Helft Eyjay #SupportOurBro
Es wäre wahrscheinlich ein schöner Samstagmorgen geworden, an dem Eyjay und seine Freundin in aller Ruhe gefrühstückt hätten, um das Wochenende gebührend zu begrüßen…
Stattdessen wurden sie von einem Albtraum geweckt.
Panische Schreie vor dem Haus und wildes Sturmklingeln weckten Eyjay an diesem Samstag gerade noch rechtzeitig, denn sein Haus stand in Flammen.
Eyjay ist ein kleiner, aber sehr fleißiger YouTuber und Streamer, dessen Videos ich sehr genieße.
Wir kennen uns eine verhältnismäßig kurze Zeit und trotzdem habe ich meinen amerikanischen Freund im tiefen Süden Deutschlands sehr ins Herz geschlossen.
Als Eyjay aus dem Fenster schauen wollte, um zu sehen was auf der Straße los sein könnte, schlugen ihm schon die Flammen entgegen.
Gerade noch rechtzeitig konnten seine Freundin und er sich retten und mussten hilflos dabei zusehen, wie Eyjays Haus und seine gesamte Existenz den Flammen zum Opfer fielen.
Eyjay war der erste Gast in Kaffee mit Kon und auch ich war schon in mehreren seiner QuatschCasts zu Gast.
Eyjay ist nicht nur jederzeit zu einer Menge Spaß bereit, er ist bei jedem Thema hilfsbereit und wäre vermutlich einer der ersten, der mir sein Bett anbieten würde, wenn ich an seiner Stelle wäre.
Glücklicherweise geht es ihm und seiner Freundin gesundheitlich “gut”, aber Eyjay steht vor dem Scherbenhaufen, der noch letzte Woche seine Existenz gewesen ist und kann wahrscheinlich von keiner Versicherung Hilfe erwarten…
Danny hat eben paar Bilder geschickt :( #SupportOurBro pic.twitter.com/mMK1eMxGl1
— VoBe (@VolkerBonacker) March 23, 2015
Es ist an uns einem Freund, einem kleinen YouTuber oder “einem anderen Gamer” in der Zeit seiner größten Not unter die Arme zu greifen.
Hier könnt Ihr Eyjay direkt spenden.
Geld ist nicht die einzige Möglichkeit zu helfen - Ihr könnt auf Eyjay in Not aufmerksam machen, oder ihn mit Sachspenden jeder Art unterstützen…
Eyjay ist ein Freund der Pixelburg Redaktion - und wir wollen versuchen für ihn da zu sein.
Helft mit und versucht weiterzusagen, dass unser Kumpel – einer von uns – Hilfe braucht #SupportOurBro
Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der Eyjay hilft - egal wie viel, egal was.
Lest mehr zu Eyjay (Danny) und den Möglichkeiten, wie ihr helfen könnt auf Help Danny Get Back
Spendet direkt an Eyjay / Help Danny Get Back
Angespielt - Cities: Skylines
Alles begann mit dem Super Nintendo. Als ich in den frühen 90er Jahren das erste Sim City auf der Heimkonsole ausprobierte, war es um mich und die Städtebau-Simulationen geschehen. Damals hatte ich zwar noch keine Ahnung von Stadtstrukturen und Straßenführung, trotzdem ließ mich das Spiel nicht los. Über die Jahre folgten das großartige Sim City 2000, Sim City 3000 und Sim City 4. Ja sogar Sim City Societies hat irgendwie Spaß gemacht! Mit dem neuesten Sim City kam dann die große Enttäuschung: Online-Zwang, kaputte Server und winzige Maps waren nur die Spitze des Release-Debakel-Eisbergs. Städtebau war für mich gestorben!
https://www.youtube.com/watch?v=aqQ0fNy0KZU
Die Ankündigung von Cities: Skylines brachte neue Hoffnung. Schafft der Entwickler Colossal Order das, was jahrzehntelang niemand geglaubt hat? Schmeißt Cities: Skylines alle Sim Cities vom Genre-Thron? Überfällig wäre ein Machtwechsel bereits seit langem! Dass die Jungs wissen, wie Städte funktionieren, haben sie bereits mit Cities in Motion eindrucksvoll bewiesen. Doch wissen sie auch, wie man eine Stadt baut? Ich habe es ausprobiert!
Am Anfang war der Strom
Bevor wir mit dem Entwurf unserer ersten Stadt loslegen, müssen wir uns für eine Karte entscheiden. Neun davon bietet uns das Spiel an. Weitere können aber problem- und kostenlos über den Steam Workshop heruntergeladen werden. Wem das alles nicht passt, der kann auch seine eigene Karte im mitgelieferten Editor erstellen. Der Clou an den gigantischen Maps: Zu Beginn ist nur ein kleiner Teil von Ihnen bebaubar. Weitere Teile müssen im Verlauf des Spiels freigeschaltet werden. Wer jetzt Angst hat, dass Ihm schon vorher der Platz ausgeht, den kann ich beruhigen. Selbst der kleinste verfügbare Teil einer Skylines Karte ist größer als die gesamte Spielwelt in Sim City.
Die Anfangsphase von Cities: Skylines verläuft immer gleich. Haben wir uns für ein schönes Plätzchen innerhalb der Baugrenze entschieden, verlegen wir die ersten Straßen. An ihnen können dann Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete ausgezeichnet werden. Nach und nach zieht es dann Bewohner in unsere Stadt, die auf den genannten Gebieten die entsprechenden Gebäude errichten. Später können wir außerdem dichter besiedelte Gebiete oder gesonderte Büro-Zonen anlegen.

Kaum stehen die ersten Hütten unserer kleinen Stadt, stellen die Bewohner auch schon Forderungen: Strom und Wasser hätten sie gerne - verwöhntes Pack! Die Auswahl an Stromversorgern ist zu Beginn einer Runde sehr begrenzt, sodass wir lediglich zwischen einem Wind- und einem Kohlekraftwerk entscheiden können. Ersteres ist zwar relativ günstig, produziert dafür aber nur wenig Strom. Bei einer Flaute gehen außerdem in der ganzen Stadt die Lichter aus. Wir wählen daher das Kohlekraftwerk. Das ist zwar teuer, laut und verpestet die Umwelt, sorgt aber dafür aber zuverlässig für ausreichend Energie.
Fehlt noch das Wasser! Hier punktet Skylines mit einem ausgeklügelten System. Anstatt wahllos in der Stadt Wassertürme und Leitungen zu verteilen, greifen wir entweder auf ein benachbartes Gewässer zu, oder zapfen das Grundwasser an. Wir entscheiden uns für den anliegenden Fluss und setzen prompt eine Pumpe ans Ufer. Eine Infografik verrät uns daraufhin den Wasserstand des Flusses. Bauen wir an der selben Stelle weitere Pumpen, riskieren wir die Austrocknung des Wasserlaufs. Doch damit nicht genug! In Skylines geht es nicht nur darum für Frischwasser zu sorgen. Nein, auch das Abwasser will entsorgt werden. Dafür setzen wir neben unsere Pumpstation einfach noch ein Abwasserrohr um die gesammelte Brack-Suppe unserer Bewohner in den Fluss zu pumpen - Monty Burns lässt güßen. Dabei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten. Wer sein Abwasser nämlich vor der Entnahmestelle für Frischwasser entsorgt, riskiert Krankheiten und Unzufriedenheit. Ein weiser Bürgermeister beachtet daher stets die Fließrichtung der Gewässer.

Allgemein macht das Herumspielen mit dem kühlen Nass in Cities: Skylines viel Spaß. Im Editor lassen sich schnell und einfach malerische Flussläufe oder lange Sandstrände erstellen. Wer mag kann im späteren Spiel außerdem gigantische Staudämme bauen, die ganze Metropolen mit Strom versorgen - so lange sie nicht brechen!
Vom Weiler zur Metropole
Sind alle Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete mit Wasser versorgt, geht es direkt daran die nächsten Forderungen zu tilgen. Generell gilt es dabei den sogenannten Bodenrichtwert stets so hoch wie möglich zu halten. Das machen wir indem wir Parks bauen, für weniger Lärm und Schmutz sorgen und Zugang zu Bildungseinrichtungen ermöglichen. Außerdem errichten wir Feuerwehrzentralen, Kliniken und Polizeireviere. So erschaffen wir ein Gebiet mit hohem Bodenrichtwert und eine Umgebung in der man gerne lebt und arbeitet.
Cims (so heißen übrigens die Bewohner in Cities: Skylines), die sich in den beliebten Gebieten niederlassen errichten noch prachtvollere Gebäude. In gering besiedelten Wohngebieten entstehen so beispielsweise schicke Villen, wohingegen in der dichten Innenstadt riesige Wolkenkratzer in den Himmel ragen. Das sorgt nicht nur für einen schöneren Anblick der Stadt, solch hochstufige Gebäude spülen gleichzeitig mehr Steuern in die Stadtkasse.
Haben wir genügend Einwohner in unsere Stadt gelockt, erreichen wir den ersten Meilenstein. Dadurch schalten wir neue Gebäude, Dekorationen oder Richtlinien frei. Außerdem dürfen wir unsere Stadtgrenzen erweitern und neue Gebiete der Karte erschließen. Eine coole Idee, die immer wieder für neue Motivation sorgt.

Bei den genannten Richtlinien handelt es sich übrigens um eine Art Erlass. Mit einem Klick sorgen wir beispielsweise für kostenlosen Nahverkehr oder starten eine Bildungsinitiative. Skylines bietet viele solcher Verwaltungsoptionen. Neben den Richtlinien können wir verschiedene Gebäudetypen unterschiedlich hoch besteuern oder Industriegebiete spezialisieren.
Gut geplant ist halb gebaut
Verkehrsenthusiasten kommen beim Bau einer Stadt voll auf ihre Kosten. Egal ob Bus, Bahn, U-Bahn, Flugzeug oder Schiff: Skylines hat sie alle! Und das ist auch bitter nötig, denn wer nicht von vornherein plant und überlegt, riskiert spätestens ab 100000 Einwohnern den Verkehrsinfarkt. Das sorgt nicht nur für unzufriedene Cims, auch Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen erreichen dadurch Brennpunkte nicht mehr rechtzeitig.

Zum Glück gibt es eine übersichtliche Infokarte, die einem, neben vielen anderen Informationen, auch die Verkehrsdichte der einzelnen Straßen anzeigt. So kann man die Blechlawinen verhindern, bevor es zu spät ist. Dazu legt Skylines einem allerhand Werkzeuge in Form von unterschiedlichen Straßentypen in die Hand. So bauen wir unter anderem Stadtautobahnen, Kreisverkehre oder riesige Kleeblattkreuzungen.

Um den öffentlichen Nahverkehr kümmern wir uns nicht, indem wir wahllos Haltestellen in die Stadt pflanzen. Wer eine Buslinie errichten will, merkt sofort, dass hier die Macher von Cities in Motion am Werk waren. Haltestellen müssen gezielt in den unterschiedlichen Stadtvierteln platziert und anschließend miteinander verbunden werden. Ja sogar die Busse können den unterschiedlichen Linien nach eingefärbt werden. Das sieht nicht nur cool aus, sondern sorgt auch für eine bessere Übersicht im Großstadt-Getümmel.
Fazit
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber Cities: Skylines ist für mich mein neuer Genre-König beim Städte bauen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß seiner Stadt beim Wachsen zuzuschauen und dabei auf die verschiedenen Probleme einzugehen. Noch dazu sieht das Spiel toll aus! Zwar hätte ich mir noch einen Tag- und Nachtwechsel gewünscht, durch den grandiosen Mod-Support ist dieser aber wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit.

Ich kann jedem Genre-Fan nur wärmstens empfehlen, Skylines auszuprobieren! Das Spiel gibt's für 29,99€ entweder via Steam oder als Box-Version beim Händler Eures Vertrauens. Käufer der Box-Version erhalten fünf zusätzliche Gebäude, mit denen man die Stadt aufhübschen kann. Colossal Order ist übrigens fleißig dabei, das Spiel weiter auszubauen: erst kürzlich kündigte man einen kostenlosen DLC an, der den Bau von Tunneln ermöglicht. Auch ein Mehrspieler-Modus könnte laut dem Entwickler in ferner Zukunft noch implementiert werden.
Wenn Ihr Fragen zum Spiel habt, stellt Sie mir gerne in den Kommentaren. Viel Spaß beim Bauen und Planen!
Splitscreen: Borderlands: The Pre-Sequel
Ihr habt Bock auf rasante Action, derbe Sprüche, abgefahrene Charaktere und eine verrückte Story? Dann ist Borderlands: The Pre-Sequel genau das Richtige für Eure Zocker-Session!
https://www.youtube.com/watch?v=MnyeCZrRBt4
The Pre-Sequel vereint, wie bereits seine Vorgänger, das Shooter-Genre mit den besten Elementen eines Rollenspiels. Mit bis zu vier Spielern könnt Ihr auf der Xbox 360 oder Playstation 3 auf dem Mond für Verwüstung sorgen und miterleben wie Handsome Jack, der Oberschurke im Borderlands-Universum, so ein bitterböser Typ geworden ist. Dabei sammelt ihr haufenweise Loot und investiert Eure gesammelten Erfahrungspunkte in die verschiedensten Fähigkeiten.
Ihr habt noch nie ein Borderlands gespielt? Macht nichts! Die ersten beiden Teile sind zwar mindestens genauso spaßig wie The Pre-Sequel, um die Story zu verstehen jedoch keine Vorraussetzung.
Besonders cool am neuesten Teil ist, dass der Entwickler Gearbox die verfügbaren Fähigkeiten auf ein noch besseres Zusammenspiel zugeschnitten hat. Als Claptrap könnt Ihr so zum Beispiel ein High-Five von Eurem Kumpel anfordern, um daraufhin extra viel Schaden auszuteilen. Auch viele der Fahrzeuge sind wie gewohnt mit Schützen- und Beifahrersitzen ausgestattet, sodass einem Road-Trip über die Mondoberfläche theoretisch nichts im Wege steht.

Wer eine besonders große Portion Herausforderung sucht, der kann (nachdem er Stufe 50 erreicht und die Story beendet hat) sich in den Ultimate Vault Hunter Mode stürzen. Hier erwarten Euch die härtesten Gegner, aber dafür auch noch fettere Beute.

Ich muss gestehen, dass mir die Borderlands Reihe eine ganze Zeit lang fremd war. Irgendwann hat meine Freundin mir dann Borderlands 2 für die Xbox 360 vor die Nase gelegt und plötzlich war es um mich geschehen. Es folgten lange Nächte mit wenig Schlaf und vielen Energydrinks, denn genau wie The Pre-Sequel ist auch Borderlands 2 der reinste Zeitfresser. Überall warten Nebenquests, die es zu erledigen gilt. Man will ja schließlich noch dieses eine Level aufsteigen, um genau diese eine megacoole Fähigkeit freizuschalten!
Mit Borderlands: The Pre-Sequel verhielt es sich nicht anders: Gekauft, nur mal kurz reinschauen wollen ... durchgespielt. Gearbox hat hier eine Spieleserie erschaffen, die gemeinsam noch viel mehr Spaß macht, als allein.
Wenn Ihr also das nächste Mal mit Freunden vor der Konsole sitzt und nichts zu daddeln habt, denkt an Borderlands. Wem The Pre-Sequel noch zu teuer ist, der erhält die ersten beiden Teile (als Game of the Year Edition inkl. aller DLCs) bereits für kleines Geld. Es lohnt sich!
Titel: Borderlands: The Pre-Sequel
Entwickler: Gearbox Software (2K)
Genre: RPG-Shooter
Plattform: Playstation 3, Xbox 360, PC
Coop: bis zu 4 Spieler im Splitscreen (Konsole), bis zu 4 Spieler online oder über LAN
Spieldauer: ca. 20 Stunden
Preis: ca. 30€
Fazit: Witziger, zeitfressender RPG-Shooter. Pflichtprogramm für Splitscreen Ballersessions!
Nerdcube Gewinnspiel
Vor kurzem haben wir eine Review zum Nerdcube veröffentlicht, eine quadratische Box, die allerlei Goodies für Nerds beinhaltet.
Jetzt verlosen wir einen Nerdcube und schicken ihn direkt zu euch nach Hause! Das einzige, was ihr dafür tun müsst, ist eine Frage zu beantworten.
Die Gewinnspiel-Frage lautet:
René mag ein bestimmtes Kartenspiel. Tim und Kon wollen es aber nie mit René spielen.
Wie heißt dieses Kartenspiel?
Tipp: Schaut euch die Folgen aus PIXELBURG Staffel 2 auf YouTube an.
Sendet die richtige Antwort mit Vor- und Nachnamen und Eurer Adresse bis Sonntag, dem 22. Februar an gewinnspiel@pixelburg.tv.
Bitte beachtet unsere Teilnahmebedingungen.
Review: Nerdcube
Der Nerdcube bezeichnet sich als DAS ÜBERASCHUNGSPAKET FÜR ECHTE NERDS! Dieser beinhaltet fünf bis sechs Artikel mit Game-Culture Hintergrund und kommt für 33,33€ versandkostenfrei nach Hause. PIXELBURG hat einen Würfel zugeschickt bekommen, um ihn genau unter die Lupe zu nehmen. Ob sich diese Investition lohnt, oder ob sich nur Trödel im Karton befindet, erfahrt ihr hier!
Da sitze ich nun und habe einen Pappwürfel vor mir liegen, der eindeutig etwas in sich verbirgt, da es klappert, wenn man ihn schüttelt. Nur nicht zu sehr dran rütteln, sonst geht noch etwas kaputt!
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Ich fühle mich ein bisschen wie ein Siebenjähriger, der ein Überraschungsei von seiner Oma geschenkt bekommen hat. Nur in einem anderen Verhältnis.
Der Würfel ist weiß und hat ein schwarzes Muster an einigen Seiten. Schnell finde ich die Seite, an dem man ihn öffnen kann.
Ich bin Videospieler seit ich 4 Jahre alt bin. Damals hat mir meine Cousine ihren GameBoy Classic in die Hand gedrückt und mein Cousin hat mit mir Super Mario World gespielt. Ob ich mich selbst als Nerd bezeichnen würde, weiß ich nicht, allerdings habe ich ein Fable für Requisiten aller Art aus der Welt der Videospiele.
Nach dem langsamen Öffnen des Würfels hole ich das erste Goodie aus der Box. Ein Kartenspiel! Ich liebe Kartenspiele. Egal ob Durak mit einem normalen 36 Karten Deck oder aber Trading Cards wie Pokémon oder Magic: Ich habe irgendwie schonmal alles ausprobiert. Dieses Kartenspiel kenne ich allerdings noch nicht.
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Das Kartenspiel heißt The Spoils und sieht wirklich nett gemacht aus. In der Kartenbox befinden sich 5x39 Karten, davon sind einige holografisch und glänzen. Außerdem gibt es noch die Spieleanleitung dazu. Ich hatte leider noch keine Zeit, das Spiel auszuprobieren, werde mir aber Kon, Patty und Tim schnappen, um es zu testen. Hochwertig sieht es jedenfalls aus.
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Ich hole die nächste Pappschachtel aus dem Würfel. Es ist eine Tasse! Tim besitzt eine PacMan-Tasse, die durch Eingießen von einer heißen Flüssigkeit Symbole auf der Außenseite der Tasse erscheinen lässt. Anscheinend ist die Tasse aus dem Nerdcube exakt die gleiche Art von Tasse mit dem Unterschied, dass anstelle eines PacMan-Spielfeldes jetzt der Klassiker Tetris draufgedruckt ist. Cool! Reiht sich in die Tassensammlung ein, hab direkt draus getrunken.
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Für die Leckermäuler unter uns Videospielern ist eine bunte Packung Nerds von Willy Wonka dabei. Unglaublich süß, unglaublich sauer. Süß-Sauer sozusagen. Kleine Steine mit roter und grüner Farbe, die man sich in die Jackentasche stecken kann, wenn man zwischendurch Lust auf was Süßes hat. Würde man sich im Laden wohl eher nicht kaufen und zusätzlich führen recht wenige Supermärkte diese Art von Süßigkeiten.
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Da wir Nerds ja alle ungewaschene Pizza-Konsumenten sind, wurde auch für unsere Körperhygiene gesorgt: Ich finde eine gelbe Seife in PacMan-Form, aus der ein kleines Band zum Aufhängen herausguckt. Sieht cool aus, riecht ein bisschen nach Bahnhofklo, aber trotzdem hat sie mehr Flair als die Plastik-Seifenspender vom Discounter. Ich glaube, die stecke ich mir ein.
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Auch für die Leseratten gibt es etwas für die Abendlektüre vor dem Einschlafen: Markus Engelns, Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-Essen, hat über Inszeniertes Erzählen: Eine Typologie der narrativen Realisierung des Computerspiels promoviert. Von ihm ist das 43 seitige Heft "Aquaman Sucks!" beigelegt, das den Untertitel Spezialwissen und die Popularität der Superhelden trägt. Das Heft ist super für Zwischendurch und landet direkt in meinem Rucksack. Vielleicht kann ich ja demnächst mit Spezialwissen über Superhelden im Podcast punkten.
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Jetzt ist die Box leer. Ein schöner Würfel. Wofür kann man den benutzen? Entweder ich verschicke selbst etwas darin oder schmeiße ihn in den Müll. Doch dafür ist er irgendwie zu schade. Nach kurzem Überlegen fiel mir der perfekte Nutzen für den Nerdcube ein!
Jetzt steht er in meinem Schrank und beinhaltet folgendes: Den Nintendo GameCube, einen Controller, eine Memory Card und die dazugehörigen Kabel. Cool!
Fazit:
Der Nerdcube beinhaltet nicht unbedingt Gegenstände, die man wirklich braucht. Allerdings freut man sich doch über jedes einzelne Goodie, da alle einen Mehrwert haben. Die Tasse wird sicherlich lange überleben, meine Bahnfahrt wird durch ein Heft versüßt und in meiner Dusche hängt ein Stück PacMan-Seife.
Außerdem hätte ich ohne den Würfel wohl niemals von dem Kartenspiel erfahren. Bleibt abzuwarten, ob es auch Spaß macht!
Als Geburtstagsgeschenk eignet sich der Nerdcube somit wunderbar. Wer einfach Lust auf etwas Nervenkitzel und noch Platz in seinen Wohnzimmerregalen und -schränken hat, wird sicherlich auch etwas nettes im weißen Würfel vorfinden.
Splitscreen: LEGO Indiana Jones
Ja, ich weiß, man könnte an dieser Stelle jedes LEGO-Spiel nennen. Alle laufen nach dem gleichen Prinzip ab, machen im Koop-Modus doppelt so viel Spaß, wie sie allein zu spielen und sehen einfach knuffig aus. Zudem kommt der Nostalgiefaktor hinzu, der einen in das alte Kinderzimmer mit dem LEGO-Kasten versetzt.
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LEGO Indiana Jones war das erste LEGO-Spiel, was den Weg in meine XBOX 360 gefunden hat. Ich habe allein etwa 2-3 Level gespielt, bis ich es durch Kung-Fu Panda ersetzte (beide Spiele gab es damals im Bundle dazu). So richtig Spaß hatte ich mit keinem der Titel. Bis eines Tages eine Freundin zu Besuch kam, mit der ich etwas zocken wollte. Also probierten wir den Koop-Modus von LEGO Indiana Jones aus. "Ausprobieren" heißt in diesem Falle, dass wir das Spiel fast komplett an einem Stück durchgespielt haben!
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Man muss kein Indiana Jones- oder LEGO-Fan sein, um den Reiz des Spieles zu erkennen. Das ständige Klackern der Steine, die hübschen Level, die symphatischen Cutscenes, die kleinen Rätsel, die man nur zu zweit Lösen kann: All das macht LEGO Indiana Jones zu einem würdigen Koop-Spiel, dass zu zweit weit mehr Spaß macht, als im Singleplayer. Hinzu kommt, dass man immer neue Charaktere freischaltet, welche unterschiedliche Fähigkeiten haben. Das kommt der Sucht zu Gute!
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Entwickler TT-Games nutzt und verbessert natürlich viele der Spielmechaniken in den anderen LEGO-Spielen. Somit ist keines davon wirklich schlecht. An sich muss man sich nur für sein liebstes Setting entscheiden; Sei es als Superheld, als Zauberer in Hogwarts, als Hobbit oder als Jedi.
Titel: Lego Indiana Jones: The Original Adventure
Entwickler: TT Games
Genre: Puzzle / Action Adventure
Plattform: Playstation 2/3, Xbox 360, PSP, Wii, DS, PC, Mac OSX
Coop: 2 Spieler im dynamischen Splitscreen
Spieldauer: ca. 10 Stunden
Preis: 15-30€
Fazit: Spaßiger Koop-Modus mit vielen Rätseln, charmanter Optik und lustig inszenierter Cutscenes.
Sunset Overdrive
Als ich das erste mal von Sunset Overdrive gehört habe, wollte ich eigentlich nie wieder etwas von dem Spiel hören.
Microsoft hat in der Vorabvermarktung des Xbox One Exklusivtitels von Insomniac Games viel Wert darauf gelegt zu betonen, wie “witzig” und selbstironisch Sunset Overdrive sein würde.
Bis zu einem gewissen Maße trifft das zwar genau meinen Humor, doch auch nachdem ich das Spiel aus nächster Nähe sehen konnte, war ich nicht begeistert.
Nach knapp 15 Stunden Spielzeit, viel zu viel Lachen und vor allem nicht einer langweiligen Sekunde habe ich Sunset Overdrive erfolgreich abgeschlossen und bin unglaublich begeistert!
https://www.youtube.com/watch?v=s_LmilGAhaM
Das Spiel beginnt mit einer simplen, wie albernen Ausgangssituation:
Die Softdrink Firma “FizzCo” bringt Ihren neuen Energy Drink “Overcharge” in “Sunset City” auf den Markt. “Overcharge” verleiht anders, als “RedBull” keine Flügel, sondern macht seine Konsumenten zu Mutanten, die nichts Anderes, als “Overcharge” im Kopf haben.
Nachdem das Publikum in Sunset City mutiert ist und “FizzCo” ein PR-Debakel verhindern möchte, wird die Stadt kurzerhand isoliert und durch eine unsichtbare Mauer
(ja, es gibt wirklich eine unsichtbare Mauer - und das Spiel ist sich dessen zu 100% bewusst) und fiese Roboter vom Rest der Welt abgeschirmt.
Der Spieler findet sich also in einer Zombie-artigen Post-Apokalypse wieder, die nicht nur die Mutanten, sondern auch andere Menschen und fiese Roboter als Gegner bereit stellt.
Sunset Overdrive ist kein klassischer Third-Person-Shooter. Anders, als zum Beispiel Gears of War (auch ein Microsoft exklusives Spiel) legt Insomniac bei Sunset Overdrive viel Wert darauf, dass der Spieler sich nicht hinter Barrikaden, oder kniehohen Deckungen versteckt - er muss ständig in Bewegung sein.
Überirdische Stromleitungen, Autodächer, Sonnenschirme, Klimaanlagenlüftungen und noch vieles Mehr sind strategisch und inflationär in “Sunset City” verteilt, damit der Spielcharakter keinen Kontakt mit dem Boden haben muss und zu jederzeit in Bewegung ist.
Das schnelle Gameplay ist nicht perfekt, tut aber das, was es will sehr gut:
Es “zwingt” den Spieler in Bewegung zu bleiben. Durch das kombinieren von Sprüngen, Grinds und anderen Stunts während diverser Kampfsequenzen zählt ein Combo Counter immer weiter nach oben - und füllt die offene Welt so mit Blitzen, Funken und Musik.
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Es hat eine kurze Zeit gedauert, aber sobald ich verinnerlicht hatte, dass ich diesen Third-Person-Shooter anders spielen muss und meine Gesundheit und mein Schaden direkt von der Combo abhängig sind, hat mich nichts mehr an die Straßen von “Sunset City” gebunden.
Wie ein Irrer bin ich über die bunten Dächer der Stadt gesprungen und habe die Welt von oben in all seinen “flashy” Facetten genießen können.
Das Team hinter Sunset Overdrive besteht definitv aus einer Menge Punk Fans - denn das Spiel ist gefüllt mit Elementen aus der 90er-Jahre Punk Szene und schreit an allen Ecken “Subkultur”!
Insomniac kehrt nach dem misslungenen Experiment Fuse zurück zu albernen Waffen und bringt diese in einer genauso albernen Welt unter.
Sunset Overdrive präsentiert sich selber absolut glänzend.
Ab der ersten Minute wirkt es, wie ein interaktiv gewordenes Comicbuch, das gleichzeitig glitzernde Sammelkarten ausspuckt und dreckige Witze reißt.
An einigen Stellen musste ich mit den Augen rollen, aber je länger ich Sunset Overdrive gespielt habe, desto vertrauter schien das Spiel mit seiner eigenen Identität zu werden - und desto vertrauter wurde ich mit dem Spiel.
Die Ratchet & Clank Entwickler haben ihren Sinn für Blödeleien und eine witzige und gute Story über Fuse und Resistance nicht verloren.
Sunset Overdrive wirkt wie der perfekte Einstand für Insomniac auf den “neuen Konsolen”.
Schnelle Open-World Third-Person Action, gepaart mit einer witzigen Story und viel Punk sind vielleicht nicht der Kaufgrund für eine Xbox One - aber jeder Xbox One Besitzer sollte dieses Spiel in seiner Sammlung haben!
#3.2 Im DeLorean: Therapiestunden in Tristram
#3.2 Im DeLorean: Therapiestunden in Tristram
Hergehört Darkslayer97,
Level 70 Wirbelwind Barb. Die Zeiten des ahnungslosen Herumpropellerns sind vorbei. An diesem Tag gibt es eine Packung Bildung auf die Augen, die sich gewaschen hat. Oder besser - nicht gewaschen hat! Heute präsentiere ich dir schmutzigste Gamingkost aus dem entfernten Zeitalter des letzten Jahrtausends in dem Ebola noch BSE hieß, Benzin 70 Cent kostete und die Deutsche Bahn keinen Anlass brauchte nicht zu kommen. Nachdem ich im ersten Part mein menschenmöglichstes getan habe dich auf die Welt von Diablo einzustimmen, werde ich dir jetzt alles wieder kaputtmachen. Wenn dich also interessiert warum ich nur begrenzt empfehle diesen Titel aus seinem staubigen Grab zu befreien, warum Diablo 3 trotzdem von seinem Großvater lernen kann und was Deckard Cain so unter seiner Robe trägt, dann bleib dran und lass dich von den folgenden Zeilen beglücken.

Bier und Stockbrot am nostalgischen Fegefeuer
Es war eine kalte, eisige Silversternacht 1996 als der kleine Diablo das erste mal das Licht der Welt erblickte. Erbarmungslose Einsamkeit war sein Schicksal...zu Größerem sollte er bestimmt sein. Eine ganze Generation lichtscheuer Kellerasseln sollte er über Jahrzehnte begleiten, sie unterhalten und schlussendlich mit ihnen Geschichte schreiben. Doch wie jede Legende beginnt auch die von Diablo völlig unverhofft. In den 90er Jahren spross die Gamingwelt, kaum eine Zeit kann wohl besser als größter Umbruch der Spielelandschaft bezeichnet werden. Mit Konsolen wie dem Super Nintendo oder der Playstation 1 legten Sony und Nintendo den Grundstein eines Trends, dessen Ende noch heute, 20 Jahre später, kaum in Sicht ist. Videospiele wurden salonfähig, kaum jemand der heute in seinen 20ern oder 30ern steht kann behaupten völlig berührunslos an ihnen vorbeigekommen zu sein. Kinofilme mit Millionenbudget werden auf Basis von Computerspielen auf die Beine gestellt, Schauspiellegenden benennen ihre Kinder nach ihren digitalen Helden (R.I.P. Mr. Williams) und wenn ein Kevin Spacey nach getaner Arbeit im Weißen Haus seine Playstation an wirft, ist das schon lange keine nerdige Randerscheinung mehr.
Doch von all dem wusste ein Diablo nichts. Er wurde in eine Zeit des Unbekannten geboren. Eine Zeit in der ein Keim spross, dessen Ende selbst Benjamin Tabart nicht zu sehen vermocht hätte. 1996 galt das Rollenspielgenre in der westlichen Welt als tot. Zwar schwämmten viele Japano-RPG's durch Nintendo in den hiesigen Markt, jedoch wagte kaum ein ansässiger Entwickler sich an dieser komplexen und Ressourcen-intensiven Gamingkost. Man wollte Arcadige Titel produzieren, Super Mario einige Jahre zuvor war der glanzvolle Götze eines ganzen Industriezweiges. Doch wie so oft, schaffte es Blizzard mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit in eine Bresche zu stoßen, derer Potential sich im kollektiven Bewusstsein nur die wenigsten Gewahr waren. Toller Satz.
Doch war es wirklich Schwiegermutter Gaming's Liebling, der sich an jenem Silvester in Hemd und Schuh warf?
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=w44SmMFy5Dc[/youtube]
Aufarbeitung eines Traumas
Brutale Folter, widerlich dreinblickende Untote und endlose Scharen verdammter Seelen aus der Unterwelt. Was zunächst wie die neueste Staffel Supertalent klingt, war damals ein adäquates Mittel heranwachsende Buben wie mich zu unterhalten. FSK16 hatte man immerhin zur Hälfte schon erreicht, demnach durfte man auch die Hälfte des Contents spielen. Oder so. War ja nicht so, als hätte das eine Rolle gespielt - mit einem Geisteszustand der sich höflich als "Kacknoob" umschreiben ließ war nach 10 Minuten Spielzeit sowieso Feierabend. Zu diesem Zeitpunkt hatte man nach zahllosen Wipes und einigen verdrückten Krokodilstränen den ersten tückischen Goblin niedergestreckt, hielt sich für den Schlächter des Herren der Hölle selbst und konnte mit Stolz geschwällter Brust seiner Wege gehen.Wäre mein großer Bruder nicht gewesen, ich hätte nie von den blutigen Massakern und dämonischen Opferungen von Jünglingen tief unten in den Katakomben erfahren. Vielen dank dafür übrigens. Ich wollte sowieso nie wie die anderen Kinder sein.
Heute - 18 Jahre und eine handvoll Therapien später - blicke ich mit erhabener Adoleszenz zurück auf ein Gespenst meiner Kindheit und schwelge freudig in düsteren Erinnerungen. Denn mit einem furiosen Intro startet das Spiel und zeigt direkt, wo der Frosch seine Locken hat. Die grafische Rafinesse bewegt sich dabei vorallem gegen Ende hin irgendwo zwischen studentischer Render-WG und Pacman 3D, untermalt jedoch das einladende Ambiente einer osteuropäischen Hinterhofdisko. Es erinnert mich von seiner Inszenierung ein wenig an The Ring und hat zu seiner Zeit sicher die Vodoo Grafikkarten dieser Welt zum Glühen gebracht. In der Retrospektive gelingt es einem zwar schwerlich, den ein oder anderen Lacher über solch rudimentäre Tölpelei von Grafik zu unterdrücken - man fühlt jedoch auch heute noch die wirklich fiese Grundstimmung des gesamten Spiels.
Die anschließende Klassenauswahl ist zumindest im Grundspiel etwas überschaubarer als bei den neueren Teilen. Zunächst stehen einem Krieger, Jäger und Zauberer zur Verfügung. Mit dem Addon "Hellfire" kamen dann schließlich noch der Mönch, die Bardin und der Barbar dazu. Dass Letztere zu 2/3 den Skin der Originalklassen besitzen ist im Übrigen nicht zuletzt Blizzards Politik zu verdanken. 1997 gaben diese bei der Sierra Group ein Addon in Entwicklung - und erwarteten im selben Jahr noch dessen Veröffentlichung. It's done, when it pays off. Dieser etwas fade Beigeschmack bleibt heute rückblickend haften, entwürdigt jedoch nicht ein ansonsten interessantes Spiel. Doch um es mal in der Sprache von euch Juppie-Kids da draußen zu sagen:
Über Gedankenkopulation und Wanderburschen
Viel verpöhnt und oft stiefmütterlich behandelt wurde die gesamte geschichtliche Entwicklung der Diabloserie. Besonders Diablo 2 glänzte in meinen Augen wirklich mit einer stilistisch sehr ansehnlichen, erwachsenen Welt und einem Antagonisten, den man als Diablo 1 Anhänger noch in guter Erinnerung behalten hatte. Der dunkle Wanderer, dessen Zwischensequenzen sich durch den gesamten Plot des zweiten Teils ziehen, ist nämlich nichts anderes als der namenlose Hauptheld des ersten Teils. Diese Brücke zu schlagen war für mich als Spieler beider Titel ein Mindfuck der Extraklasse. Ich begab mich förmlich auf die Jagd nach einem Monster, das ich selbst geschaffen hatte. Umso interessanter war es heute mit all dem Wissen der Nachfolger wieder in die Welt einzutauchen, in der alles begann. Nichts unfassbar neues, nichts wirklich herausragendes, aber insgesamt einfach stimmig und rund mit dem kleinen Moment Genialität am Schluss.
Wer eine knappe Zusammenfassung der Geschehnisse des ersten Teils samt Atmo-Teaser genießen möchte, sei auf meinen Part 1 an dieser Stelle verwiesen. Stay a while and read it! Sofort!
Kein Applaus für Scheiße
Ja,...das Gameplay. Heute als Blizzards größte Stärke bekannt, verkommt in Diablo 1 zu einer sehr umständlichen, statischen, fast nervigen Anneinanderreihung von Dummheiten. Reicht schon, dass ihr das in meinen Texten ertragen müsst. Bei Diablo 1 bedeutet das aber wiederum ein Inventar, das permanent überladen ist, ein Einsatz von Zaubern, der zwar wirklich nützlich und schön anzusehen - aber über die vielen Zauberrollen zum Teil nur nervig ist. Als Krieger hat man im Nahkampf quasi ausnahmslos seinen Standardschlag im Einsatz. Der ist noch dazu am effektivsten, wenn man sich in Türrahmen stellt und einem Monster nach dem anderen den Loot aus dem Wanst knüppelt. Das wäre soweit okay, wenn es nicht an einigen Stellen der einzige Weg wäre gescheit durch eine Mobgruppe zu kommen ohne sich permanent durchsterben zu müssen. Man merkt dem Spiel an, dass es ursprünglich Rundenbasiert gedacht war und nachträglich eine Point&Click Steuerung aufgedrückt bekam. Resultat ist ein Kompromiss, der das Ganze zwar auch auf der Playstation 1 spielbar machte, aber einfach nicht ausgegoren wirkt. Trotz vieler wirklich guter Ansätze leider auch mein stärkstes Argument gegen den Wiederspielwert. Wirklich nur für sehr leidensfähige Gesellen da draußen. Vielleicht ist der Kacknoob in mir aber auch einfach nie verschwunden.
Was man dem Spiel jedoch lassen muss, ist der wirklich erkennbare Grundstock auf dem der Kassenschlager Diablo 2 aufbaut. Viele der Mechaniken sind in der Fortsetzung wiederzufinden, dazu gehören unter anderem die Schreine, die endlosen Fallen, zerstörbare Fässer und die ganze wirklich stimmige Soundkulisse. Auch der Drang zur Itemjagd ist spürbar schon vorhanden, wenn auch weniger ausgeprägt. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ein Multiplayer nie wirklich konsequent gefördert wurde und die meiste Zeit eher Beiwerk darstellte. Insgesamt wird man während des Spielens das Gefühl nicht los, sich in einer ärmeren, abgespeckteren Version der Fortsetzung zu befinden. Das mag vielleicht eine logische Weiterentwicklung darstellen, trägt aber nicht zum Verlangen des "Wieder ausgraben und durchzocken" bei. Schade eigentlich.

Ein Plädoyer für Dreck
Lasst mich einen Strich unter das Geschriebene machen: Auf der Seite der Schwächen und als klares Argument gegen einen Revival Abend vor der Playstation mit Frufo, Capri-Sonne und einem Gang durch die Pforten der Hölle des ersten Diablo-Teils spricht ganz klar das Gameplay. Nur die Tüchtigsten unter Euch werden es lange genug aushalten, als dass die positiven Eigenschaften des Spiels ihren Sog entwickeln könnten. Vieles ist nicht mehr zeitgemäß und der Schwierigkeitsgrad allgemein recht hoch. In den endlosen Gängen des Klosters, nach dem sich selbst die Limburger Bischöfe die Finger lecken würden, stellt sich doch recht schnell eine gewisse Eintönigkeit ein. Dafür weiß Blizzard jedoch für konstant dichte Atmosphäre zu sorgen. Und scheiße nochmal was für eine Atmosphäre! Alles ist so verdammt düster, brutal und man hat wirklich das Gefühl an jeder Ecke lauert jemand, der einen Ruckzuck aus den Lederslippern schlägt. Die Welt ist dreckig, bedrohlich aber irgendwie auch einfach gestrickt. Es versucht nicht mit zig verschiedenen Wendungen unglaublich tiefgründig zu wirken. An dieser Stelle sehe ich mich auch genötigt einen Blick Richtung Diablo 3 zu werfen. Denn all das sind Eigenschaften, die mir den dritten Teil trotz seiner handwerklichen Stärken zerstört haben. Heutzutage spielen sich die meisten Games und auch die Diablo-Serie viel runder, flüssiger, ohne langweilige Stimmungstiefs - aber sie haben zum Teil ihr Herz verloren. Vielleicht nicht nur trotz, sondern auch gerade weil sich nicht alles so locker runterspielen ließ findet man viele wirklich packende Spiele eher in den letzten Jahrzehnten, als im Jahre 2014.
Es gibt bei Leibe auch heute noch viele Titel, die diese Zeilen lügen strafen. Diablo an sich ist aber eines der Beispiele, wie aus einem stimmungsdichten Frustmarathon einer der flachen Effektbombasten von heute wurde. Es war wirklich nochmal spannend zu sehen, woher das Genre kommt und wohin es in den letzten 18 Jahren gegangen ist. Meine ganz persönliche Erkenntnis daraus: Weniger Tubbie-Schmusen, mehr Mut zu Dreck.
Alex
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#3.1 Im DeLorean: Stay a while and listen
Salve, Pixelbürger!
Wie ihr vielleicht schon richtig vermutet habt, dreht es sich heute um einen wirklichen Klassiker. Nicht im Sinne eines genialen Einzeltitels, viel mehr um einen etwas verkannten Auftakt einer der erfolgreichsten Videospielserien aller Zeiten. Die heutige Kolumne dreht sich voll und ganz um Diablo I. Dabei wird aber ein etwas anderer Wind durch diese ehrwürdigen Hallen wehen, denn der heutige erste Part sollte als Stimmungs- und Storyteaser verstanden werden. In den folgenden Zeilen versuche ich etwas von der Atmosphäre und der Faszination, die ich als Kind beim Spielen verspürt habe einzufangen und werde für jeden, der Diablo I verpasst hat die gesamte Handlung auf dieser Seite unterbringen. Es ist also eine etwas andere Dosis Ernst dahinter als gewohnt, sollte euch aber nicht abschrecken trotzdem weiterzulesen. Falls es euch gefällt, lasst einen Kommentar da, falls nicht - erst recht! Genug verbal vagabundiert, ich sag es mit den Worten eines ausnahmsweise stimmigen jungen Mannes:
Stay a while and listen.
Jede Nacht hörten sie Schreie aus dem verlassenen Kloster. Die meisten waren menschlichen Ursprunges. Die meisten. Immer wieder verschwinden Bürger des kleinen Dorfes und werden nie mehr gesehen. Niemand, der eine Alternative hatte, war geblieben. In den Straßen herrscht die Stille des Todes selbst. Als würde er sie nicht finden, wenn sie schwiegen. Eine lächerliche Hoffnung in Anbetracht der Schrecken, die uns alle erwartet.
Wer ihr seid? Was ihr in dieser gottverlassenen Gegend wollt? Stille. Ihr fallt in eine Szenerie, die kaum weiter erklärt wird, in einer Welt, die ihr nicht kennt. Ihr merkt aber sofort, dass ihr nicht zum Spaß hier seid. Die ganze Stadt wirkt befremdlich, alles ist düster und die Leute etwas zwielichtig. Ob nun der holzbeinige Glücksspieler Wirt, der Schmied Griswold oder Hexe Adria. Viele dieser Namen werden euch über viele Jahre begleiten und finden hier in Tristram ihren Anfang. Man erfährt zunächst aber vorallem viel Vages, wenig Konkretes. Die Stadt wurde wohl angegriffen, Lazarus - Vertrauter des ehemaligen Königs Leoric - hat einige Freiwillige zusammengerufen und sich mit ihnen auf die Suche nach dem verschwundenen Thronfolger gemacht. Er soll sich ausgerechnet in dem Kloster befinden, aus dem jede Nacht Schreie zu vernehmen sind. Mit Schweiß auf der Stirn steigt ihr als der namenlose Held hinab.
The sanctity of this place has been fouled.
Immer tiefer dringe ich in die Katakomben vor. Die fröstelnde Kälte zerrt an jeder Faser meines Körpers und leibt sich an meiner Wärme. Wäre es nur nicht so verflucht dunkel. Einzig die Fackel erleuchtet meinen Weg in diesen endlosen Gängen. Der modrige Geruch der Särge erfüllt die Luft mit beißendem Staub...doch ist es nicht das Tote, das mir Sorgen bereitet. Die Finsternis erwidert meine Blicke und....lacht.
Es war ein Fehler hier herunterzukommen. Ich sehe die Körper längst Gefallener nach mir greifen, ihre Knochen kratzen über die Steine und schreien nach Blut. Ihr rasselnder Atem begleitet mich. Meine Adern kochen, während sich die Taubheit der Kälte wie ein Mantel um meinen Körper legt. Wenn gleich ich die Orientierung längst verloren habe, so hoffe ich, dass wenigstens mein Geist einen Ausweg aus diesem Gefängnis findet.
Blut. Alles voller Blut. Inmitten ausgeweideter Körper erhob sich eine Bestie, die jeden Mann um mehrere Köpfe überragte. Aus der Stirn wuchsen Hörner, die ihr einzig der Teufel selbst geschenkt haben konnte. Mit dem riesigen Fleischerbeil trennte sie Gliedmaßen aus etwas, das ich nur noch schwer als Menschen identifizieren konnte. Ich hatte mich geirrt. Der Tod hatte nichts mit alldem hier zu tun. Er war nicht mehr als ein gnädiges Versprechen längst vergangener Tage. Die brennenden Höllen selbst haben ihre Klauen in diesen Ort getrieben und verspeisen jede Seele, die sie finden.
The warmth of life has entered my tomb.
Nachdem ihr dem blutigen Inferno des Butchers entkommen seid, erzählen euch die Bewohner der Stadt ein wenig mehr. König Leoric, ehemals der gutmütige Herrscher des Landes, hat sich nach dem Verschwinden seines Sohnes in ein unvorhersehbares Monster verwandelt. Im Glauben sie wüssten etwas über den Verbleib seines geliebten Zöglings ließ er mehr als die Hälfte aller Dorfbewohner Gefangen nehmen, quälen und hinrichten. Entsetzt von dieser Grausamkeit entschieden sich seine engsten Vertrauten dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten und töteten ihren Herren. Mit seinem letzten Atemzug verfluchte er alle Konspiranten und schwor ihnen, ihr Eid und Dienst würde sie bis in alle Dunkelheit verfolgen. Traurigerweise sollten seine Worte nicht folgenlos verhallen. Jeder seiner einstigen Gefolgsleute wurde zum Sklaven seiner Schreckensherrschaft über den Tod hinaus. Tief unter der Erde, in den Katakomben in denen er begraben wurde, sitzt er auf seinem knöchernen Thron und führt seine Untoten Schergen gegen die Lebenden. Es gibt nur einen der sich ihnen annehmen kann.
Dieses Land ist verdammt. Für jede Bestie, die ich niederstrecke scheinen drei neue aus ihren dreckigen Löchern zu schlüpfen. Leoric, einst das glänzende Licht in der Finsternis wurde korrumpiert und wirft monströse Schatten über alles, was sich ihm in den Weg stellt. Möge mein Leben verwoben sein mit dem Schicksal dieser Menschen und mein Schwert denen Erlösung bringen, die sich widersetzten. Entweder ich befreie diese Stadt und vernichte die Dunkelheit selbst...oder soll von ihr verschlungen werden.
Leorics überreste liegen zu euren Füßen und die Seelen seiner Untergebenen verlassen endlich dessen Knechtschaft. Doch bleibt auch der König nur eine Marionette in einem viel größeren Plan. Unter der Erde in den Tiefen des Klosters geht etwas vor, das weite Kreise zieht und einen uralten Krieg von neuem entfachen könnte. Folianten unheiliger Rituale liegen verborgen in den Mauern und erzählen Geschichten von einem andauernden Krieg zwischen den hohen Himmeln und den brennenden Höllen. Die drei großen Übel Diablo, Baal und Mephisto führen ihre Legionen gegen die Wesen des Lichts, die erbittert versuchen das mächtigste Artefakt der Schöpfung zu verteidigen - den Weltenstein. Dieser Weltenstein ist das diamantene Auge Arnu's, einem Wesen das lebte noch bevor die Zeit selbst existierte und Ausdruck allen Seins im Universum. Diese großen Übel traten in die Welt der Menschen und verwüsteten über Dekaden das Land bis es einem Bund aus Magiern, den Horadrim, gelang zwei von ihnen einzufangen und tief in der Wüste des Ostens zu begraben. Der Dritte, Diablo, floh in Richtung Westen wo er gestellt und ebenfalls in einen Seelenstein verbannt wurde. Versteckt im endlosen Labyrinth des Klosters in Tristram erhofften sich die Horadrim so einen andauernden Frieden. Die jüngsten Ereignisse sollten sie jedoch ein für allemal Lügen strafen.
Je tiefer ich in diese Hallen vordringe, desto mehr weicht die Kälte aus meinen Knochen und mit jeder Stufe hinab scheine ich mich mehr den Toren der Hölle selbst zu nähern. Keines der Geschöpfe, die sich mir in den Weg stellen, kann Gnade erwarten. Die Seelen der unzähligen Menschen dürsten nach Vergeltung. Und ich werde sie ihnen geben.
Your story ends here, betrayer.
Eure schlimmsten Befürchtungen scheinen immer blasser in Anbetracht dessen, was ihr in der Unterwelt erblickt. In den dunkelsten Ecken der Katakomben trefft ihr auf Lazarus, der zufrieden auf die Überreste eines Opfers auf seinem Altar blickt und euch mit lachender Stimme klar macht, dass ihr zu spät seid. Die Seele Diablos braucht den Wirt eines Unschuldigen, den er zunächst in seinem König gesucht hatte. Doch Leoric war zu stark, der schwache Geist des großen Übels hatte ihn nicht vollständig korrumpieren können und die leere menschliche Hülle schließlich in Wahnsinn zurückgelassen. Sein Sohn jedoch, Albrecht, war der perfekte Kandidat als fleischlicher Körper des dunklen Dämons. Er entführte ihn, versteckte ihn im Kloster und trieb die ahnungslosen Helfer tief unten in die Falle. Es bedurfte keiner weiteren Worte. Mit letzter Kraft streckt ihr den Verräter nieder und schickt seine Seele in die lodernden Flammen der Hölle, nach denen er sich zu Lebzeiten schon sehnte.
Er warf einen letzten Blick voll Verachtung auf den gefallenen Lazarus, dessen Gier nach Macht so viele Leben gekostet hatte. Kein Schmerz der Welt wäre Genugtuung, keine Qual ausgleichende Gerechtigkeit. Die Klinge seines Schwertes drang tief in den Brustkorb des Sterbenden und wurde erst von dem massiven Steinboden zu seinen Füßen gestoppt.
Das Röcheln erstarb und es senkte sich eine dumpfe Stille über die einst heiligen Gemäuer. Einzig ein rotes Rinnsal aus Blut plätscherte in die Geräuschlosigkeit. Mit einem Ruck zog er das Schwert aus dem toten Körper und befestigte es geistesabwesend an seinem Gürtel. Es gab nur noch eines zu tun.
Epilog - Lord of Terror
Schnell hebte und senkte sich sein Brustkorb. Der Schweiß lief ihm in Sturzbächen von der Stirn. Er sank auf die Knie und ließ das Schwert aus der zitternden Hand fallen. Es sackte kurz ab, blieb aber in dem Kadaver des roten Monstrums stecken. Während die gigantischen Pranken erschlafften und ihn fast unter sich begruben fiel auch sein Schild schließlich zu Boden. Ungläubig starrte er in Diablos tote Augen, die noch immer nichts von ihrem Schrecken verloren hatten. Jeden Moment rechnete er damit, dass eines der stachelbesetzten Körperteile zuckte und seinen Lebensfaden durchtrennen würde. Wie gebannt achtete er auf jede Regung - doch es geschah nichts. Seufzend ließ er sich nun vollständig auf den Boden fallen, griff zu einer der Glasphiolen an seinem Gurt und goss sich die rote Flüssigkeit in den Mund. Bitter brannte es in seiner Kehle und wurde immer unerträglicher, während sein Magen verkrampfte. Leider half dieses Gesöff bei allen Arten von Verletzungen, wenn man vom vollständigen Verlust der Geschmacksnerven absah. Schlagartig bäumte sich vor ihm der schuppenübersähte Koloss auf, wie an einem Haken an der Brust hochgezogen und alle Gliedmaßen von sich gestreckt. Ein markerschütternder Schrei erfüllte den Raum und brachte das Gefäß an seinen Lippen zum bärsten. Selbst der Stahl zu seinen Füßen begann bedrohlich zu vibrieren, als gleißendes Licht aus der Brust brach und ihm jede Sicht raubte. Um ihn herum tauchte die Welt in konturloses weiß. Fühlte sich so Sterben an? Als er die Augen wieder öffnen konnte blinzelte er auf den toten Körper eines einfachen Kindes,...Albrecht, der Seelenstein Diablos eingeschlagen zwischen seinen Augen. Die Facetten des roten Edelsteins brachen das sperrliche Licht der Fackeln. Das Spiel der Flammen auf seiner Oberfläche war auf seine eigene Art und Weise...faszinierend. Wie in Trance griff er danach, schnitt ihn sorgfältig aus der Stirn und betrachtete das Schauspiel. Niemals wieder darf dieses Artefakt in die falschen Hände geraten. Langsam wog er es von einer Hand zur anderen. So klein, so mächtig. Es würde niemandem gelingen die Kraft im Innern zu zügeln. Niemandem...außer... Die Spitze des schillernden Seelensteins fraß sich tief in seine Stirn und besiegelte damit nicht nur sein eigenes Schicksal.
Für immer.
Folge 88 - Zombie Fabrik
Nach heiner langen Diskussion über die aktuelle, politische Lage in Deutschland startet die Achtsundachzigste Folge des Pixelburg Podcasts (der beste Videospiel - Podcast der Welt) mit einem weiteren Gespräch über Destiny.
Mittellerde: Mordors Schatten ist auch in dieser Woche wieder ein wichtiges Thema bei Tim und Kon.
Kons Reise ins Weltall in Alien: Isolation war geprägt von gruseligen Begegnungen der Androiden Art.
The Evil Within, das neue Spiel von Resident Evil Macher Shinji Mikami schläfgt ein, wie eine Stacheldraht-Bombe und René hat auf seinem Handy Final Fantasy 3 gespielt und sich verliebt. Terra Battle war in der Zwischenzeit seine liebste Beschäftigung.
Podcast-Addon:


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