Crossing Souls

Crossing Souls - Fünf Freunde auf Leichensuche

Geschichten rund um Freundesgruppen von jungen Menschen gibt es in jedem popkulturellem Medium. Auch Videospiele lassen uns immer mal wieder eine Gang von Kindern oder Jugendlichen bei einem Abenteuer begleiten. So auch Crossing Souls von den spanischen Entwicklern Fourattic. Ob des Settings rund um ein Geheimnis, dass sich um eine amerikanische Kleinstadt in den 1980er-Jahren dreht, wurden bereits mehrfach Vergleiche mit der Netflix-Serie Stranger Things laut. Auf der gamescom konnte ich das Adventure anspielen und mir von den Entwicklern selbst anhören, welche Inspiration tatsächlich in die Produktion einflossen. 

Ein typischer Vorort

Zu Beginn von Crossing Souls erwachen wir als Chris. Dieser steckt voller Tatendrang, da er und seine Clique an diesem Tag großes vor haben. Konkret wollen sie zum Fluss laufen, da dort die Leiche eines Mannes liegen soll. Doch bevor Chris sich aufmachen kann, um seine Freunde einzusammeln, gilt es eine kleine Runde Baseball mit dem Herrn Vater im Garten zu spielen. Dieser schenkt ihm einen Schläger, der natürlich direkt getestet werden will. Somit gelangt unser erster Charakter zu seiner Hauptwaffe. Im weiteren Spielverlauf werden sämtliche Tutorials so nahtlos in das Spielgeschehen integriert, wodurch die Spielfluss nicht gestört wird. 

Nach der kleinen Sportstunde machen wir uns auf den Weg durch die kalifornische Kleinstadt, um nach und nach den Rest unserer Gang einzusammeln: den Wissenschafts-Nerd Matt, die Redneck-Tochter Charlie, den kräftigen Big Joe sowie unseren kleinen Bruder Kevin. Auf unserem Weg zu den Anderen können wir uns weitestgehend frei in unserem Heimatort bewegen, verschiedene Charaktere kennen lernen und auch das eine oder andere Grundstück erforschen. Dabei gibt es stets etwas zu entdecken und die Entwickler weisen explizit darauf hin, dass eben diese Erkundung dazu beitragen kann, sich noch mehr in der Spielwelt zu verlieren und sich noch mehr mit den Charakteren zu identifizieren. Speziell nachdem der tote Mann gefunden ist und die Story von einer einfachen Jugend-Story sich zu einem Mystery-Coming-of-Age-Thriller wandelt soll sich der Bund mit den jungen Menschen noch viel stärker entwickeln.

Crossing Souls
Die mysteriöse Pyramide wird einen wichtigen Part im späteren Spiel einnehmen.

Als kleines Beispiel kann hier der tote Familienhund Sparky von Chris und Kevin fungieren. Dessen Hütte steht immer noch im heimischen Garten und wenn wir diese als Chris genauer ansehen, erinnert er sich daran, wie sehr seinen Bruder der Verlust schmerzt und noch immer belastet. Zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten, aber diese verhältnismäßig kleine Stück Hintergrundwissen hilft an späterer Stelle deutlich dabei, die Handlungen von Kevin zu verstehen. Die Möglichkeit, die Spielwelt in ihren Einzelteilen zu erforschen um so mehr zu erfahren verspricht interessante und tiefgehende Geschichten. Über ein Tagebuch im Spiel können wir die relevanten Informationen zu getroffenen Charakteren und bestimmten Orten erneut nachlesen. Zudem bieten die Anspielungen auf diverse popkuturelle Elemente der 80er-Jahre Potential für den einen oder anderen Schmunzler.

Fähigkeitsbasierte Rätsel

Jeder unserer fünf Helden verfügt über eigene Fähigkeiten, die in gewissen Situationen nötig werden. So kann Chris an bewachsenen Wänden hinauf klettern, Matt hat Raketenstiefel und Big Joe kann immens schwere Objekte verschieben. Nur durch die Kombination dieser Eigenschaften können wir Rätsel lösen oder zum nächsten Point of Interest gelangen. Auf dem Bildschirm zu sehen ist immer nur der aktuell gespielte Charakter, jedoch können wir jederzeit auf Knopfdruck zwischen diesen wechseln, auch in Kämpfen. 

Crossing Souls
Big Joe kann schwere Kisten ohne große Anstrengung verschieben.

Die Scharmützel sind in der Regel schnell vorbei, für die meisten normalen Gegner reichen einige wenige Schläge. Jedoch ist auch hier entscheidend, mit welchem Helden wir in den Kampf ziehen. Der kleine Kevin kann quasi überhaupt nicht zuschlagen, während Big Joe zwar sehr träge daher kommt, dafür aber umso heftiger zuschlägt. Auch Boss-Kämpfe wird es geben, hier hatte ich jedoch noch keine Chance, selbst einen anzuspielen. Jedoch versprechen die ersten gezeigten Ausschnitte aus diesen bombastische Auseinandersetzungen, die wohl bestimmte Taktiken voraussetzen und auch über mehrere Stufen gehen. 

Zeitgemäße Technik

Technisch setzt Crossing Souls auf den im Indie-Sektor beliebten Pixelart-Look. Dieser wartet mit vielen sympathischen kleinen und großen Details auf und wurde mit viel Liebe umgesetzt. So finden sich in Chris' Zimmer an Ghostbusters angelehnte Poster, Kevins schleimig-grüne Popel dürften bei dem einen oder anderen Spieler für Würgereiz sorgen und in der örtlichen Spielhalle lassen sich auf den Arcade-Geräten allerhand Referenzen finden. Das kleine Städtchen wirkt lebendig und jeder Charakter hat seine kleinen optischen Eigenheiten. 

Auch der Sound wurde an das Setting des Titels angepasst. So gibt es zwei hauptsächliche musikalische Stilrichtungen: Synthpop und Disney-eske Musik mit Flöten und anderen Blasinstrumenten. Während die elektronischen Sounds in angespannten Situationen, wie Kämpfen oder der Vorstellung der bösen Regierungs-Mitarbeiter den Puls etwas nach oben treiben soll, passen die instrumentallen Klänge vielmehr zur Erkundung des Stadtgebiets oder einem entspannten Spaziergang.

Crossing Souls
In liebevoll gezeichneten Cartoons wird die Story erzählt.

Als besonderes Schmankerl bietet Crossing Souls noch vollwertige Cartoon-Zwischensequenzen. Diese erzählen die Story rund um die Gang, das mysteriöse Artefakt, dass sie von dem toten Mann, sowie einer Regierungsverschwörung. Dabei wurde besonders darauf geachtet, die Szenen Bild für Bild abzuspielen, um das klassische Gefühl früher Comic-Serien zu reproduzieren. 

Stranger Things zum selber spielen

Crossing Souls erinnert nicht nur entfernt an Stranger Things. Alleine die Geschichte um eine Gang von jungen Menschen an der Schwelle zum Erwachsen werden, die in ihrer Kleinstadt auf Übernatürliches treffen und irgendwie einer Regierungs-Verschwörung auf die Schliche kommen, erinnert frappierend an die Netflix-Serie. Jedoch versichern die Entwickler dass die komplette Geschichte bereits vor der Ausstrahlung bestand. 

Sei es wie es ist, die Parallelen sind auf jeden Fall da, stören aber keineswegs, ganz im Gegenteil. Selbst als Teil einer solchen Geschichte zu fungieren verspricht immens interessant zu werden, auch wenn bisher nicht so ganz bekannt ist, wohin sie uns tragen will. Das Gameplay läuft knackig und die Technik passt, so dass Crossing Souls auf jeden Fall im Auge von Fans genannter Serie oder auch von Adventure-Freunden im Allgemeinen bleiben sollte.

Erscheinen wird Crossing Souls voraussichtlich noch in diesem Jahr für den PC sowie die PS4. 


God's Trigger

God's Trigger - Vier Fäuste gegen die Apokalypse

Ungleiche Duos sind in der bunten Welt der Videospiele nicht selten gesehen. Das auf der Gamescom 2017 angekündigte God's Trigger aus dem Hause Techland bietet nicht nur zünftiges Gameplay im Stil und Schwierigkeitsgrad von Hotline Miami, sondern auch ein ungewöhnliches Protagonisten-Gespann. Nathi, Dennis und Tim konnten sich den Titel auf der Messe etwas genauer ansehen. 

Die Reiter kommen

Unsere Feinde in God's Trigger sind niemand geringeres als die vier apokalyptischen Reiter selbst. Diese drohen, die Welt in den Untergang zu reißen, was die Protagonisten Harry und Judy nicht so einfach geschehen lassen können und wollen. Der Clou hierbei besteht darin, dass es sich bei unseren beiden Kriegern um einen Engel und eine Dämonin handelt, die aus mysteriösen Gründen gemeinsame Sache machen. Die genauen Motive sind aktuell jedoch unbekannt, lediglich dass die Beiden in ihrer jeweiligen Heimat etwas wieder gutzumachen haben ist bekannt. 

God's Trigger
Das Element der Überraschung ist von immensem Vorteil.

Durch die vorgegebene Geschichte mit dem doppelten Heldengespann kann God's Trigger komplett im Koop-Modus durchgespielt werden. Hierbei teilen sich die Spieler einen Bildschirm, zu sich weit voneinander entfernen ist nicht möglich. Gespielt werden kann der kooperative Modus sowohl lokal als auch online. All jene, die lieber alleine schnetzeln, können den Titel natürlich auch alleine durchzocken. Es ist jederzeit möglich, zwischen Harry und Judy zu wechseln, da an gewissen Stellen die jeweiligen Fähigkeiten der Protagonisten nötig werden. Jedoch betonen die Entwickler, dass God's Trigger im Singleplayer deutlich schwerer wird, da die auftretenden Gegnermaßen nicht reduziert werden und somit ein einzelner Spieler die Arbeit von zwei verrichten muss. 

Brutal schnell

God's Trigger ist ein sehr schnelles Spiel. Ganz im Stile klassischer Top-Down-Twin-Stick-Shooter gilt es einen mit Gegnern gefüllten Raum nach dem anderen zu säubern, meist dauert dieser Vorgang nur weniger Sekunden. Jedoch sind Treffsicherheit und gute Reflexe oberstes Gebot, sobald wir selbst einen Treffer kassieren darf der aktuelle Abschnitt erneut versucht werden. Zwischen unserem virtuellen Ableben und dem nächsten Anlauf gibt es glücklicherweise quasi keine Ladezeiten, weshalb ein angenehm treibender Flow entsteht, der uns von Raum zu Raum treibt. Jedoch ist auch ein gewisses Maß an Frusttoleranz nötig, denn God's Trigger ist alles andere als leicht. Das ohnehin schon schnelle Ableben wird durch die bisweilen arg unübersichtlichen Räume, speziell wenn gerade ein größeres Gefecht entbrennt, nur noch beschleunigt. 

God's Trigger
Das Combo-Meter füllt sich, die Übersicht verliert sich.

Zu Beginn haben wir lediglich die Standard-Waffen unserer ungleichen Helden zur Verfügung. Harry setzt auf sein Schwert, mit dem die unglücklichen Feinde kunstvoll filetiert werden, während Judy auf eine Ketten-Peitsche setzt, die über eine höhere Reichweite verfügt. Jedoch lassen erlegte Gegner nur zu gerne ihre Utensilien fallen, weshalb es nicht lange dauert, bis auch wir Zugriff auf Pistolen, Gewehre, Baseballschläger, Stahlrohre oder Schrotflinten haben. Jedoch gilt es hier speziell bei den Schusswaffen zu beachten, das wir keine neue Munition aufnehmen können. Ist der Schießprügel einmal leer gilt es, schnell einen neuen zu finden. In der Zwischenzeit können wir jedoch jederzeit mit unserer Standard-Waffe attackieren. Dies funktioniert über den linken Trigger, während der Rechte für das aktuell aufgenommene Tötungswerkzeug zuständig ist.

Während wir uns durch die Spielwelt meucheln, stets unsere Mission, die Reiter aufzuhalten, im Sinn, können wir durch schnelle Tötungsfolgen auch unser Combo-Meter füllen. Dies hat nicht nur den Effekt, dass wir uns in unserem Skill bestätigt fühlen, auch die Spezial-Leiste füllt sich so. Je nach gespieltem Charakter können wir, sobald diese voll ist, eine Spezialfähigkeit entfesseln. Während Harry per Knopfdruck einen Schild herbei beschwört, kann Judy einen Orb abfeuern, der alle in der Nähe befindlichen Feinde zu sich zieht. So können schön taktische Manöver ausgespielt werden, um auch stressige Situationen möglichst effektiv lösen zu können. Auch ein Level-System wird geboten, synchrone Kills oder schnelle Abfolgen werden mit zusätzlichen Erfahrungspunkten belohnt. Wie genau sich ein Fortschreiten jedoch auswirkt war aus der Demo bisher nicht ersichtlich.

Ansehnliche Optik bei fadem Sound

Rein optisch holt God's Trigger aus dem Genre heraus, was eben so möglich ist. Im Gegensatz zur Pixeloptik von Hotline Miami erwarten uns 3D-Charaktere, auch die Partikeleffekte können sich sehen lassen. Tatsächlich besonders schön anzusehen ist der Effekt, den das in Strömen fließende Pixelblut auf unsere Umgebung hat. Innerhalb kürzester Zeit verfärbt dieses die Spielwelt tiefrot, was dem Titel einen eigenen, dreckigen Look verleiht, der durch die leichte Cartoon-Optik wunderschön anzusehen ist. 

God's Trigger
Innerhalb kürzester Zeit füllen sich die Areale in schönstem Rot.

Nicht ganz so gut kommt der Sound daher. Während die Schuss- und Schrei-Geräusche einigermaßen authentisch klingen ist die musikalische Untermalung etwas unspektakulär, speziell verglichen mit Hotline Miami. Uns erwarten dröge Gitarrenklänge, die weder den Spielfluss antreiben, noch sonderlich bombastisch daher kommen. Hier bleibt zu hoffen, dass bis zum Release noch etwas getan wird.

Ordentliche Action für frustresistente Coop-Fans

God's Trigger macht viel richtig und dürfte vor allem Coop-Spielern eine Menge Freude bereiten. Das knackige Gameplay ist on point und die Möglichkeit, den gesamten Titel gemeinsam auf der Couch durchzurocken schreit nur so nach spaßigen Spiele-Abenden. Abstriche könnte der Fokus auf kooperatives Gameplay für Einzelspieler bedeuten, alleine schon aufgrund des so erhöhten Schwierigkeitsgrades. Jedoch sollten sich auch Zweiergespanne, die mit schweren Titeln so ihre Probleme haben, gut überlegen, ob God's Trigger das richtige für sie ist. 

Erscheinen soll der Titel im Frühjahr 2018 für den PC, die PS4 sowie die Xbox One. 


AER – Memories of Old: Hands on Demo auf der gamescom 2017

Daedalic Entertainment – der Stand des für mich einzig wahren Adventuregames-Publisher der heutigen Zeit, ist für mich jedes Jahr ein MUST auf meiner ganz persönlichen gamescom To-Do. So führte mich mein Weg natürlich auch dieses Jahr wieder dorthin, um zwei neue Babys des Hamburger Studios anzusehen. Eines davon ist AER – ein Abenteuer Erkundungsspiel, das in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Entwicklerteam Forgotten Key entstanden ist. Fans dieses Genres sind mit der Art „Entspannungs-Stimmung“ des Games schon aus Spielen wie Flower, Journey oder auch Bound vertraut, das jetzt neu auf dem Markt erschienen ist. 

Shape Shifting meets Aesthetics

Shape Shifter. Den Begriff kennt man ja eigentlich nur aus Horrorserien oder ähnlichem; fiese Dämonen, die sich in jeglichen Menschen verwandeln können und man sich daher nie sicher sein kann, hinter welchem Gesicht sich in Wahrheit der sichere Tod befindet. In AER ist das nicht so. Die Hauptfigur Auk ist ein Shape Shifter der freundlichen Art, sie kann sich in einen Vogel verwandeln und auf dem Luftweg ihre Umgebung erkunden. Die Steuerung ist hierbei ein wenig gewöhnungsbedürftig. Nicht nur X- und Y-Achsen waren für mich in der gamescom-Demo vertauscht, der Vogel reagierte auch ziemlich sensibel auf die Stickbewegungen. Grundsätzlich ja sicherlich eine gute Sache – für mich ein bisschen schwierig. Alles aber sicherlich einfach eine Sache der Übung.

Sich als Vogel über die Karte bewegen zu können hat wirklich sehr viel Schönes. Es geht nicht nur wahnsinnig schnell und ist, zugegeben, auch die einzige Möglichkeit, wie man die vielen, auseinander liegenden Inseln erreichen kann, nein – es ist auch unfassbar entspannend. Durch die wunderschöne Optik des Games und das sanfte Gleiten der Schwingen von Vogel-Auk, kommt eine tiefe, innere Ruhe auf. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dieses Game nach Feierabend anzuwerfen, wenn ich mich auf meiner Couch bei einem ästhetisch schönen Spiel ein bisschen entspannen möchte.

Wunderschöne Grafik mit Liebe zum Detail

Das Abenteuer von Auk spielt sich in einer Welt voll fliegender Inseln ab, die die Protagonistin als Mensch und als Vogel erkunden kann. Sie trifft dort auf sprechende Tiere, Menschen ihrer Art und Schatten aus vergangenen Zeiten, die ihr die Geschichte ihrer Vorfahren erzählen. Die wunderbar fantastische narrative Stimmung wird durch eine sehr farbenfrohe, intensive Low-Poly-Optik abgerundet. Dadurch entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die gleichzeitig sowohl stimuliert als auch entspannt. Sehr faszinierend. Hat mir persönlich auf Anhieb wunderbar gefallen.

Rätsel etwas leicht

Klar, in der 20-minütigen Demo konnte ich mit Sicherheit nicht den vollen Umfang an Rätselspaß erfassen, den AER dem Spieler bietet. Dennoch kamen mir die von mir gesehenen „Rätsel“ doch etwas arg einfach vor. Ich setze das Wort bewusst in Anführungsstriche, denn einige davon waren gar keine richtigen. Da ging es vielmehr um „Insel finden – Laterne anzünden“. Tatsächlich erwischte ich mich dabei, wie ich das Licht entfachte und dann da stand und wartete. Würde sich ein Schrein öffnen? Würde eine Figur erscheinen und mir eine Frage stellen? Wo bleibt denn jetzt die versteckte Wand, die sich dreht und das Rätsel freigibt? Nichts passierte. Stattdessen hatte ich durch das Entzünden des Lichts einen Wasserfall aktiviert, musste auf einer anderen Insel noch mal das selbe machen und konnte dann durch das Tor laufen, das sich zwischen den zwei offenbarten Wasserfällen öffnete. Hm. Nicht ganz das, was ich erwartet hatte, aber gut.

Auch im Inneren des nun betretenen „Tempels“ ließ mich das dort aufzufindende Rätsel erneut eher kalt. Ich denke, länger als eine Minute habe ich nicht gebraucht, um die nächste Tür zu öffnen. Also auch hier wieder eher ein Rätselspaß der kürzeren Art. Wie gesagt, der erste Eindruck ist vielleicht nicht repräsentativ für das ganze Game – ich kann daher eigentlich nur hoffen, dass die Rätsel im Verlauf noch etwas kniffliger werden. Zumindest für jeden von euch, der genauso ein Rätselfan wie ich ist.

Fazit

Ich denke, man kann grundsätzlich guten Gewissens behaupten, dass Daedalic mit AER einen runden Adventure-Titel zum Genießen entwickelt hat. Die Optik ist toll, das Gameplay einfach und die Rätsel genau das Richtige für eher ruhig mäandernde Gehirnschwingungen. Es macht sehr viel Spaß, als Vogel durch die Lüfte zu düsen und dabei auch ruhig mal den ein oder anderen Sturzflug zu wagen. Für Fans des Genres ist AER definitiv einen Blick wert.

AER erscheint im Oktober 2017 für PlayStation®4, Xbox One™, PC, Mac und Linux

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Absolver - Fratzengeballer mit Deckbau

Nahkämpfe in Videospielen folgen meist dem Schema, dass es gilt, leichte und starke Angriffe möglichst effektiv zu verketten um bombige Kombos zu zaubern. Jedoch artet dies nur allzu oft in simplem Button-Mashing aus, da es nicht selten reicht, eine bestimmte Kombination immer und immer wieder zu wiederholen. Freilich stellen solche Mechaniken nicht die Regel dar, sind jedoch trotzdem weit verbreitet. Im Februar diesen Jahres brach For Honor diesen Umstand mit einem Haltungs-bezogenen Kampfsystem auf, mit Absolver aus dem Hause Sloclap folgt nun ein weiterer Titel, der auf ein Stance-System setzt. Warum der von Devolver Digital gepublishte Titel sich jedoch deutlich anders als Ubisofts Werk spielt und wo weitere Besonderheiten liegen konnte ich in meiner Anspielsession auf der Gamescom herausfinden.

Stellungswechsel

Der Fokus liegt bei Absolver auf reinen Faustkämpfen. Zwar können auch Waffen benutzt werden, jedoch liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf Martial Arts-Kämpfen, bei denen wir unserem Gegenüber möglichst effektiv das Gesicht neu arrangieren. Mit welchen Utensilien wir auch immer in die Scharmützel ziehen, das Kampfsystem ist dabei stets auf den verschiedenen Stellungen aufgebaut, in die wir unseren Charakter bringen können. Hier gibt es vier mögliche Richtungen, eingestellt wird unsere Position über das Gedrückthalten des rechten Triggers bei Gleichzeitiger Bedienung des rechten Analogsticks.

Absolver
Die richtige Stellung entscheidet zwischen Sieg und Niederlage.

Einmal in Position gebracht haben wir die Wahl zwischen einem leichten und einem schweren (oder auch Spezial)-Angriff. Ebenso können wir natürlich blocken und unter den Attacken unserer Feinde hinweg dashen. Jedoch ist stets die Ausdauerleiste im Auge zu behalten, ist diese erschöpft sind wir ein leichtes Ziel. Im Blocken regeneriert sich diese zudem deutlich langsamer, also gilt es den richtigen Moment abzupassen. Beim Abwehren der feindlichen Attacken ist es anders als bei For Honor nicht nötig, sich im selben Stance zu befinden, dafür können uns jedoch verschiedene Angriffe nach erfolgreichem Abschluss in einer anderen Position zurücklassen, als die, in der wir gestartet sind.

Rein von den Bewebungsabläufen her ist Absolver speziell für einen Titel, der ohne Motion Capture-Aufnahm auskommt, sehr beeindruckend geworden. Dies dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass Teile der Entwickler selbst aktiv Martial Arts betreiben. Die sonstige Technik ist jedoch nicht heraus stechend, das gezeigte Gebiet innerhalb verfallener Ruinen kam im allgemeinen Trist daher und auch die Texturen waren eher spärlich gesetzt. Jedoch der Titel bisweilen mit stimmungsvollen Licht- und Schattenspielen aufwarten. 

Erstaunliche Varianz

Jedoch hört die Komplexität des Kampfsystems bei der bloßen Wahl einer Stellung nicht auf. Als erste Entscheidung, die unseren Spielstil immens beeinflusst, gilt es aus einem von drei Kampfstilen zu wählen. Forsaken als ausgeglichene Variante, Kahlt kommen eher langsam und kräftig daher und Windfall stellt eine etwas flottere Klasse dar.

Absolver
Die Wahl der Klasse ist essentiell.

Nachdem wir diese grundlegende Wahl getroffen haben, können wir uns in den Deckbau begeben und unseren ganz eigenen Stil zusammen basteln. Dies funktioniert folgendermaßen: für jede Position kann sowohl dem normalen als auch dem starken Angriff eine Attacke zugeordnet werden, in weiteren Schritten können wir ganze Abfolgen festlegen. Hierdurch entsteht eine ungeahnte Varianz, die dazu führt, dass wir uns nie ganz sicher sein können, womit uns unser Gegner als Nächstes angreifen wird. So entstehen intensive Kämpfe, die durch die Spezialfähigkeiten, wie die Absorbtion feindlicher Attacken (Kahlt) oder das Betäuben unserer Gegner (Forsaken) noch weitere taktische Komponenten gewinnen.

Neue Attacken lernen wir dynamisch im Spielverlauf. Kämpfen wir gegen einen Gegner, dessen Angriffe noch nicht zu unserem Repertoire gehören, so habe wir eine Chance darauf, diese schlicht von ihm abzuschauen. Jedoch ist es hierzu unbedingt nötig, den Kampf auch zu gewinnen.

Miteinander ebenso wie gegeneinander

Prinzipiell handelt es sich bei Absolver neben einem Kampfspiel auch um ein MMO. Im Hintergrund wird eine (bisher) seichte Story erzählt, der Fokus liegt klar darauf, sich durch die offene Welt zu prügeln. Dies können wir entweder gemeinsam mit anderen Spielern tun oder aber wir ziehen alleine los. Jedoch kann es immer wieder passieren, dass wir auf andere Personen treffen. Hier gilt es, ähnlich zu Survival-Titeln wie beispielsweise DayZ, mit Hilfe von Gesten zu kommunizieren und sich daraufhin entweder zu hauen oder aber in Frieden auseinander zu gehen. Ein Voice-Chat ist bisher leider noch nicht implementiert.

Absolver
Manchmal ist sich gegenseitig helfen die klügere Wahl.

Komplexer Prügler für anspruchsvolle Athleten

Absolver richtet sich an all jene Spieler, die ein komplexes Kampf-System suchen und Lust haben, sich im Einzelkampf mit Anderen zu messen. Hier bietet der Titel nicht nur ein wunderbar geeignetes System sondern auch saubere Technik und ein scheinbar gut balanciertes System. In der Anspielsession wirkten keine Attacken überpowered und die Steuerung geht nach einiger kurzer Zeit schnell in Fleisch und Blut über. Jedoch sollte einiges an Frustresistenz speziell für den Anfang mitgebracht werden. Weiter stellt sich die Frage nach dem Endgame, ein Thema bei dem vielen MMOs schließlich die Puste ausgeht.

Erscheinen wird Absolver bereits nächste Woche, am 29. August, für die PS4 sowie den PC.


The Swords of Ditto - Alle 100 Jahre grüßt die Hexe

Die The Legend of Zelda-Reihe stellt für viele Titel einen nicht zu unterschätzenden Einfluss dar und hat das gesamte Genre der Action-Adventures geprägt. Auch The Swords of Ditto aus dem Hause onebitbeyond zählt die Reihe rund um den Helden mit den spitzen Ohren und der grünen Zipfelmütze zu ihren Haupt-Einflüssen. Jedoch will das noch recht junge Team durch Elemente wie eine prozedural generierte Welt oder Permadeath die Grenzen des Genres aufbrechen. Ich hatte die Chance, den Titel auf der Gamescom anzuspielen.

Wake up

Der Anfang von The Swords of Ditto beginnt recht typisch: Wir erwachen an einem Strand und wissen nicht so direkt was vor sich geht. Jedoch wird relativ schnell klar, dass sich die Spielwelt in Gefahr befindet und so machen wir uns auf in die nächste Stadt, um das Schwert des Helden an uns zu nehmen. Geleitet werden wir hierbei von dem Mistkäfer Puko, der uns ähnlich wie die Fee Na'Vi immer wieder mit mehr oder weniger nützlichen Tipps zu Seite steht.

Der Clou am Schwert des mysteriösen Helden ist, dass es sich hierbei um uns selbst handelt. Nachdem wir entweder die böse Hexe Mormo erfolgreich bezwungen haben, oder aber unser Leben auf dem Weg dorthin verwirkt haben, vergehen 100 Jahre und wir können uns erneut auf die quasi ewig währende Mission begeben, unsere Insel als "Das Schwert von Ditto" zu retten.

The Swords of Ditto
An unserem eigenen Schrein beginnt die Reise von vorne.

Interessant ist neben der grundlegenden Mechanik, das Spiel quasi beliebig oft durchspielen zu können weiter auch die Tatsache, dass sich die (prozedural generierte Spielwelt) je nach dem Ausgang unseres letzten Durchgangs verändert. Sprich, wenn wir die Hexe in ihre Schranken weisen und die Insel retten können, erwartet uns eine weitaus weniger feindlich gesinnte Welt, als wenn wir bei unserer Mission versagen.

Waffen nicht aus dieser Welt

Während unsere Hauptwaffe natürlich das eingangs bereits erwähnte Schwert darstellt, können wir unseren Gegner auch mit zahlreichen anderen Utensilien das Leben schwer machen - diese passen nicht immer in die bunte, mittelalterliche Fantasy-Welt. So führen wir beispielsweise einen Bogen mit uns, oder können wir Bomben um uns schmeißen. Allerdings werden auch Schallplatten zu tödliche Wurfgeschossen oder wir können auf Knopfdruck einen riesigen Gorilla-Fuß aus dem Himmel kommen lassen, der unsere Feinde zermatscht. Ganz im Stil des großen Vorbilds können gewisse Gebiete erst erreicht oder bestimmte Rätsel nur gelöst werden, sobald ein hierfür gedachtes Item gefunden wurde.

The Swords of Ditto
Bei Bedarf erledigen übergroße Gorilla-Füße unsere Drecksarbeit.

Gefunden werden kann die neuen Ausrüstung in Dungeons, die uns nicht nur mit allerhand Feinden, sondern auch mit verschiedenen Rätseln versuchen, das Leben schwer zu machen. Ganz allgemein erinnern die Verliese auch nicht zu knapp an der Zelda-Serie. Es gilt Schalter-Rätsel zu lösen oder sich in Dungeons, in denen per magischem Kristall zwischen zwei Dimensionen gewechselt wird, zu merken, auf welchem Pfad sich die unsichtbare sichere Brücke befindet. Neben neuen Waffen und Fähigkeiten werden wir auch mit Stickern belohnt, die wir auf unsere Ausrüstung kleben können, um verschiedene Buffs zu erhalten.

Kindgerechter Knochenjob

The Swords of Ditto kommt optisch sehr kindgerecht daher, die Comic-Optik könnte direkt aus einer Cartoon-Serie des Mittagsprogramms entnommen worden sein. Auch Anleihen an beispielsweise der Cartoon Network-Serie Adventure Time lassen sich erkennen. Die Entwickler selbst sagen hierzu, dass der Einfluss solcher Formate nicht bei der Optik aufhört, sondern auch in anderen Punkten zu merken ist. So soll ihr Titel zwar auch für jüngere Spieler geeignet sein, jedoch gibt es einige Referenzen und Mechaniken, die sich erst in fortgeschrittenem Alter so richtig erkennen lassen und ihre volle Wirkung entfalten.

The Swords of Ditto
Es warten allerhand kuriose Charaktere.

Auch der Schwierigkeitsgrad dürfte nicht für jeden etwas sein, The Swords of Ditto kann stellenweise ordentlich knackig werden. Jedoch ist hier klar zu sagen, unfair wurde der Titel während der Anspielsession zu keinem Zeitpunkt. Wir können uns zwar frei in der Spielwelt bewegen und theoretisch auch direkt zu Mormo marschieren, jedoch zeigt uns das Spiel ganz klar anhand der Stärke der Gegner auf, ob wir uns nicht vielleicht doch vom aktuellen Gebiet fernhalten sollten.

Tag-Team-Action im Dungeon

Auf Wunsch kann The Swords of Ditto komplett im Koop-Modus gespielt werden. Dies bietet nicht nur den Vorteil, dass wir auf die selbe Menge an Gegnern treffen, dafür aber die doppelte Kampfeskraft verfügen, auch können Rätsel so entspannter gelöst werden oder der gefallene Freund durch eine kräftige Umarmung wieder ins Leben zurück geholt werden. Jedoch ist hier zu bedenken, dass die verbleibende Lebensenergie 50:50 zwischen den beiden aufgeteilt wird. Dementsprechend sollten immer genug Donuts, Burger oder Sushi-Teile im Gepäck sein, um die HP aufzufrischen.

The Swords of Ditto
Zusammen-Arbeiten ist bei den Rätseln nicht nötig, aber von Vorteil.

Der zweite Spieler kann sich jederzeit per einfachem Kopfdruck in das Spiel einklinken, ebenso schnell kann auch wieder ausgetreten werden. Durch die Spielzeit von circa zwei Stunden bei flottem Spielstil kann ein Durchlauf jedoch auch ohne weiteres in einer geselligen Couch-Coop-Sitzung absolviert werden.

Nicht nur für hungernde Zelda-Fans

Der immense Einfluss der Zelda-Reihe kann bei The Swords of Ditto an jeder Ecke gespürt werden. Die verwendeten Gameplay-Mechaniken wurden bereits so in Links diversen Abenteuern verwendet, auch die Animationen erinnern speziell an den Gameboy Advance-Ableger The Minish Cap. Wenn wir mit unserem Held gegen eine Wand rollen könnte das erschrockene Gesicht sowie der wuchtig Abpraller von dieser direkt von dem Spitzohr stammen.

Jedoch nimmt The Swords of Ditto die Mechaniken der Vorlage so gut, und setzt sie im eignen Spiel um, dass das dem Team kaum angekreidet werden kann. Durch die zusätzlichen Elemente, wie die generierte Spielwelt oder die interessante Permadeath-Umsetzung, bietet der Titel zudem einige eigene Elemente, die das Genre auflockern. Für alle Fans von Zelda, die nach Breath of the Wild auf dem Trockenen sitzen, dürfte The Swords of Ditto willkommenes Futter darstellen. Ebenso werden Genre-Fans auf ihre Kosten kommen.

Erscheinen soll der Titel Anfang 2018 für den PC sowie die PS4. Eine Umsetzung für die Nintendo Switch ist für die Entwickler zwar denkbar, aktuell aber aufgrund technischer Limitierungen nicht umsetzbar. Xbox-Spieler gehen laut Aussagen der Entwickler definitiv leer aus. 


Overwatch Animated Short - Rise and Shine

Overwatch Animated Short - Rise and Shine

Passend zur Gamescom 2017 hat Blizzard einen neuen animierten Kurzfilm zu Overwatch veröffentlicht.

Der Titel des knapp 10-minütigen Videos ist Rise and Shine (in der deutschen Version "Wintererwachen". Inhaltlich bekommen wir ein wenig Hintergrund zur Klimaforscherin Mei-Ling Zhou. Diese hat vor dem Zusammenbruch für Overwatch in der Station Ecopoint: Antarctica gearbeitet und dort Daten gesammelt. Während eines Schneesturmes wurde die Einrichtung aber von der Außenwelt abgeschnitten und sie hat das Ende von Overwatch im Kälteschlaf verbracht. Als einzige Überlebende erwacht sie irgendwann und muss feststellen, dass sich die Welt verändert hat. Während sie geschlafen hat, wurden aber weiter wichtige Daten gesammelt und diese müssen an die Öffentlichkeit. So macht sie sich dran, wieder Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen und knüpft dabei an ein ziemlich bekanntes Video an.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=8tjcm_kI0n0[/youtube]


Dragon Ball FighterZ

Dragon Ball FighterZ - Backenfutter für Fanherzen

Anime-Serien sind quasi wie geschaffen dafür, sie in Prügelspiel-Form zu verpacken und auf die glücklichen Fans loszulassen. Auch die ikonische Reihe Dragon Ball wurde bereits in der einen oder anderen Form verwurstet, mit Dragon Ball FighterZ steht nun der neueste Titel auf Basis der Lizenz im Ring. Auf der Gamescom 2017 hatte ich die Chance, den Titel etwas anzuspielen. 

Ein richtiges who is who

Bei der Kämpferriege sind natürlich die üblichen Verdächtigen wie Son Goku, Frieza, Trunks oder Piccolo verfügbar, jedoch wollen die Entwickler im Sinne der Balance auch weniger populäre Charaktere einbinden, um ein möglichst breites Spektrum bieten zu können. In der Anspielsession machten sich die Unterschiede deutlich bemerkbar, so ist der frisch angekündigte Glatzkopf Krillin wendig und setzt seinen Gegnern mit schnellen, leichten Attacken zu, während der behäbige rosa Kloß Boo sich etwas mehr Bedenkzeit für seine Angriffe nimmt. 

Steile Lernkurve

Das wichtigste bei einem Fighting Game ist natürlich das Kampfsystem selbst. Dieses ist im Fall von Dragon Ball FighterZ durchaus kompliziert und erfordert zum Einem Erfahrung im Genre selbst und zum Anderen eine gehörige Portion an Einarbeitungszeit. Viele Tasten sind doppelt und dreifach belegt, es gilt verschiedene Tasten-Kombinationen zu beherrschen, beispielsweise um einen Ki Charge auszuführen, durch welchen die Spezialangriffs-Leiste gefüllt wird. Angetreten wird jeweils in Dreier-Teams. So entsteht ein sehr flottes Gameplay, in dem die Expertise des Entwicklers Arc System Works (BlazBlue, Guilty Gear) deutlich zu spüren ist. Im Sekundentakt können wir unsere Mitstreiter für einen kurzen Unterstützungsschlag rufen, zwischen unseren Recken wechseln oder bei einer richtige Kombination sogar zu mächtigen Tag-Team-Angriffen ansetzen. 

Dragon Ball FighterZ
Android 18 wird bei gewissen Angriffen von Android 17 unterstützt.

Sobald die Steuerung einmal in Fleisch und Blut übergegangen ist, hauen wir unsere Gegner imposant durch die verschiedenen, an Schauplätze der Serie angelehnten Arenen. Hier kommt der Dragon Ball-typische Bombast zum tragen, bei jedem Tritt und jedem abgefeuerten Energieball ist die pure Kraft dahinter zu spüren. Bei den imposanten Spezial-Attacken kann es gar dazu kommen, dass die Kämpfer den aktuellen Planeten für kurze Zeit verlassen, um sich imposant aus dem Weltall auf den Boden der Tatsachen zurück zu schlagen. 

Sinnbefreite Zerstörung

Dragon Ball FighterZ zeigt die imposanten Gefechte in einer netten Cel Shading-Optik, die die Vorlage aller dargestellten Charaktere gut trifft. Der Sound kommt schön wuchtig ums Eck, jeder Schlag klatscht uns angenehm um die Ohren. Ein nettes Detail stellt die nach und nach eintretende Zerstörung der Arena dar, die sich jedoch lediglich auf die Optik beschränkt. Einwirkungen auf das Gameplay sind nicht zu spüren. 

Dragon Ball FighterZ
Die Story wird in voll animierten Szenen voran getrieben.

Für Fans besonders interessant dürfte der Umstand sein, dass es eine eigens für den Story-Modus geschriebene Geschichte innerhalb des Universums geben wird, die zwischen den Kämpfen in vollanimierten Sequenzen erzählt wird. Die Entwickler versprechen hier, dass sich der Titel wie ein interaktiver Dragon Ball-Film anfühlen wird, bei dem wir die Kämpfe selbst ausfechten. 

FIFA-inspirierte Online-Modi

Natürlich wird Dragon Ball FigherZ neben der Story-Kampagne sowie einem lokalen Versus-Modus auch über diverse Online-Modi verfügen. Auf diese können wir über die Online-Lobby zugreifen, die wie ein kleiner Ort aufgebaut ist, in dem wir uns mit unseren Avataren bewegen. Kommuniziert wird über verschiedene Emotes, ein Voice-Chat wurde bisher nicht implementiert. 

Dragon Ball FighterZ
Die für Dragon Ball typischen riesigen Explosionen finden sich auch in FighterZ.

Als Modi werden neben den üblichen 1-gegen1-Gefechten sowie einem Ranked-Modus zudem noch die Party-Variante geboten. In dieser kämpfen drei Spieler gegen drei Spieler, der Clou hierbei ist, dass jeder Spieler einen Charakter kontrolliert. Sobald ein Kämpfer ausgewechselt wird, wechselt auch der kontrollierende Spieler. Diese, entfernt an FIFA erinnernde, Variante dürfte in abgesprochenen Teams für eine Menge Spaß sowie interessante taktische Scharmützel sorgen, könnte bei zufällig zusammen gewürfelten Partien jedoch eher schwierig werden. 

Brachialer Prügler nicht nur für Fans

Dragon Ball FighterZ kommt sehr actiongeladen und hektisch daher, was nicht jedem Prügelspiel-Fan schmecken dürfte. Wer jedoch ein Faible für eben diese Mechanik hat oder aber großer Dragon Ball-Fan ist, der sollte FighterZ unbedingt im Auge behalten. Die Expertise der Entwickler sowohl in der Produktion so gearteter Titel, sowie in der Vorlage selbst, ist dem Titel deutlich anzumerken. 


Genesis Alpha One

Genesis Alpha One - Cloning Feature im Video

Die ehemaligen Worms-Macher Team 17 arbeiten seit geraumer Zeit an Genesis Alpha One. Im Zuge der Gamescom 2017 wurde nun ein neues Video zu dem Projekt veröffentlicht.

Genesis Alpha One soll ein Mischung aus Rouglike, First-Person-Shooter, Base-Bulidling und Survival werden. Laut dem Setting sieht die nahe Zukunft nicht wirklich rosig aus. Nachdem korrupte Regimes und Kapitalisten natürliche Ressourcen unkontrolliert verschwendet und die Umwelt verpestet haben, liegt der Planet in Trümmern. Wir werden als Captain der Genesis in das unerforschte und zufällig generierte All geschickt um eine neue Heimat für die menschliche DNA zu finden und so die Spezies vor der Auslöschung zu bewahren. Dazu müssen wir ein Schiff bauen und verwalten, Ressourcen sammeln, Aliens bekämpfen und Kreaturen klonen.

Um den letzten Punkt dreht sich auch das neuste Video. Wie wir erfahren, sammeln wir DNA und klonen damit verschiedene Lebewesen. Wir können aber auch die Gene unterschiedlicher Kreaturen kombinieren und so neue spezialisierte Wesen zu erschaffen.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=m3s_tlA6EQA[/youtube]

Genesis Alpha One soll 2018 für PC, Playstation 4 und XBox One erscheinen. Ein genaues Releasedatum ist leider nicht bekannt. 


Mittelerde Schatten des Krieges Machine Tribe

Mittelerde: Schatten des Krieges - Machine Tribe vorgestellt

Warner Bros. hat ein weiteres Video zu Mittelerde: Schatten des Krieges veröffentlicht. Dieses dreht sich um den Machine Tribe.

Nachdem letzte Woche der Terror Tribe vorgestellt wurde und wir gestern eine Vorschau auf die Monster im Nachfolger zu Schatten von Mordor bekommen haben, gibt es im heute veröffentlichten Video einen Blick auf den Machine Tribe. Alle Orks werden irgendeinem Stamm angehören. Die Mitglieder dieses nutzen, wie der Name vermuten lässt Technologie um Talion und Celebrimbor das Leben schwer zu machen. Laut Publisher sind die Orks des Stammes davon überzeugt, dass Mordor am Beginn einen Zeitalters steht, dass stark auf die technologischen Fortschritt und Industrialisierung setzt. 

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=9O-EDdJyUs8[/youtube]

Mittelerde: Schatten des Krieges wird wie der Vorgänger von Monolith Productions entwickelt. Das Rollenspiel soll am 10. Oktober dieses Jahres für PC, Playstation 4 und XBox One erscheinen.

Habt ihr Lust auf neue Abenteuer in Tolkiens Welt und wollt uns unterstützen, dann bestellt das Spiel doch über unseren Ref-Link. Ihr zahlt keinen Cent mehr, werft uns aber ein kleines Trinkgeld in den Hut. Danke!

Ob auf der Gamescom 2017 in Köln noch mehr zu Mittelerde: Schatten des Krieges bekannt gegeben wird oder was es sonst noch auf der Messe gibt, erfahrt ihr in den Pixelburg Instagram Storys.


ALDI life games

ALDI startet eigene Plattform für Videospiele

Auf ALDI life ist es schon seit geraumer Zeit möglich Musik und eBooks zu kaufen. Nun wird der Service um eine Sektion für Videospiele erweitert.

Passend zum Start der Gamescom 2017 launcht der Discounter mit ALDI life Games eine Plattform über die wir ab morgen dem 22.08.2017 Videospiele kaufen können. In Zusammenarbeit mit MEDION werden ALDI Nord und Süd dort laut eigenen Angaben Spiele von mehr als 100 Entwicklerstudios und Games-Publishern anbieten. Dabei werden nicht nur verschiedene Genres wie Action, Adventures, Simulation, Sport oder Strategie abgedeckt, das Angebot soll auch Plattform-übergreifend sein. Es wird also Angebote für Playstation, Xbox, Mac und den PC geben. Zum Start sollen unter anderem folgende Titel verfügbar sein: The Division, Watchdogs 2 und Anno 2205.

Wer schon ein Konto bei ALDI life hat, kann mit diesem auch die neue Games-Sektion nutzen. Bezahlt wird im Shop entweder online via PayPal und Kreditkarte oder mit Guthaben-Bons die in den Filialen des Discoutners erworben werden können. Nach dem Kauf bekommen wir einen Code, der dann am PC, MAC oder der jeweiligen Konsole eingelöst werden kann.