezahlt das Gleiche, wir bekommen etwas ab!
Enter the Gungeon: Supply Drop Update kommt im Herbst
Anfang April veröffentlichte das Studio Dodgeroll den Roguelike-Dungeoncrawl-Shooter Enter the Gungeon, der es schaffte durch seine zufallsgenerierten Level, abgedrehten Feinde und Vielzahl an Waffen sowie das knackige Gameplay aus der Menge herauszustechen und sich eine ansehnliche Fangemeinde zu schaffen. Wie nun in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, wird das namensgebende Verlies im Herbst (für den PC, die PS4-Veröffentlichung soll etwas später folgen) mit dem Supply Drop Update noch weiter vergrößert.
Die kostenfreie Erweiterung wird über 100 neue Räume beinhalten, wodurch die zufallsgenerierten Dungeons noch weiter an Abwechslung gewinnen sollen. Neben neuen Feinden, Begleitern, Freunden, Bossgegnern und auch Schreinen wird das Supply Drop Update natürlich auch einige neue Waffen mit sich bringen. Einige Beispiele wie die abgefahrenen Schießprügel aussehen konnten die Entwickler bereits verraten.
So wird die Bullet Gun den Spieß einer klassischen Waffe einmal komplett umdrehen. Das Schießeisen sieht aus wie eine Patrone, feuert kleine Pistolen ab, die wiederum Patronen verschießen. Die Feuerkracht von Ser Junkan hingegen steigt exponentiell mit jedem bisschen Schrott, dass wir mit uns durch den Gungeon schleifen. Weiter gibt es neue Varianten für Robot und Bullet, zudem hält mit dem Mine Flayer ein komplett neuer Boss Einzug in das Verlies.
Mit dem Supply Drop Update sei jedoch noch nicht Schluss was kostenfreie Erweiterungen angeht. Die Entwickler werkeln bereits an der nächsten Inhaltserweiterung und Anfang 2017 soll sogar eine große Erweiterung für Enter the Gungeon erscheinen.
Unsere Forschungen haben ergeben, dass sich die Enter the Gungeon-Community genau drei Dinge wünscht – ein unendliches Leben, steinharte Muskeln und mehr Inhalte für Enter the Gungeon. Liebe Nerds, frohe Kunde – wir liefern zwei von diesen drei Dingen.
So Fork Parker, CFO bei Devolver Digital.
Nachfolgend findet ihr erste Screenshots aus dem Supply Drop Update sowie das Video-Review, das Dennis beim Release von Enter the Gungeon angefertigt hat.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=37Vkj49fK38[/youtube]
Forza Horizon 3: Systemanforderungen, Warthog & Achievements
In knapp einem Monat, am 27. September, wird das Rennspiel Forza Horizon 3 offiziell erscheinen. Als einer der ersten Titel überhaupt wird der Racer Teil von Microsofts Play Anywhere-Programm sein, sprich wer ihn auf der Xbox One erwirbt kann auch auf dem PC spielen und andersrum. Auch werden die Savegames und Achievements zwischen den beiden Plattformen synchronisiert. Zu letzteren gab Microsoft auf der offiziellen Homepage nun etwas genauer Auskunft, dort ist eine komplette Liste aller Erfolge zu finden.
Ebenfalls geht aus der News hervor, welche Hardware in den PCs der Spieler verbaut sein sollte, um Forza Horizon 3 möglichst flüssig spielen zu können. Konkret sollten wir die folgenden Bauteile und Sepzifikationen unser Eigen nennen:
- CPU: Core-i7 3820 @ 3.6GHz
- Grafikkarte:
- NVIDIA GTX 970 oder NVIDIA GTX 1060
- AMD R9 290X oder AMD RX 480
- VRAM: 4GB
- RAM: 12GB
- Festplatte: 55GB
- Auflösung: 1920x1080
- Betriebssystem: Windows 10 mit eingespieltem Anniversary Edition-Update
Eine weitere Bekanntgabe dürfte alle Halo-Fans freuen, die die Anschaffung von Forza Horizon 3 planen. Sollte auf der eigenen Xbox One bereits Halo 5: Guardians oder die Master Chief Collection gespielt worden sein, so erhalten die Spieler Anfang September eine Xbox Live-Nachricht, in der ein Code enthalten ist. Dieser schaltet bei Einlösung den ikonischen M12S Warthog CST aus der Shooter-Serie für das Rennspiel frei. Diesen könnt ihr im nachfolgenden Trailer oder in den offiziellen Screenshots betrachten, die ihr unterhalb dieser Zeilen finden könnt.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=Xc6VGE15_Ds[/youtube]
Forza Horizon 3 ist in mehreren verschiedenen Sprachen lokalisiert, konkret kann aus den folgenden Sprachausgaben gewählt werden: Englisch, Brasilianisch, Portugiesisch, Französisch, Deutsch und Spanisch (Mexiko). Die Textsprachen sind noch breiter gefächert, hier bieten sich oben vorherig genannten noch Italienisch, Polnisch, Spanisch (Iberisch), Koreanisch, Japanisch, Russisch, vereinfachtes Chinesisch und traditionelles Chinesisch.
Für alle PC-Spieler, die mit Lenkrad spielen wollen, wird der Hinweis gegeben, sie mögen die Homepage in den nächsten Tagen im Auge behalten. Dort soll ein Beitrag veröffentlicht werden, in dem auf Support für Lenkräder der Windows 10-Version eingegangen wird.
Hier unser Ref-Link zu Forza Horizon 3. Ihr bezahlt das Gleiche, wir bekommen etwas ab!
Shadow Warrior 2 - Wang is Back
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=fA6kQa7sfWc[/youtube]
Dennis hatte die Chance, sich auf der Gamescom 2016 bei Devolver Digital den Oldschool-Shooter Shadow Warrior 2 etwas genauer anzusehen. Während er sich durch reihenweise Dämonen metzelte, wurde er von einem Entwickler des Studios Flying Wild Hog (Fliegendes Wildschwein) beraten, der ihm einige Mechaniken des Titels näher brachte.
In Shadow Warrior 2 schlüpfen wir erneut in die Rolle des übercoolen Ninjas Lo Wang. Neben verschiedensten Schießprügeln können wir unseren Feinden auch mit diversen Schneidwerkzeugen wie beispielsweise Kettensägen, übergroßen Shuriken oder natürlich einem Katana das virtuelle Leben austreiben. Unsere Tötungswerkzeuge können wir durch verschiedene Elementar-Effekte sogar noch weiter aufmotzen und so unsere Feinde mit Blitzschaden zerschneiden oder ihnen aber Feuerkugeln um die Ohren jagen.
Shadow Warrior 2 richtet sich ganz klar an Freunde klassischer Shooterkost und diese werden ihre helle Freude an dem Titel haben. Einen konkreten Release-Termin gibt es bisher noch nicht, grob angepeilt ist "irgendwann in den nächsten 2 Monaten".
Metal Gear Solid 5: The Definitive Experience bestätigt
Durch verfrühte Eintragungen bei diversen Online-Händlern kamen bereits Gerüchte über eine Definitive oder Game of the Year-Edition zu dem Stealth-Kracher Metal Gear Solid 5 auf, nun wurde diese von Konami bestätigt. Das Paket wird auf den Namen Metal Gear Solid 5: The Definitive Experience hören und bereits am 13. Oktober 2016 für die Xbox One, PS4 sowie den PC erscheinen.
Wie der Name bereits andeutet, will uns die Edition das komplette Erlebnis bieten, das Metal Gear Solid 5 darstellt. Zu diesem Zweck sind sowohl das Prequel Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes als auch das Hauptspiel Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain enthalten. Neben den beiden Spielen selbst sind wie für solche Editionen üblich noch sämtliche Zusatzinhalte mit in dem Bundle enthalten.
Für Ground Zeroes werden somit die folgenden zwei Missionen mitgeliefert:
- Déjà Vu
- Jamais Vu
Nachdem für The Phantom Pain bisher keine Zusatzmissionen erschienen sind, werden sämtliche Ingame-Items in die Definitive Experience gepackt, die bisher für den Titel zu haben sind. Das bedeutet konkret, dass Käufer folgende Waffen, Schilde oder Kostüme erhalten:
- Weapon: Rasp Short-Barreled Shotgun Gold
- Weapon: Maschinen Taktische Pistole 5 Weiss
- Weapon: Adam-ska Special
- Weapon: Windurger S333 CombatSpecial
- Shield: Personal Ballistic Shield (Gold)
- Shield: Personal Ballistic Shield (White)
- Shield: Personal Ballistic Shield (Silver)
- Shield: Personal Ballistic Shield (Olive Drab)
- Costume: Fatigues (Black Ocelot)
- Costume: Fatigues (Gray Urban)
- Costume: Fatigues (Blue Urban)
- Costume: Fatigues (All-Purpose Dryland)
- Costume: Fatigues (Naked Snake)
- Costume: Sneaking (Naked Snake)
- Costume: Tuxedo
- Costume: Sneaking suit (The Boss)
- Costume: Jumpsuit (EVA)
- Western Tack (for D-Horse)
- Parade Tack (for D-Horse)
- Cardboard Box (Rocky Terrain)
- Cardboard Box (All-Purpose Dryland)
- Cardboard Box (Wetland)
- Bionic Arm Gold
- Emblem "VENOM SNAKE"
- Mother Base Staff (FOX)
- Mother Base Staff (SKULL)
- Mother Base Staff (CANINE)
Nachdem auch der Online-Modus Metal Gear Online Teil der Erfahrung ist, werden natürlich auch Inhalte für diesen mitgeliefert:
- EXPANSION PACK 「CLOAKED IN SILENCE」
- BASIC APPEAL PACK
- BATTLE APPEAL PACK
- DANCE APPEAL PACK
- HERO APPEAL PACK
- WU S.PISTOL GOLD
- AM MRS-4 GOLD
- Metal Gear Rex Helmet
Preislich wird die Definitive Experience bei 39,99 Euro liegen. Auf der offiziellen Homepage wird jedoch darauf hin gewiesen, dass die PC-Version, die über Steam vertrieben wird, preislich und inhaltlich abweichen könnte. Details für die Heimrechner-Fassung sollen in Kürze folgen.
Stranger Things: Tribut in Point-and-Click-Form
Im Juli wurde die erste Staffel der Science Fiction-Mystery-Serie Stranger Things auf der Videosteaming-Plattform Netflix veröffentlicht. Als Produzenten und Väter der Idee standen die Zwillingsbrüder Matt Duffer und Ross Duffer. Die Serie konnte durch das authentische Setting sowie die Leistung der Darsteller viele Fans gewinnen und zudem auch von der Fachpresse einige gute bis sehr gute Kritiken verbuchen. Besonders gelobt wird die Darbietung der Schauspielerin Winona Ryder.
Anscheinend sind auch drei Entwickler des kleinen Studios Infamous Quests große Fans von Stranger Things. Diese Vermutung legt zumindest eine kleine Adventure-Demo nahe, die sie als Tribut an die Serie geschaffen haben. In klassischster Point-and-Click-Manier klicken wir uns in dem von Steven Alexander, James Mulvale und Jon Taylor-Stoll geschaffenen Werk als der Polizist Chief Hopper durch eine einen Schauplatz im Wald, der an eine Szene aus der Serie angelehnt ist.
In den paar Minuten Gameplay die wir erleben begeben wir uns als der Polizeichef im Unterholz auf die Suche nach dem verschwundenen Jungen Will Byers. Unterstützt werden wir dabei von den Officers Powell and Callahan und auch der Wissenschafts-Lehrer Mr. Clarke findet seinen Platz in der kleinen Szene. Nachdem wir den vermeintlichen Tatort untersucht haben finden wir noch einen möglichen Hinweise auf den Aufenthaltsort des verschwundenen Jungen und die Demo endet.
Die drei Entwickler schaffen es, in ihrem kleinen Machwerk nicht nur, eindrucksvoll zu zeigen was Point-and-Click-Adventures in nur einer Szene an Atmosphäre aufbauen können, ebenfalls fangen sie die Atmosphäre von Stranger Things erstaunlich gut ein. Zwar ist der ganze Spaß schnell vorbei, vielleicht könnte sich bei genug Feedback jedoch ein Kontakt zwischen den Duffer-Brüdern sowie Infamous Quests ergeben und aus dem kleinen Projekt wird ein vollwertiges Adventure. David Harbour, der Chief Hopper in der Netflix-Serie verkörpert, scheint bereits ziemlich angetan zu sein und strebt eine Karriere als Praktikant bei dem Entwicklerstudio an, sollte die Schauspielkarriere nicht mehr funktionieren.
https://twitter.com/DavidKHarbour/status/768485806868668416
Solltet ihr Interesse bekommen haben, so könnt ihr das Stranger Things-Adventure hier herunter laden. Es stehen Versionen für Windows, MacOS sowie Linux zum Download bereit.
Was macht Pokémon Go mit den Menschen?
Jetzt ist es doch soweit, ich schreibe über Pokémon Go. Die App, die seit (inoffiziellem) Release gefühlt jede einzelne Seite des Internets beherrscht. Die App, wegen der Menschen, die laut ihren eigenen Aussagen "soziale Aussteiger" sind und "nie vor die Tür gegangen sind" auf einmal auf ihre gesunde Kellerbräune pfeifen und sich tatsächlich hinaus in die große weite Welt bewegen. Eins ist klar, Pokémon Go ist aktuell der heiße Scheiss auf den Smartphones der gesamten Welt. Ich selbst habe es installiert und spiele mehr oder weniger aktiv, beim Gassi gehen ist die App eigentlich immer offen. Jedoch komme ich natürlich auch nicht umher zu sehen, was sie mit unserer Gesellschaft macht, welchen Ruck der immense Erfolg mitgebracht hat, der Nintendo plötzlich wieder ins Visier der Spieler brachte. Was macht Pokémon Go mit den Menschen, welchen Impact hatte das kleine Programm auf Firmen und wie hat es die zukünftige digitale Landschaft verändert? Fragen über Fragen, die ich nachfolgend versuchen werde nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Was macht Pokémon Go mit den Spielern?
Was macht Pokémon Go mit den Spielern?
Fangen wir mit dem offensichtlichsten Punkt an, ohne den ich diese Zeilen nicht tippen würde, da die App schlicht uninteressant wäre: die Spieler. Laut CNBC gibt es alleine in den USA zu Topzeiten 21 Millionen Spieler, weltweit dürften die Zahlen um ein Vielfaches höher sein. Egal wann und wo man unterwegs ist, überall und zu nahezu jeder Zeit sind in Smartphones vertiefte Leute zu sehen und prinzipiell ist jeder verdächtig, auf der virtuellen Jagd nach den kleinen Monstern zu sein. Es werden Gruppen gebildet, Events organisiert und sich zu jeder Tages- und Nachtzeit getroffen, um doch noch schnell ein paar Meter auf die Counter der Eier zu laufen, um diese auszubrüten.
Die positiven Seiten dieser Entwicklung liegen auf der Hand: die Menschen sozialisieren und bewegen sich freiwillig an der frischen Luft. Speziell Kardiologen bestätigen, die viele Bewegung mache sich im Gesundheitsspiegel bemerkbar, einige Spieler scheinen sich sogar durch die Bewegung, die sie durch Pokémon Go erfahren, für weitere Sportarten begeistern zu können. Auch die psychische Gesundheit werde gefördert. Durch die Beschäftigung mit dem Spiel sei es für schüchterne, eher introvertierte Menschen deutlich einfacher, in Kontakt mit Anderen zu treten, um sich über die aktuelle Lieblingsbeschäftigung auszutauschen.

Auch mentale Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen lassen sich durch Pokémon Go in den Griff kriegen. Dabei spielen sowohl körperliche Ertüchtigung als auch der Kontakt mit anderen Menschen eine entscheidende Rolle. Beide Faktoren zusammen genommen stellen einen essentiellen Bestandteil des menschlichen Daseins dar und in Kombination mit den Kindheitserinnerungen, die viele Spieler mit den kleinen Monstern verbinden, sei Pokémon Go durchaus in der Lage, Menschen mit beispielsweise sozialen Phobien immens zu helfen. Speziell der Punkt Augmented Reality ist hier ein Knackpunkt, sofern die Kamera aktiviert ist steht Taubsi nicht im unbekannten Raum – wir fangen den kleinen Vogel in unserem Zimmer oder in unserer Nachbarschaft. So gibt es eine sanfte Zusammenführung von Realität und Fiktion.
Das klingt jetzt zugegeben alles zu schön um wahr zu sein, allerdings ist nicht alles Gold was glänzt. So positiv der Aspekt des gemeinsamen Hinausgehens und Spielens auch ist, so schnell kann der Schuss nach hinten losgehen. Denn trotz dass wir raus gehen, andere Trainer treffen und uns gemeinsam auf die Jagd begeben oder Arenen einnehmen, am Ende bleibt es ein Spiel. Ein Spiel, das unbedingt danach verlangt einen Großteil unserer Aufmerksamkeit auf unser Smartphone zu richten. Klar, das ist in der heutigen Zeit jetzt auch kein seltenes Phänomen, allerdings treibt Pokémon Go diesen Trend noch etwas weiter als bekannt. Pokéstops müssen unbedingt gefunden werden, um stets genug Ausrüstung zu haben und das nächste Monster in der Nähe sehen wir auch nur, indem wir das Display stets im Auge behalten. Somit entsteht schnell die Problematik, dass wir uns zwar inmitten einer großen Gruppe befinden, letztendlich aber doch »alleine« sind.
Das nächste große Problem stellt gar eine direkte Gefahr für die körperliche Unversehrtheit der Spielerschaft dar. Durch den Fokus auf das eigene Smartphone wird gerne einmal vergessen, dass es im Real Life so lästige Sachen wie Straßen, Autos, Fahrradfahrer oder andere Menschen gibt. Seien sie nun wahr oder nicht, Geschichten von Spielern, die in den USA von Klippen laufen weil sie so in ihr Telefon vertieft waren klingen zwar witzig und irgendwie surreal, alarmieren aber auch. Vor lauter Jagdfieber darf nicht vergessen werden, dass wir uns in der echten Welt befinden, in der nunmal auch Gefahren abseits des feindlichen Teams lauern.
Was macht Pokémon Go mit den Outlets?
Neben den Spielern selbst gibt es eine weitere Personengruppe, die nicht umher kommt, sich mit der App zu befassen: Videospiel-Journalisten, -Blogger, -Streamer und alle weiteren Content Creator, die sich auch nur ansatzweise im digitalen Umfeld bewegen. Pokémon Go ist omnipräsent, um im Internet aktuell noch mithalten zu können gilt es, Inhalte zu bringen, die sich in welcher Weise auch immer damit befassen. Hier startet bereits die Problematik.
Jedes Outlet, jedes Magazin, jede Website berichtete mehr oder weniger unablässig über Pokémon Go. Jedoch nicht immer in sinnvollen Wegen, oftmals wurden noch so kleine Ideen zum Anlass genommen, einen weiteren Beitrag zu veröffentlichen, nur der Klicks wegen. Während ich die üblichen Clickbait-Zentralen ohnehin nur höchst gerne aufsuche, tun sich nun auch immer mehr Kandidaten auf, von denen ich bisher dachte dass ihnen seriöser Videospiel-Journalismus doch wichtiger sei als billigste Mittel um Leute auf ihre Seite zu locken und in Folge dessen mit Pokémon Go zugeschmierte "News"-Sektionen, die so brennende Themen wie "Apple-Chef glaubt, Pokémon heißt Pokéman", "Diese Warnhinweise braucht Pokémon GO wirklich", "Pokémon GO: Japanische Fans glauben, ihre Haustiere könnten Pokémon sehen" oder gar philosophische Fragen im Stil von "Pokémon Go: Hat das Spiel seinen Zenit überschritten?" behandeln. Die Problematik liegt hier in der Frequenz der Veröffentlichungen solcher Beiträge. Stellenweise kommen die im Stundentakt, was bei einen regulären Arbeitstag acht Beiträge zu Pokémon Go macht. Für reguläre News oder gar sinnvolle Features blieben da freilich nicht mehr viele Ressourcen übrig. Und das merkte man.
Verständnis meinerseits ist natürlich bis zu einem gewissen Grad auch vorhanden, speziell direkt zum Release von Pokémon Go konnte es schon fast schwer werden über etwas anderes zu schreiben. Ja mir ist bewusst, dass es sich einer gewissen Ironie nicht entbehrt, dass ich mich in einem Artikel über Pokémon Go darüber brüste, nicht über Pokémon Go zu schreiben. Aber ihr versteht den Punkt. Clickbait ist ohnehin schon eine hässliche Erscheinung in der aktuellen Medienlandschaft, die durch die App exponentiell verstärkt wurde. Ich persönlich meide mittlerweile Seiten, auf denen direkt auf der Landing Page mehr als zwei "News" zu dem Titel zu finden sind. Ganz einfach weil ich mich informieren und nicht wissen will, wo angeblich ein Mewtu lauert. So geht es nicht nur mir, in meiner Filterbubble geht das Thema den Leuten verstärkt auf den Geist, auch wenn viele selbst aktiv spielen.
Auch vor Video-Content wird nicht Halt gemacht, es gibt Videos mit Tipps, Leute filmen sich bei ihren Touren, schaffen es dabei aber nicht die Displays abzufangen, weshalb außer dem Gerede der Video-Produzenten nicht viel übrig bleibt oder es wird sich bequem ein virtuelles Android-System mit GPS-Faker eingerichtet und sich in den Central Park verfrachtet. Speziell die letzte Methode ist auf der Streaming-Plattform Twitch extrem beliebt, die Zuschauerzahlen sprechen für sich. Ich verstehe den Appeal allerdings nicht so ganz warum man jemand zuschaut, der eine App bequem im Büro-Stuhl vor sich hin zockt, die eigentlich dazu anregen soll sich zu bewegen und eben diese ach so bequeme Sitzgelegenheit zu verlassen. Und ich schwöre, wenn auf meiner YouTube-Frontpage noch ein crazy ausgeflippter Vlogger auftaucht, der sich "ach so lustige" Pokémon-Klamotten für die Jagd besorgt hat wechsle ich auf Dailymotion.
Jedoch ist natürlich nicht automatisch jeder Pokémon Go-Content Mist. Es gibt durchaus unterhaltsame Aktionen, Beiträge und Ideen, diese gehen jedoch oftmals leider einfach in dem Müllsumpf unter. Mehr dazu im kommenden Abschnitt.
Was macht Pokémon Go mit dem Marketing?
Kommen wir nun zum letzten Punkt: wie handhaben die Firmen und die Marketing-Abteilungen Pokémon Go? Hiermit meine ich, welche Webemaßnahmen wurden mit Hilfe der App gestartet, wer hat vielleicht nicht zu 100% mit seinem Vorhaben getroffen und welchen Aktionen waren offen und ehrlich gesagt einfach peinlich. Hierbei bitte ich zu beachten, es handelt sich rein um meine Meinung. Diese muss mit niemandem überein stimmen.
Eine besonders beliebte Methode bietet sich einem jedem Ladenbesitzer, in dessen Nähe sich ein Pokéstop befindet. Hier wird vom Geschäftsinhaber selbst ein Lockmodul platziert, jede Stunde gibt es einen neuen Köder. Somit werden - theoretisch - neue Kunden in die Nähe der Lokalität gelockt und der Laden ist prall gefüllt beziehungsweise belagert. Jedoch vergessen viele Geschäftsmänner folgendes: viele Menschen sind nicht gleich viel Umsatz. Glücksfälle wie die Pizzeria in Queens, deren Umsatz um 30 Prozent nach oben schnellte, sind nicht vorprogrammiert. Wenn es ganz blöd läuft können die vielen Smartphones vor dem Geschäft sogar eher abschreckend auf potentielle Neukunden wirken.
Richtig interessant wird Pokémon Go für Ladenbesitzer vermutlich ab dem Punkt, ab dem Niantic die Möglichkeit für Geschäfte freischaltet, Pokéstops zu kaufen. So soll es möglich sein, in der eigenen Lokalität einen Treffpunkt zu schaffen, der jedoch nur zahlenden Kunden zur Verfügung steht. Wie die Spielerschaft auf diese Möglichkeit reagieren wird bleibt allerdings abzuwarten. Deutlich einfacher könnte es werden, wenn Geschäften gestattet wird, Tränke, Bälle oder andere Ingame-Items an die Horden zu verkaufen. So wird Umsatz generiert und die Spieler haben einen Grund, sich im Laden aufzuhalten.
Unterm Strich sind oben beschriebene Geschichten jedoch eher uninspiriert und schaffen kaum Bindung zwischen dem eigenen Business und dem Spieler. Hier wären tatsächliche Rabatte für die Gamer oder vielleicht sogar Tauschbörsen (sobald das Feature implementiert wird) mit offizieller Unterstützung seitens des Geschäfts doch deutlich spannender. Wobei bei diesen Punkten sicherlich viel Rechtliches mit Nintendo und Niantic zu klären wäre. Denn Pokémon ist und bleibt ein geschützter Markenname, der nicht einem jeden zur freien Verfügung bereit steht und schon gar nicht um damit Werbung zu machen.
Kommen wir nun zum humoristischen Abschluss und zu einigen mehr und anderen weniger gelungenen Aktionen diverser PR-Abteilungen. So bewirbt beispielsweise der schwedische Möbelgigant IKEA seine neue Handpuppe Läskig per gewohnter Smartphone-Ansicht, der Plüsch-Drache ist mit 445 CP in der Mitte des Bildschirms zu sehen. Eine nette Idee, die dazu simpel aber passend umgesetzt wurde.
Während obig gezeigtes Beispiel durchaus glaubwürdig erscheint und die Quintessenz dessen einfängt, was Pokémon Go ausmacht, hat die Deutsche Bahn einen deutlich plumperen Weg gewählt. Ein rotes Schild, auf dem der Sparpreis beworben wird und im Vordergrund ist ein Pokéball zu sehen. Leider ist die Grafik nicht schön umgesetzt, zudem wirkt der Spruch "Ein wildes Sparpreis erscheint" auch nicht wirklich kreativ.
Auch der SPD-Landtagsarbgeordnete Dr. Andreas Schmidt (Beziehungsweise sein Team) hätten sich den Facebook-Post lieber zweimal überlegen sollen. Neben das Wahlkampfbild des Politikers wurde per Bildbearbeiterung ein (Cartoon-)Glurak eingebaut, begleitet von den folgenden Worten:
Ich freue mich riesig - ich habe heute ein Glurak vor der SPD-Regional-Geschäftsstelle gefunden!
Wenigstens passen Grafik und genannter Name überein, jedoch wirkt die ganze Aktion mehr wie ein Versuch, dem aktuellen Trend zu folgen und so in Kontakt mit der Jugend zu treten, als tatsächliche Leidenschaft für die App oder das Thema dahinter.
Zum Abschluss präsentiere ich noch eine gelungene Grafik des „Weil wir dich lieben“-Accounts der Berliner Verkehrsbetriebe, kurz BVG. Das Nahverkehrsunternehmen hatte schon so einige gelungene Social-Media-Kampagnen und auch mit ihrem Beitrag zur Pokémon Go-Welle bewiesen sie Treffsicherheit. Hier zu sehen ist das inoffizielle Serienmaskottchen Pikachu, das anscheinend ohne Fahrschein Fahrgast in einem Bus des Unternehmens spielt. Jedoch scheint es sich hier um einen illegalen Mitfahrer zu handeln, der Text »Neue Schwarzfahrerwelle schockiert Berlin« prangt über dem Tierchen.
Abschluss
Abschließend könnte zwar viel gesagt werden, ich versuche es aber trotzdem mit einem kurzen, fast schon philosophischen Ansatz. Pokémon Go ist auch nicht mehr als eine App, ein Spiel. Es sollte nicht zu ernst genommen werden, egal welcher Hype darum generiert wurde. Viele Spieler sind mittlerweile wieder abgesprungen, viele geblieben.
Das hat verschiedene Gründe, mein Appell an euch ist allerdings simpel: lasst spielen, wer spielen will und anders herum.
Facebook-Aktionen wie "Pokémon-Spieler jagen" zeugen weder von gutem Humor noch von Respekt für den anderen, sind aber (bisher) glücklicherweise auch noch nicht veranstaltet worden. Hoffen wir dass es so bleibt und dass die Spielerschaft sich weiterhin respektiert und neue Mitglieder freudig begrüßt - unabhängig davon, wie "casual" auch immer sie sein mögen.
Denn so haben viele von uns ihren Einstieg in das beste Hobby der Welt gefunden.








