Neue Artworks zu Blezinskis Arena-Shooter BlueStreak veröffentlicht
Cliff Bleszinski dürfte vielen Spielern vor allem durch seine Mitarbeit an Gears of War sowie Unreal bekannt sein. Im Juni letzten Jahres gründete er sein eigenes Studio Bosskey, das aktuell den Arena-Shooter BlueStreak produziert. Dieser dürfte in starke Konkurrenz mit dem neuen Unreal Tournament kommen, handelt es sich doch ebenfalls um einen Free-to-Play-Sci-Fi-Arena-Shooter. Entwickelt wird BlueStreak zusammen mit Nexon, die als Publisher unter anderem War Rock veröffentlichen.
Friends, @BossKey will be working with Nexon to publish a Free2Play Sci-Fi PC arena shooter code named #BlueStreak. #BossKey#UnlockTheFun
— Cliff Bleszinski (@therealcliffyb) 8. Juli 2014
Auf der offiziellen Homepage von BlueStreak wurden nun einige Artworks veröffentlicht, die Ausschnitte aus Maps, Waffendesigns sowie ein Charaktermodell zeigen. Das Ganze sieht sehr futuristisch aus, ich komme allerdings nicht umher, unweigerlich an Unreal Tournament zu denken. Allerdings ist auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Destiny nicht von der Hand zu weisen. Natürlich ist es bei dem gewählten Setting sehr leicht, in eine ähnliche Schiene zu geraten, ich hoffe aber dass Blezinski es schafft, etwas eigenes zu kreieren.
Quelle: Offizielle Homepage
Neues Need for Speed wird Online-Zwang haben
Erst vor Kurzem wurde ein neues Need for Speed angekündigt, das vom Stil her stark an die Underground- oder Most-Wanted-Teile der Reihe erinnert. Die Informationen zum Reboot der beliebten Rennspiele-Serie sind bisher eher rar gesät, auf der E3 2015 wird der Titel aber offiziell der Welt präsentiert.
@DeanRheims NFS will require an online connection, but the benefits are nice. More variety and a more rewarding experience with friends.
— Need for Speed (@NeedforSpeed) 28. Mai 2015
Wie per Twitter nun allerdings bestätigt wurde, wird es im neuen Need for Speed einen Online-Zwang geben. Ohne eine dauerhafte Internetverbindung werden wir die Motoren nicht anschmeißen können, dafür soll es aber mehr Abwechslung und "eine belohnendere Erfahrung mit Freunden" geben. Was genau darunter zu verstehen ist wurde noch nicht gesagt, den Zwang ständig online zu sein finde ich persönlich aber eher kritisch.
Quelle: Twitter
Die Auswahl für Games with Gold im Juni
Nachdem erst kürzlich die Gratis-Spiele für Playstation-Plus-Abonnenten im kommenden Monat bekannt gegeben wurden, verkündete Major Nelson in seinem Blog nun auch, was Xbox-Live-Gold-Nutzer im Juni erwarten wird. Die Auswahl für Games with Gold fällt definitiv nicht schwach aus, für die Xbox One erhalten wir den ganzen Monat lang folgende Titel:
Massive Chalice
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=GTFiooCFh7Y[/youtube]
Pool Nation FX (Verlängerung vom letzten Monat)
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=GSsbaycW1fU[/youtube]
Besonders Massive Chalice macht mit als Playstation-Nutzer doch ein wenig neidisch. Aber auch die Auswahl für die Xbox 360 kann sich sehen lassen. Vom ersten bis zum 15. Juni erhalten wir dort das Open-World-Spektakel Just Cause 2.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=XhgYI04LccU[/youtube]
Abgelöst wird der Titel am 16. Juni von Meisterdieb Garrett und dem Reboot der Thief-Serie.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=p_9Irxq0NHk[/youtube]
Quelle: Major Nelson
Twitch verbietet Adults-Only-Spiele
Die Plattform TwitchTV ist unumstritten der Platzhirsch, wenn es um das Streamen von Spielen in's Internet geht. Große Kanäle aus der ganzen Welt finden hier ihr Zuhause und senden regelmäßig ihre Inhalte rund um den Globus. Wo so viele Nutzer unterwegs sind kommt es oftmals aber auch zu unerfreulichen Zwischenfällen oder kontroversen Inhalten. Um diesem Umstand vorzubeugen, wurde bereits im letzten Jahr ein Abschnitt in das offizielle Regelwerk aufgenommen, dass die Streamer/Innen sich nicht zu freizügig kleiden sollen.
Nun wurden die Nutzungsbedingungen um weitere Paragraphen erweitert, die es explizit verbieten, Spiele, die vom Entertainment Software Rating Board (ESRB) die Einstufung "Adults Only" erhalten haben, zu senden. Twitch betont hierbei, dass auch die außerhalb der USA erschienenen Versionen dieser Titel nicht gezeigt werden dürfen. Allerdings stelle es weiterhin kein Problem dar, Spiele zu streamen, die außerhalb der USA als 18+ eingestuft wurden. Somit dürfte dieser neue Absatz des Regelwerks keinen all zu großen Einschnitt darstellen, sind es doch lediglich eine Hand voll Titel, wie beispielsweise GTA San Andreas (aufgrund des Hot-Coffee-Mods) oder Leisure Suit Larry: Magna Cum Laude Uncut and Uncensored.
Wie wir also sehen, versucht Twitch langsam aber sicher sämtliche sexuell anstößigen Inhalte zu verbannen. Es bleibt also zu hoffen, dass bald nicht auch solche Perlen wie Witcher 3 ausgeschlossen werden, weil hier und da mal etwas mehr nackte Haut als gewünscht gezeigt wird.
Quelle: Twitch
Parkour-Game Downward im offiziellen Announce-Trailer
Mit Downward entwickelt das Studio Caracal Games aktuell einen Titel auf Basis der Unreal Engine 4, der frappierend an den Kulttitel Mirror's Edge erinnert. Die Verwandschaft kommt nicht von ungefähr, bezeichnen die Entwickler ihr Werk doch als "First Person Parkour Game". Das Setting unterscheidet sich allerdings stark von Digital Illusions' Titel, im frisch veröffentlichten Announce Trailer können wir sehen, dass Downward in paradiesähnlichen Umgebungen spielt, die durchsetzt von bekletterbaren Ruinen sind.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=kCICieqt6Mk[/youtube]
Laut den Entwicklern wird die Welt offen sein, dass heißt wir können überall entlang laufen und hoch klettern wo wir wollen. Jedoch sollen auf der gesamten Karte verteilt Aufgaben zu finden sein. Es wird wohl auch einige Geheimnisse zu entdecken geben, da das Setting von Downward einen sehr Fantasy-reichen Einschlag haben soll. Der Kern des Gameplays liegt auf Erkundung. Hierfür stehen uns neben zahlreichen Klettermöglichkeiten wohl auch andere Fortbewegungsmittel zur Verfügung, genaue Details werden allerdings noch nicht genannt. Erscheinen soll der Titel erst Ende 2016 für Windows-PC, Umsetzungen für Mac OS X und Linux sind aber ebenfalls fest vorgesehen
Quelle: Offizielle Homepage
Operation Bloodhound für Counter-Strike: Global Offensive veröffentlicht
Der Multiplayer-Shooter Counter-Strike: Global Offensive wird in regelmäßigen Abständen mit so genannten Operationen bedacht. Hierbei handelt es sich im weitesten Sinn um zeitlich begrenzte DLCs, die einige zusätzliche, aber nicht unbedingt notwendige Erweiterungen in das Spiel bringen. Mit Operation Bloodhound wurde nun eine frische Erweiterung veröffentlicht, die bis zum 30. September läuft.
Wie schon die Operationen vor ihr, bringt auch Bloodhound einige Missionen in den Titel. Genauer gesagt handelt es sich um 62 Aufträge die wir erfüllen können. Neben den üblichen Aufgaben, wie beispielsweise 20 Runden auf einer Map gewinnen, gibt es nun sogar eine kleine Story. Diese ist zwar relativ mau, bringt aber einige interessant klingende Missionstypen, wie beispielsweise die Verteidigung einer Stellung im Koop-Modus, ähnlich der Horde-Spielvariante aus Gears of War. Auch das Scoreboard, in dem wir unsere Statistiken mit denen unserer Steam-Freundesliste vergleichen können, hält wieder Einzug.
Selbstverständlich dürfen auch die obligatorischen neuen Waffenskins nicht fehlen. Hier gibt es jedoch eine kleine Überraschung, mit dem Falchion wird ein neuer Messertyp implementiert. Laut Beschreibung handelt es sich allerdings mehr um ein faltbares Schwert als um ein Messer. Im Falchion-Case sind zudem 16 neue Waffendesigns enthalten. Die Preise für die Kisten sind aktuell natürlich sehr hoch, es ist also eher ratsam zu warten, dass sie nach einem Spiel gedroppt werden.
Natürlich halten auch wieder neue, von der Community designte Maps Einzug. Konkret handelt es sich hier um Log, Agency, Zoo, Resort, Rails und Season. Neben all diesen Neuerung wurde zudem ein Ranking-System eingefügt. Dieses funktioniert mit Erfahrungspunkten, diese erhalten wir basierend auf der Anzahl gewonnener Runden (Matchmaking) oder unserer erreichten Punktzahl (alle anderen Spielmodi). Zudem bringen die Abschluss von Missionen zusätzliche XP. Die Belohnung für das erreichen eines höheren Ranges ist schlicht in Form eines Waffenskins. Natürlich können wir uns auch mit unseren virtuellen Freunden messen, um zu sehen wer die meisten Punkte gesammelt hat.
Operation Bloodhound ist ab sofort zu einem Preis von 5,99 US-Dollar zu haben.
Quelle: Offizielle Homepage
GOTY-Edition von Lords of the Fallen kommt am 26. Juni
Wie nun offiziell bekannt gegeben wurde, wird das mit dem deutschen Computerspielpreis ausgezeichnete Lords of the Fallen in einer Game-of-the-Year-Edition neu veröffentlicht. Diese umfasst neben dem Hauptspiel die folgenden Inhalte:
- DLC "Ancient Labyrinth"
- Das "Demonic Weapons Pack"
- Das "Lionheart Pack"
- DLC "The Monk's Decipher"
Zudem werden wohl noch einige weitere Inhalte in Form von Waffen und Rüstungssets in der Komplettversion enthalten sein. Erscheinen wird die Game-of-the-Year-Fassung von Deck 13's Antwort auf Dark Souls bereits am 26. Juni für die Xbox One, PS4 und den PC.
Quelle: VG247
Street Fighter 5 kann bei der Community Effort Orlando gespielt werden
Street Fighter 5 wird Anfang 2016 auf der konsolenexklusiv auf der Playstation 4 und ebenfalls auf dem PC erscheinen. Wie Entwickler und Publisher Capcom gestern im Zuge des Livestreams zum Combo Breaker USF4 Tournament bekanntgab, werden geneigte Spieler auf der Community Effort Orlando (CEO) die Chance haben, das Prügelspiel bereits anzutesten.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=jfA4Lpt1hcc[/youtube]
Das CEO-Turnier ist Teil der Capcom Pro Tour und findet vom 26. bis 28. Juni 2015 statt. Zum fünften Teil der Street-Fighter-Serie ist bisher relativ wenig bekannt, sogar welche Charaktere spielbar sein werden ist weitestgehend ein Geheimnis. Bestätigt wurden lediglich Ryu, Chun-Li, Charlie Nash und M. Bison. Letzterer ist erst vorherige Woche mit einem eigenen Trailer angekündigt worden. Dadurch, dass der Titel auf der CEO nun anspielbar seien wird, ist allerdings anzunehmen, dass wir einen großen Schwung neuer Informationen erhalten werden.
Quelle: Dualshockers
HD-Remake zu Resident Evil Zero erscheint 2016
Erst im Januar erschien ein HD-Remake zum ersten Teil der beliebten Resident-Evil-Serie, das größtenteils positive Kritiken einheimsen konnte. Der japanische Publisher Capcom kündigte nun in einem Video auf YouTube an, dass das 2002 erschienene Resident Evil Zero ebenfalls mit einer Neuauflage bedacht wird. Die Sprache in der Bekanntgabe selbst ist japanisch, allerdings sind deutsche Untertitel verfügbar.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=RRtJBaQ9tow[/youtube]
Mit Informationen halten sich Producer Tsukasa Takenaka und Director Koji Oda allerdings noch sehr bedeckt. Neben Oda, der bereits beim Original für den Gamecube als Director fungierte, werden noch weitere Mitarbeiter des alten Teams Teil der Entwicklung sein. Erscheinen wird Resident Evil Zero HD Anfang 2016 für die PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360 und den PC. Die Vielzahl an Plattformen lässt befürchten, die Neuauflage technisch nicht einmal ansatzweise an den Grenzen des Möglichen kratzt.
Quelle: YouTube
Warner Bros. befragt Spieler zu Remake der alten Batman-Teile
Einem Screenshot im NeoGAF-Forum zufolge befragt Warner Bros. Games aktuell einige Spieler nach ihrer Meinung zu einer Neuauflage von Batman - Arkham Asylum und Batman - Arkham City. Laut dem mitgeschickten Text wird es sich bei den Versionen für die Playstation 4 und Xbox One aber keinesfalls um das selbe Spiel mit etwas hochauflösenderen Texturen handeln, sondern um komplette Neuentwicklungen.
Es sollen sämtliche Umgebungen, Charaktermodelle sowie Grafikeffekte von Grund auf neu gestaltet werden. Als Beispiel werden neue Shader, HDR- und Post-Processing-Effekte sowie eine neue Licht-Engine genannt. Wie bei Neuauflagen üblich, sollen die Remastered-Versionen sämtliche bis dato erschienenen Download-Inhalte beinhalten. Auch wenn die Neuauflagen bisher nicht offiziell bestätigt wurden scheint der Schritt doch sinnvoll, so dass die Story vor dem Release von Arkham Knight noch einmal nachgespielt werden kann. Wie würdet ihr bei der Umfrage stimmen, seid ihr Fans von Neuauflagen oder steht ihr dem ganzen Remake-Wahn eher skeptisch gegenüber?
Quelle: NeoGAF
»Dieser Inhalt ist in ihrer Version nicht enthalten«
»Kürzlich wollte ich essen, nichts besonderes, nur schnell auf einen Mexiko-Burger. Mein Stammrestaurant hatte angekündigt das Preismodell umzustellen und ich dachte mir, so schlimm kann das nicht sein. ich bestellte mir den gleichen Burger wie immer. Allerdings bekam ich statt dem erwarteten Leckerbissen lediglich eine Semmel mit Bohnenbratling drauf und auf meine verwirrte Frage hin, was mit der Salsa, Guacamole, den Jalapenos oder Zwiebeln sei, entgegnete mir die Frau am Tresen, dass diese nun extra erworben werden müssen. Soßen ein Euro, Belag zwei Euro. Allerdings gäbe es zwei Soßen und einen Belag im Sparangebot für 3,50 Euro.«
Obiges Beispiel mag lächerlich erscheinen. Allerdings geschieht ähnliches aktuell in der Games-Industrie. Die Entwickler in der heutigen Spielelandschaft sind dafür aber nicht grundlegend zu verteufeln, viel zu charmant wirkt der Reiz des schnellen Geldes durch den Verkauf, kleiner (un)nötiger Inhalte für kleines Geld. Gemeint sind hier die Mikrotransaktionen und/oder Downloadcontent (DLC), also Inhalte, die extra gekauft werden um das Spiel zu erweitern. Dass die Spieleentwickler hiermit ein wenig zusätzlichen Umsatz generieren wollen wäre soweit verständlich und okay.
Leider beschreitet die Industrie in der heutigen Zeit einen weitaus dunkleren Pfad. Schlagworte wie Pay-to-Win, Pay-to-Play und viele andere werden sofort geschrien, sobald ein DLC für einen Titel angekündigt wird. Warum reagieren wir so allergisch auf solche Ankündigungen, wurden wir einfach nur gegen Publisher und Entwickler aufgestachelt? Oder ist doch tatsächlich etwas dran am auf den ersten Blick so irrationalen Hass?

Haken wir zunächst den Teil ab, über den sich jeder beschwert, der aber wohl zu florieren scheint. Mikrotransaktionen in Smartphone-Games wie Die Simpsons - Springfield Tapped Out, Clash of Clans oder dem extrem verissenen Godus von Entwicklerlegende Peter Molyneux. Wobei hier unbedingt zu beachten ist, dass es sich bei Godus rein vom Gameplay her um weitaus mehr als "nur" ein kleines Spielchen handelt. Vergleichbar ist es lediglich in der Preispolitik mit den anderen beiden Kandidaten. Wobei hier die Smartphone-Fassungen gemeint sind, die PC-Version, die mit einem Einstandspreis von 20 Euro zu Buche schlägt und noch Unmengen an zusätzlichen Kosten beinhaltet spottet schließlich jeder Beschreibung.
Zum Thema Mikrotranskationen in Smartphone-Titeln: ja sie sind schweineteuer und ja durch sie kommt man um Welten schneller voran. Und ja, das Spiel ist stellenweise nicht spielbar sofern kein echtes Geld ausgegeben wird. Allerdings handelt es sich bei den "unspielbaren" Kandidaten glücklicherweise um einen geringeren Prozentanteil. Es wird also niemand gezwungen, Geld in Free-to-Play-Titeln auszugeben, die Entwickler scheinen aber genug Reibach mit den Spielen zu machen. Sofern ihr aber keine Lust darauf habt, in jedem zweiten Menü darauf hingewiesen zu werden, dass mit Echtgeld alles schneller geht, solltet ihr wohl einen großen Bogen um solche Titel machen.
Allerdings kommt auf mobilen Geräten oftmals ein grundlegendes Problem der Spieler selbst zum Tragen. Smartphone-Games die sich über Mikrotransaktionen finanzieren sind zunächst einmal Free-to-Play, da darauf spekuliert wird durch die Extraeinnahmen zu verdienen. Ohne diese Kleinstüberweisungen müsste aber der eigentliche Titel schon Geld kosten. Das will allerdings niemand ausgeben. Wir leben in einer unfassbar seltsamen Zeit. Jeder will alles für weniger dafür aber mehr und mit besserer Qualität als davor. Warum das nicht möglich ist scheint vielen unbegreiflich. Gute Produkte kosten Geld. Dafür bleibt ihr (in der Regel) von lästigen Sachen wie Kleinst-Downloadinhalten verschont. Zumindest in der Theorie.
Soviel zum kleinen Exkurs Thema Preispolitik.

Wären die Mikrotransaktionen auf ihren Smartphones geblieben, hätten heutige "Pro"-Gamer das als "Casual-Bullshit" abgetan und sich über ihre vollständigen, nicht betroffenen Spiele gefreut. Leider ist die Spieleindustrie plattformübergreifend unterwegs und so fanden die beschriebenen Bezahlmodelle ihren Weg auch auf unsere Heimkonsolen und -Rechner. Hier jedoch oftmals mit dem unschönen Beigeschmack, dass wir den eigentlichen Titel bereits zum Vollpreis kaufen mussten, uns aber anscheinend trotzdem Inhalte fehlen, die wir nachkaufen sollen. Hier setzt das eigentliche Problem ein: Season Pass, DLC-Pakete und Vorbestellerboni.
Bestimmte Inhalte werden nur noch denjenigen angeboten, die Willens sind, die Katze im Sack zu kaufen, soll heißen: Vorbestellern. Okay, zugegeben, angeboten werden sie jedem, allerdings gegen nachträgliche Bezahlung. Vorbesteller hingegen erhalten sie direkt zum Release und ohne Extrakosten. Würde es sich dabei um nutzlose Inhalte wie Skins handeln, die keinerlei Einfluss auf das Spiel selbst haben wäre dieser Umstand vollkommen verkraftbar. Allerdings handelt es sich oftmals viel mehr um ganze Level, Abschnitte oder Charaktere. Diese können Gamer, die keine Lust haben, ein unfertiges Spiel vorgesetzt zu bekommen (seien wir mal ehrlich: Kaum ein Spiel kommt heutzutage noch "fertig" auf den Markt) dann für teures Geld nachkaufen. Zugegeben, wir merken im eigentlichen Spiel nur in den seltensten Fällen, dass Inhalte direkt fehlen. Ärgerlich ist es aber allemal, wenn wir von unseren Kumpels hören, wie stark die Extra-Mission doch ist, während wir in die Röhre schauen.

Der Hohn ist oftmals, wir sehen den fehlenden Inhalt in unseren pöbligen Nicht-Vorbesteller-Version - beim Auswählen öffnet sich direkt der Shop. Glücklicherweise handelt es sich hierbei aber meistens nicht um die Story-Erweiterungen, sondern vielmehr um Skins oder zusätzlich Waffen, die meistens so gebalanced sind, dass sie den Vorbestellern keinen merklichen Vorteil verschaffen.
Auf ein anderes Problem trifft man als geneigter Spieler aber nicht nur als Vorbestellungs-Verweigerer: der Trend macht den Eindruck stellenweise in Richtung halbfertiges Spiel veröffentlichen, Rest der Story per DLC nachreichen zu gehen. Diese Praxis scheint bei der Assassins-Creed-Reihe, die spätestens nach dem letzten Titel „Unity“ zum „Prügelknaben“ für viele Spieler geworden ist, Gang und Gebe zu sein.. Hatte sich Ubisoft in den letzten Teilen etwas zurück gehalten, so gab es beispielsweise für Assassins Creed 3 doch eine beachtliche Anzahl an Story-Erweiterungen. Hier kam ein weiteres Problem auf, und zwar den Überblick zu wahren, welche Erweiterung Teil welcher Edition ist.
Addons werden die zusätzlichen Inhalte schon lange nicht mehr genannt, es handelt sich ja schließlich um mehrere Erweiterungen, die wir entweder einzeln, oder gebündelt im Season Pass bekommen. Wer denkt, es seien alle Inhalte enthalten, kann aber unter Umständen auf die Nase fliegen, genaues Nachlesen der enthaltenen Erweiterungen ist wichtig. es gibt nämlich bereits vereinzelte Fälle, bei denen lediglich ein Teil der Erweiterungen im Pass enthalten ist, die anderen gibt es dann unter Umständen in einer separaten Sammlung. Beispielsweise geschehen bei Borderlands 2. Im Season Pass sind nicht sämtliche verfügbare Zusatzinhalte enthalten, die restlichen mussten wir extra dazu kaufen. Die Preisersparnis zumindest ist aber immerhin tatsächlich oftmals gegeben, immerhin 10 Euro weniger als beim Kauf der einzelnen DLCs sind meistens drinnen.

Story-DLCs sind nicht per Definition schlecht, zumindest wenn das Hauptspiel in sich geschlossen ist. Die Borderlands-Reihe ist hier ein Parade-Beispiel, wie richtige DLC-Politik funktioniert. Ja, des gibt viele Inhalte. Wirklich viele. Aber alleine mit dem eigentlichen Spiel (egal welcher Teil der Serie) haben wir mehrere Stunden Spielspaß, genauer gesagt ungefähr 10 Call-of-Duty-Kampagnen. Jeder Inhalt ist preislich angemessen und erweitert die Erfahrung, wird aber auf keinen Fall unbedingt benötigt oder uns quasi direkt im Spiel auf's Auge gedrückt.
So findet sich der Spieler gerade mit dem Prinzip des Downloadinhalts ab und wie es scheint begreifen die Entwickler langsam, wie das Medium Erweiterung zu funktionieren hat. Zudem wiegen wir uns in der vermeintlichen Gewissheit, dass es auf keinen Fall noch schlimmer kommen kann. Dann allerdings erscheinen Titel wie Mortal Kombat X oder Dead or Alive 5 und hauen uns mit einer dermaßen lächerlichen Preispolitik sowie unglaublich unnötigen Inhalten dermaßen stark aus den Socken, dass wir meinen könnten, wir wären direkt wieder in der Steinzeit der Spieleentwicklung gelandet.

Ich meine, ernsthaft: Easy-Fatalities im 5er Paket für 0,99€ und einem 30er Paket für 4,99€? Und wenn wir sie aufgebraucht haben das Ganze noch mal kaufen? Ein Seasonpass mit KOSTÜMEN FÜR DIE SPIELGFIGUREN der mal eben lässige 93 Euro kostet? Dafür, dass sich pubertierende Teenager daran erfreuen können, Kasumi dabei zuzusehen wie sie in einem Cheerleader-Kostüm durch die Gegend hoppelt? Das ist nicht nur dreist, das ist auch einfach lächerlich.
Ein Punkt, der mich selbst besonders traurig macht, ist dass Nintendo nun auch auf den Zug aufzuspringen scheint. Kamen sie mir bisher wie die "Good Guys" vor, so sind die letzten Ankündigungen dann doch gelinde gesagt bedenklich. Die Kämpfer für Super Smash Bros. werden nun anscheinend nur noch zum Teil von uns selbst freigespielt, neue Charaktere müssen aber mitunter auch gekauft werden. So angekündigt auf der letzten Direct, wo es hieß, das Pokémon Mewtu wird der Riege der Kämpfer beitreten (FUCK YEAH!), allerdings zu einem Preis von 3,99 Euro. Hier kann ich auch nur appellieren: bitte bitte bitte Nintendo, fangt nicht auch so an. Ihr veröffentlicht glücklicherweise immer noch eine Menge kostenfreie Erweiterungen, bitte behaltet das bei. Gegen Bezahlung für Inhalte ist prinzipiell nichts einzuwenden, aber driftet nicht zu sehr ab.
Hier am Ende landen wir allerdings wieder bei oben angesprochenem Problem. Die Leute kaufen was auch immer ihnen vorgesetzt wird. Deshalb wird sich nichts ändern. Leider leidet aber der Ruf von DLCs und Erweiterungen weiter darunter. Denn tolle Standalone-Addons wie beispielsweise First Light für Infamous Second Son werden auch als Abzock-DLC abgetan, bieten aber mehrere Stunden voll Spielspaß und sind mit ungefähr 15 Euro meist fair bepreist. Auch die kürzlich so stark kritisierte Idee von Valve, Mods nun auch kostenpflichtig anbieten zu können wurde geradezu niedergebrüllt, so dass sie nun einen Rückzieher machen mussten. Ich frage mich, warum? Ich hätte damals für Counter-Strike bezahlt. Als es noch eine Mod war. Die Qualität, die manche Fans in der heutigen Zeit liefern, liegt stellenweise weit über dem eigentlichen Spiel, das sie erweitern. Warum also nicht ihren Fleiß belohnen?
Hier wäre das Plädoyer meinerseits: schaut genau darauf, was ihr kauft. Denn am Ende sitzen immer noch wir Spieler am längeren Hebel. Die Entwickler sind darauf angewiesen, dass wir kaufen was sie veröffentlichen. Also sollten wir aufhören Beta-Tester zu spielen oder nutzlose Inhalte für teures Geld zu erwerben, die uns Nichts, den Publishern und Entwicklern dafür aber neue Elfenbein-Rückenkratzer bescheren. Zudem sollte im Kopf nicht sofort abgeschalten werden, sobald es heißt, ein DLC für Titel XY ist verfügbar. Seht nach worum es sich handelt und kauft nicht blind. Bestellt nicht vor. Der Würgegriff, in dem die Industrie uns vermeintlich hat ist letzten Endes nicht existent. Es ist genau andersrum.
Gegen unfertige Spiele und riesige Day-1-Patches können wir selber etwas ausrichten.
Wir müssten zeigen, dass wir Verschiebungen dulden. Dafür aber ein fertiges Spiel erwarten.
Dass DLCs erwünscht sind. Sofern sie Sinn machen.



