René zu Gast bei Press Select
Am vergangenen Sonntag war René bei Colin Gäbels Talkrunde Press Select zu Gast. Gemeinsam mit Thorsten Küchler, Gregor Kartsios und Daniel Schröckert diskutierte er über das Thema "Videospielskandale – Wie weit dürfen Videospiele gehen?".
Wer die Sendung auf www.rocketbeans.tv verpasst hat, kann sich die zweistündige Talkshow jetzt auf YouTube anschauen!
https://youtu.be/iNoNEituonE?list=PLsksxTH4pR3LZ4CPFFfWqZp2WMDAmd7Om
Außerdem erscheint jede Folge von Press Select auch als Podcast veröffentlicht.
Retro Games Show - Grim Fandango Remastered (1998/2015)
Retro Spiele sind für uns zeitlos. Ob eine Woche, oder zwei Jahrzehnte alt – es sind zwar Spiele aus der Vergangenheit, haben aber einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ob dieser berechtigt oder unberechtigt, gut oder schlecht ist sei erstmal dahingestellt. Uns wird immer wieder schmerzlich bewusst, dass wir viele "Klassiker" selbst noch gar nicht gespielt haben. Sei es aufgrund unseres Alters oder einfach aufgrund der fehlenden Zeit. Diesen Umstand wollen wir nun ändern.
In dieser Artikel-Reihe möchten wir uns gemeinsam mit Euch auf eine Reise in die Vergangenheit begeben. Wir wollen Spiele erleben, die ihrer Zeit voraus waren, die bis heute als Klassiker gelten und noch heute Einfluss auf die Entwicklung von Spielen nehmen. Was haben wir verpasst? Sind manche Spiele vielleicht zu Recht an uns vorbei gegangen? Und was uns brennend interessiert: Begeistern die Knaller von damals auch in der heutigen Zeit noch?
Die guten alten Point and Click-Adventures, wie sehr ich sie liebe und heutzutage auch vermisse! Nur wenige wirklich gute, spielbare Point and Clicks werden heute (meiner Meinung nach) noch produziert. Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung da aber nicht ganz alleine da und deshalb werden Remastered-Versionen alter Videospiele jetzt wieder en vogue. Und so hat es auch Grim Fandango, ehemals aus dem Hause LucasArts, der Adventure-Bude schlechthin, jetzt herausgegeben von Double Fine, in die Reihe der Remastered Titel geschafft. Der ein oder andere wird sich jetzt vielleicht gedacht haben: "So richtig retro ist das dann aber ja nicht!" - ich wäre da ganz bei Dir, wenn ich nicht der absoluten Überzeugung davon wäre, dass das Spiel einfach zu 95% komplett gleich aussieht wie damals. Die Leute von Double Fine haben es sich sehr leicht gemacht und gefühlt einfach mal so gut wie nichts verändert. Deshalb packe ich das Spiel so wie es ist mit gutem Gewissen in diese Rubrik, aber dazu gleich mehr.
Zu Beginn muss ich sagen, dass ich mir Grim Fandango Remastered nicht, wie es sich nach alter Point & Click Manier gehört hätte, für den PC, sondern für meine Playstation geholt habe. Das hing schlichtweg damit zusammen, dass es den Titel im Playstation Plus-Abo im Januar aktuell kostenlos zum Download gibt. Also dachte ich: "Geil! Ein Remake von einem der wenigen Klassiker, die ich damals nicht gespielt habe - auf gehts!". Dass mich der Titel so sehr enttäuschen würde, hatte ich allerdings nicht gedacht.
Long story short
In Grim Fandango spielen wir das Leben - oder besser: den Tod - von Manuel "Manny" Calavera, der als Verkäufer des DOD (Department of Death) im Reich der Toten festsitzt. Beim DOD landet man, wenn man im Leben nicht genug Gutes vollbracht hat und endet als eine Art Reisebegleiter, der an Verstorbene verschiedene Reisepakete ins Jenseits vertickt. Das macht man dann tagein, tagaus, bis man endlich genügend Credits gesammelt hat, um selbst die Reise ins Jenseits anzutreten. Manny gibt sich wirklich alle Mühe, steht aber immer im Schatten seines Kollegen Domino, der alle fabelhaften Kunden wegschnappt und für Manny nur noch die ganzen Nieten und Versager zurücklässt. Doch eines Tages trifft er auf die süße Mercedes und ihr plötzliches Verschwinden ändert alles für ihn. Er macht es sich zusammen mit dem Dämon Glottis zur Aufgabe, sie wieder zu finden und begibt sich damit Hals über Kopf in ein Abenteuer voller Zwielicht, Gier, Schwindeleien und Verrat.
Run, Manny, run!
Was mich erst nicht störte, dann aber immer lästiger wurde: Man bewegt sich mit Manny einfach unfassbar langsam durch die Spielwelt, komplett ohne Karte, Schnellreisepunkte oder Abkürzungen jeglicher Art. Früher war das vielleicht nicht so wichtig, aber heute strapazierte das schon die Grenzen meiner Geduld. Es gibt einige nervige Laufszenen, in denen man relativ weit vom einen zum anderen Bildschirmrand laufen, aber sonst original nichts anderes Sinnvolles tun kann. Wozu? Wozu gibt es die?! Hätte ich nicht einfach direkt an meinem Ziel ankommen können, nachdem ich gerade geschlagene zwei Minuten einmal quer durch die Hafenstadt Rubacava hin gelaufen bin und mich währenddessen zwei bis drei Mal verlaufen habe, weil ich mir die Wege nur schwer merken kann?! Womit wir auch gleich zum nächsten Mobilitäts-Kritikpunkt kommen: Das Design der Spielwelt. Wer auch immer der Meinung war, man könne sich in diesem Spiel mit tausenden von Verstrickungen zwischen verschiedenen Wegen, Pfaden, Räumen und Gebäuden sowohl in horizontaler als auch vertikaler Ebene ganz easy zurecht finden, hat sich schlichtweg geirrt! Auch nach den gut acht bis neun Stunden Spielzeit, die ich in dem Spiel bisher verbra(u)cht habe, kenne ich die richtigen Wege noch immer nicht. Ganz besonders problematisch wird es, wenn ich das Spiel mal ein paar Tage zur Seite gelegt habe und mich dann wieder dran setze - die Orientierung muss jedes Mal komplett neu hergestellt werden. Ich kann nur sagen: sehr, sehr, sehr mühsam.
Remastered? Ich seh' gar nichts!?
Aber kommen wir nun zum eigentlich größten Kritikpunkt an Grim Fandango Remastered: der Grafikqualität! Liegt es nur an mir oder hätte man da schon etwas mehr erwarten können?! Auf der Playstation hat man mit R3 die Möglichkeit von der Remastered Version auf die Originalversion umzuschalten. Als ich das das erste Mal gemacht habe, dachte ich wirklich zwei, drei Versuche lang, dass meine R3-Taste kaputt sei. Ich habe keine Veränderung gesehen, so sehr ich mich auch auf den Fernseher konzentrierte. Die Lösung fiel mir dann irgendwann auf: Double Fine hat die Hintergründe des Spiels einfach so gelassen, wie sie waren, sichtbar neu gemastert ist einzig und allein die Hauptfigur Manny, deren Aussehen sich mit R3 von glatt zu pixelig und andersrum verändert. Sonst nichts. Nichts! Ich hielt das für einen schlechten Scherz, es blieb aber in jeder anderen Spielszene gleich. Außer Manny (und ein paar besseren Licht- und Schattendarstellungen hier und dort) hat in diesem Spiel rein gar nichts den Titel "remastered" verdient.
Nett ist auch nur der kleine Bruder von...
Ich will aber mal nicht so sein. Es gibt auch ein paar Dinge im Spiel, die nett oder gar ganz gut sind. Die Story des Spiels ist mit viel Fantasie versehen. Die Charaktere haben nicht nur einen sonderbaren und doch etwas speziellere Charakter, sondern sehen auch zu großen Teilen sehr fantasievoll aus. Das Spiel ist gut synchronisiert, auch wenn ich den Dialogen persönlich nicht so viel abgewinnen kann. Die Komik ist allenfalls ganz nett, ebenso wie die Option den Audiokommentar der Entwickler per Knopfdruck ein- und ausschalten zu können. Weniger gut gelungen sind einige Elemente im Gameplay, genauer in der Bedienung: Es ist ein wenig mühsam, dass man sich durch das Inventar immer komplett durch "scrollen" muss, um einen Gegenstand auszuwählen. Es ist auch irgendwie nie klar, in welche Richtung man jetzt scrollen muss, um den kürzesten Weg zu einem Objekt zu wählen, da sich jedes Mal, wenn man etwas einsammelt, alle Objekte nach einer Regel zu ordnen scheinen, die mir bis jetzt noch nicht ganz klar geworden ist. Und ein weiterer Punkt, der zum Haare raufen war: Es gibt kein Autosave! Ja, es ist schön und gut nostalgische Gefühle wecken zu wollen, indem man so nah am Originalspiel bleibt, wie es geht... aber heutzutage, in Zeiten von Autosave und Checkpoints, speichert doch niemand mehr zwischendurch, das vergisst doch einfach jeder! Die einzigen Gefühle, die dann entstehen, wenn das Spiel mal wieder abstürzt (was es gerne mal getan hat), sind definitiv alles andere als schön oder nostalgisch...
Fazit
Alles in allem lässt mich Grim Fandango Remastered mit einem echt faden Beigeschmack zurück. Ja, es ist ein Klassiker. Und ja, ich finde, wenn man ein echter Adventure-Megafan ist und das Spiel bis heute noch nicht gespielt hat, sollte man das schon rein aus Prinzip nachholen. Allerdings sind mir die Dialoge zu flach, das Gamedesign und Gameplay zu umständlich und generell wirkt die Remastered-Version als solche auf mich einfach nur enttäuschend. Viel Geld würde ich dafür nicht ausgeben, zum Glück ist es jetzt im Januar noch kostenlos im Playstore erhältlich gewesen. Zusammenfassend kann ich sagen: Neben Titeln wie zum Beispiel "Monkey Island", das vor einiger Zeit ein überragendes Facelift bekommen hatte, sieht Grim Fandango im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur richtig alt aus. Schade.
Bilder: Double Fine Productions
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Fallout 4 Pip-Boy Edition Review
Bethesda Softworks meldet sich kurz vor dem Ende des Jahres mit Fallout 4 zurück. Ob die Pip-Boy Edition ihren Namen auch verdient hat, erfahrt ihr in dieser Review.
Als die ersten Bilder der Edition die Runde machten, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich bin Fallout Fan der ersten Stunde und habe etliche Stunden mit Fallout 1 und 2 verbracht. Dabei habe ich mir schon oft gewünscht, eine Replik des Pip-Boys mein Eigen zu nennen. Darum landete diese Fallout Special Edition auch im Warenkorb und letztendlich neben den anderen im Regal.
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Die Box macht einen sehr guten ersten Eindruck. Die Optik erinnert dabei an eine Munitionskiste und ist wirklich gut verarbeitet. An der Seite der Box befinden sich zwei kleine Hebel, mit denen der Deckel geöffnet werden kann. Im Inneren erwartet uns dann auch schon der Inhalt, der bei dieser Edition leider recht spärlich ausgefallen ist.
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Zuerst wäre hier das Steelbook zu nennen, welches zwar kein besonderes Artwork vorweisen kann, jedoch ist der Titel des Spiels per Prägung hier eingearbeitet worden, was ihn insgesamt hochwertiger aussehen lässt. Im Steelbook finden wir, neben einer Werbung für den Season Pass, noch ein Poster. Das Poster kommt auf sehr billigem Papier, in einem sehr kleinen Format und dazu noch mehrfach gefalltet. Hier hätte man sich wirklich mehr Mühe geben können, denn jeder Copyshop hätte das für ein paar Cents, besser und größer drucken können.
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Aber kommen wir nun zum Herz dieser Edition; der Pip-Boy Replik. Auf den Bildern könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Replik über einen eigenen Bildschirm verfügt. Aber anstatt eines Bildschirms, findet man eine Klappe, die dazu dient sein Smartphone einzubauen. Denn Fallout 4 hat eine App am Start, mit der man die Ingame-Funktionen des Pip-Boys auf der App abrufen kann. Hierfür ist die Replik aber nicht nötig und, um ehrlich zu sein, auch viel zu umständlich. Man könnte das Handy verrückterweise auch einfach neben sich liegen lassen.
Die Verarbeitung der Replik lässt leider etwas zu wünschen übrig und ich hatte mir wirklich mehr erhofft. Bis auf die Manschette und ein weiteres kleines Teil, ist der Rest aus sehr billigem Kunststoff gefertigt. Beim Testen der Replik, löste sich die Schaumstoffverkleidung im Inneren bereits ab und einer der Knöpfe kam dem Einrücken nicht wieder heraus. Bis auf ein paar kleine Drehschalter und einem beleuchteten Power-Knopf, gibt es aber kaum Interaktionsmöglichkeiten.
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Positiv anzumerken wäre aber noch, dass ein Ständer mitgeliefert wird, mit dem man die Replik sehr schön aufstellen kann.
Für 130€ bietet die Edition leider nicht genügend Inhalt und auch die Verarbeitung ist nur mittelmäßig ausgefallen. Deswegen kann ich leider keine definitive Kaufempfehlung aussprechen. Hardcore-Fans von Fallout werden aber wahrscheinlich trotzdem ihre Freude an der Box haben. Falls ihr noch eine Edition abgreifen wollt, solltet ihr euch noch etwas gedulden, denn bei Amazon ist sie bereits ausverkauft.
– Für weitere Bilder und ein Unboxing Video, schaut einfach auf meinem Blog www.epic-loot.de vorbei. –
Die besten Smartphonespiele der Redaktion
– Dieser Artikel wird gesponsored und unterstützt von BASE –
Renés Top 3
Terra Battle
https://youtu.be/tIpb-tkHeTM
Terra Battle ist ein Puzzle-Strategie Spiel aus dem Hause Mistwalker. Das Entwicklerstudio ist bekannt für Titel wie Lost Odyssey (Xbox 360) oder The Last Story (Wii). Vor einiger Zeit haben die Programmierer den Schritt auf die Smartphones gewagt und schlagen sich dabei ziemlich gut!
Auf einem rechteckigen Spielbrett muss der Spieler seine Kämpfer taktisch klug positionieren, um mit Angriffen und starken Kombos seine Gegner zu besiegen. Mit der Zeit kann man immer mehr Teammitglieder dazugewinnen, die stets andere Attacken oder Spezialfähigkeiten besitzen. Es gibt viele verschiedene Gegnertypen und Kampfstrategien, weshalb kein Spiel dem anderen gleicht. Für Fantasy-Fans und Strategieliebhaber ist Terra Battle genau das richtige Spiel für unterwegs!
Terra Battle im Google Play Store
Tower of Saviors
https://youtu.be/z8zz7svQV3s
Wie viel Zeit habe ich mit diesem Spiel verbracht. Eigentlich ist Tower of Saviors von madhead ein Klon vom damals japan-exklusiven Spiel Puzzle and Dragons. Da PaD leider nicht in Europa verfügbar war, habe ich mir Ersatz gesucht. Tower of Saviors ist ein Match 3 Puzzlespiel, in dem man sich ein Team aus Kreaturen zusammenstellt, die den Gegner immer dann angreifen, wenn die farblich passenden Steine miteinander kombiniert wurde. Dazu kommen Spezialattacken, die sich mit der Zeit aufladen und ein gut funktionierendes Level-System, in dem man verschiedene Monster miteinander fusionieren kann.
Das Spiel beinhaltet In-App-Käufe, diese sind aber nicht notwendig. Auch ohne Echtgeld bezahlen zu müssen, erhält man mit der Zeit immer bessere Monster oder Prämien, die den Spielspaß aufrecht erhalten.
Tower of Saviors im Google Play Store
Wayward Souls
https://youtu.be/_Atig_82tjc
Gibt es eigentlich ein Dark Souls Spiel für unterwegs? Genau das haben sich auch die Entwickler von Rocketcat gefragt. Also fackelten sie nicht lange und bescherten uns das 2D Action RPG Wayward Souls.
Nachdem man seinen Helden erstellt hat, erforscht man verschiedenste Dungeons und bekommt es mit sehr vielen knackigen Gegnern zu tun. Es gibt viele Items zu looten, viele Waffen zu finden und ein nettes Skillsystem. Wer Lust auf ein Action-Rollenspiel hat, kann sich Wayward Souls für einen schmalen Taler besorgen.
Wayward Souls im Google Play Store
Retro Games Show - Doom (1993)
Retro Spiele sind für uns zeitlos. Ob eine Woche, oder zwei Jahrzehnte alt – es sind zwar Spiele aus der Vergangenheit, haben aber einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ob dieser berechtigt oder unberechtigt, gut oder schlecht ist sei erstmal dahingestellt. Uns wird immer wieder schmerzlich bewusst, dass wir viele "Klassiker" selbst noch gar nicht gespielt haben. Sei es aufgrund unseres Alters oder einfach aufgrund der fehlenden Zeit. Diesen Umstand wollen wir nun ändern.
In dieser Artikel-Reihe möchten wir uns gemeinsam mit Euch auf eine Reise in die Vergangenheit begeben. Wir wollen Spiele erleben, die ihrer Zeit voraus waren, die bis heute als Klassiker gelten und noch heute Einfluss auf die Entwicklung von Spielen nehmen. Was haben wir verpasst? Sind manche Spiele vielleicht zu Recht an uns vorbei gegangen? Und was uns brennend interessiert: Begeistern die Knaller von damals auch in der heutigen Zeit noch?
Der Ego-Shooter. Kein Genre musste annähernd viele Hetzkampagnen über sich ergehen lassen, wie die bei vielen Leuten beliebten First-Person-Titel. Trotzdem haben die Ego-Shooter es geschafft, den Ruf als "Killerspiele" weitestgehend abzuschütteln und zu einer beliebten und geachteten Form des kompetitiven Wettstreits aufzusteigen. Die Call of Duty Championships füllen jährlich die Hallen und locken tausende Zuschauer vor die Bildschirme, Counter-Strike: Global Offensive stellt das Highlight der ESL One dar.
Die Pioniere der First-Person-Shooter waren natürlich deutlich bescheidener, an Online-Gefechte war 1993 noch nicht zu denken. In aber eben diesem Jahr erschien ein Meilenstein des Genres, der sowohl im Bereich Grafik als auch von der Geschwindigkeit des Gameplays her völlig neue Maßstäbe setzte: Doom. Wenige Monate nach Release auf den Index gesetzt, konnte der Titel in Deutschland lange Zeit nur unter der Ladentheke verkauft und somit auch auf keinen Fall öffentlich beworben werden. Seit 2011 können wir Doom wieder erwerben, beispielsweise als Ultimate Doom (sämtliche Level in einem Paket) auf Steam, wodurch wir auch in der heutigen Zeit noch Jagd auf fiese Dämonen und zombifizierte Marines machen können.
Aber macht das überhaupt noch Spaß? Ist Doom wirklich so schnell und ist die Grafik nicht schon arg in die Jahre gekommen? Dieser Frage bin ich auf den Grund gegangen. Natürlich bin auch ich verwöhnt von 1080p und 60fps. Mit Hilfe eines Freundes installierte ich zdoom und einen 1080p-Mod, das HUD wurde ganz geringfügig abgeändert, zudem wechselte ich auf einen von echten Gitarren eingerockten Soundtrack und dann wagte ich einen Sprung in die Vergangenheit. Mein Kumpel versicherte mir als Kenner des Originals, dass sich an der Spielerfahrung absolut nichts ändern würde. Soviel sei vorweg genommen: ich hatte durchgehend um die 800 Bilder pro Sekunde.

Die Story von Doom ist schnell erzählt und kann offen gesagt vernachlässigt werden. Wir schlüpfen in die Uniform eines Marines auf dem Mond Phobos, der sich aufgrund verschiedener fehlgeschlagener Experimente mit Höllenkreaturen herum schlagen muss. Durch die verbockten Tests öffnete sich ein Tor zur Unterwelt, durch das sich allerhand Dämonen und andere Kreaturen Zugang zu unserer Welt verschaffen konnten. Unser Ziel ist es natürlich, sie in die Schranken zu weisen.
Beim Spielstart haben wir die Wahl aus vier verschiedenen Episoden: Knee-Deep in the Dead, The Shores of Hell, Inferno oder Thy Flesh Consumed. Diese sind in kleinere Abschnitte unterteilt, mit welcher Episode wir beginnen steht uns von Beginn an frei. Bei den Schwierigkeitsgraden wurde mir empfohlen, direkt bei dem zweitschwersten einzusteigen, Ultra-Violence. Sonst fehle dem Spiel schlicht die Herausforderung. Nachfolgend eine Auflistung der Auswahlmöglichkeiten, von leicht nach schwer:
- I'm too young to die
- Hey, not to rough
- Hurt me plenty
- Ultra-Violence
- Nightmare
Ohne weitere Erklärungen oder Umschweife schmiss mich das Spiel unverzüglich ins Geschehen. Direkt bei Beginn fällt das hohe Tempo auf, gegen das jedes Call of Duty einpacken kann. Im ersten Raum gibt es die Möglichkeit, sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Bewegt wird sich genretypisch per WASD, die Maus kontrolliert die Sicht. Allerdings nur auf einer geraden Linie um 360 Grad, nach oben und unten schauen ist in Doom nicht möglich. Ebenso wenig kann gesprungen oder gar per Kimme und Korn gezielt werden. Sobald ich diese Umstände verinnerlicht hatte, wagte ich mich durch die erste elektrische Tür.

Im ersten Raum warteten direkt zwei verrückt gewordene Marines, die ein paar ordentliche Salven aus meiner Pistole zu spüren bekamen und sich schreiend zu Boden begaben. Ein Blick auf die Lebensanzeige verrät, zu leichtsinnig sollte nicht in einen Kampf gegangen werden, sonst sind die Lichter schnell aus. Das Ziel von Doom ist klassisch: töte oder werde getötet. Während wir uns Anfangs lediglich mit einer Pistole zur Wehr setzen können, werden uns später weitaus kräftigere Schießprügel in die virtuelle Hand gedrückt, wie zum Beispiel eine Shotgun oder gar eine Energiewaffe.
Doom spielt sich unglaublich schnell und ist speziell auf höherer Schwierigkeit knallhart. Wir müssen lernen, wo welcher Gegner lauert und welcher Dämon welches Verhaltensmuster an den Tag legt. In den sehr labyrinthmäßigen, aber stets gut designten, Levels sind überall Geheimräume versteckt, die durch das simple Drücken eines Schalters oder den Schuss auf die richtige Wand geöffnet werden. Sollten wir ein Geheimnis entdeckt haben, werden wir mit Munition, einer neuen Waffe oder Rüstung belohnt. Der treibende Soundtrack unterstützt das hohe Tempo perfekt und schon bald rannte ich von Raum zu Raum als hätte ich nie etwas anderes getan.
Grafisch ist Doom aus heutiger Sicht freilich nicht mehr taufrisch. Nachdem die Computer von 1993 bereits damit zu kämpfen hatten die Umgebung in 3D darzustellen, blieb nichts anderes übrig als die Gegner weiterhin als Sprites zu visualisieren. Diese bleiben aber nun mal auch in 1080p was sie sind: relativ simple 2D-Grafiken. Umso unterhaltsamer ist aus heutiger Sicht die damalige Entscheidung der BPjM Doom auf die Indizierungs-Liste zu setzen. Es sei zu gewalttätig, die Szenarien zu verstörend. Wenn wir das Spiel heute betrachten ist davon nicht mehr wirklich viel zu sehen. Natürlich fließt der rote Pixelsaft in Strömen, allerdings sind wir heutzutage schon weitaus Realistischerem begegnet.


Was aber noch heute so gut wie damals funktioniert ist die vom Spiel erzeugte Atmosphäre. Die Gegner sind allesamt extrem gut designt und ikonische Figuren wie der Imp oder der Cacodemon machen auch jetzt noch eine Menge her. Und wenn wir durch dunkle Gänge rennen, während der Soundtrack uns die Peitsche gibt und wir auf einmal von den flammenden Lost Souls umzingelt sind, dann melden sich die Nackenhaare zur Standing Ovation!
Wie also lautet mein Fazit zu Doom aus dem Jahre 1993? Es ist schlicht grandios und ein verdienter Meilenstein der Spielgeschichte. Sicher, ich erlebe es nicht zu 100 Prozent in seiner Urform. Und ja, aus heutiger Sicht sind wir technisch weitaus mehr gewöhnt. Aber was Doom heute wie damals schafft, ist ein unglaubliches Tempo aufzunehmen, während eine bedrohliche Atmosphäre geschaffen wird, die manch moderner Shooter nur zu gerne kreieren würde. Für jeden Genre-Freund kann ich also die uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, Phobos von dem Dämonen-Abschaum zu säubern, der den Mond so unsäglich heimsucht!
Wo ist Hideo Kojima?
Hideo Kojima, der Vater der Metal Gear Solid-Reihe, wird das Entwicklerstudio Konami verlassen. Dieser Umstand wurde vielfach dementiert, diskutiert aber schlussendlich doch bestätigt. Bereits seit geraumer Zeit ist bekannt, dass der Spieledesigner mit Metal Gear Solid 5 seinen letzten Titel innerhalb des Studios entworfen hat, auch seine Produktionsfirma Kojima Productions wurde mittlerweile aufgelöst. Um seinen zukünftigen Arbeitsplatz, sowie das finale Datum seines Ausscheidens aus Konami gab es verschiedenste Gerüchte, zuletzt dass er bei dem chinesischen Unternehmen Tencent anheuern könnte.
Wohin genau es den Mann mit den 1.000 Brillen genau verschlagen wird, ist bisher also noch unklar. Wie The New Yorker nun allerdings heraus gefunden haben will, hatte Kojima seinen letzten Arbeitsplatz bei der japanischen Firma aber bereits am 9. Oktober. Laut einem Insider, der es vorzieht anonym zu bleiben, wurde in den Räumlichkeiten von Kojima Productions eine sehr emotionale Zeremonie abgehalten, um die Entwicklerlegende zu verabschieden. Es waren eine Menge befreundeter Persönlichkeiten aus der Welt der Videospiele anwesend, während Konamis Präsident Hideki Hayakawa oder der CEO Sadaaki Kaneyoshi nirgendwo zu sehen waren.
Mit frischen Informationen zum neuen Arbeitsplatz von Hideo Kojima werden wir aber wohl erst im Dezember versorgt, bis dahin greift die Wettbewerbsklausel in seinem Vertrag laut The New Yorker noch. Gegensätzlich dazu steht nun die Aussage eines Repräsentanten von Konami, der Tokyo Sports gegenüber angab, Kojima sei noch offiziell bei dem Unternehmen angestellt. Er und sein Team seien nach der Fertigstellung von Metal Gear Solid 5 lediglich in einen längeren Urlaub gegangen. Zur oben erwähnten Abschiedszeremonie konnte der Sprecher lediglich folgende Aussage treffen:
Wir sind uns nicht sicher, was das genau war.
Nach einer langen Entwicklungszeit stelle sich natürlich ein gewisses Ermüdungsgefühl ein, weshalb ein langer Urlaub üblich wäre. Der Designer sei bei Konami immer noch als Angestellter gelistet. Ob dieser Urlaub nun bis zum Dezember geht und ob Kojima dann bereits eine neue Stelle hat, oder ob er tatsächlich schon nicht mehr Teil des Studios ist, wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen.
Welchen Weg Konami nun gehen werden ist ebenfalls unklar. Nach ursprünglichen Gerüchten, sie würden AAA-Titeln komplett den Rücken kehren und sich nur noch auf Mobile-Games konzentrieren, stritt die Firma diese Vorwürfe ab.
Quellen: Kotaku, The New Yorker
Metal Gear Solid V - The Phantom Pain Collector's Edition Review
Metal Gear Solid V - The Phantom Pain, wird leider das letzte Spiel der Serie von Hideo Kojima sein. Ob und wie Konami die Serie fortsetzen wird, steht dabei noch in den Sternen. Es gibt also mehr als einen Grund sich die Collector's Edition von Metal Gear Solid V - The Phantom Pain mal genauer anzuschauen.
Zuerst fällt auf, dass die Box mit einer Größe von 31 x 14 x 16 cm etwas kleiner ausfällt, als anfänglich erwartet. Sie ist jedoch tadellos verarbeitet worden und weist glücklicherweise keine der bekannten Produktionsfehler auf. Vor einigen Wochen hatte unter anderem der Online Händler Games-Only seine Kunden mit einem Facebook Post darauf aufmerksam gemacht, dass es zu Verspätungen kommen kann, da bei einer großen Menge der Boxen das "Diamond Dogs Emblem" gefehlt hatte. Zudem fehlen vor allem bei Boxen aus Kanada und Nordamerika die Codes der DLCs. Dies trifft aber nicht auf die Box aus dem Test zu.
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Das Prunkstück der Edition ist mit Sicherheit die bionische Armreplika von Snake. Sie ist in einem Maßstab von 1:2 gefertigt, 25 cm hoch, ca. 8 cm breit und 6 cm tief. Die Verarbeitung ist sehr sauber und auch die Lackierung ist qualitativ hochwertig, was man so eher selten in einer Collector's Edition sieht. Einzig die rote Farbe weicht etwas von den offiziellen Produktfotos im Netz ab und ist etwas heller ausgefallen.
Ein besonderes Gimick ist zudem, dass man den Arm und die Finger bewegen kann und somit unterschiedliche Posen möglich sind.![]()
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Wenn ihr wissen möchtet, was sonst noch alles in der Collector's Edition steckt, dann schaut doch mal auf meinem Blog www.epic-loot.de vorbei. Hier findet ihr außerdem ein Unboxing-Video und noch mehr Bilder.
Wo sind denn alle hin? ‒ Everybody's Gone to the Rapture
Das Entwicklerstudio The Chinese Room kommen ursprünglich aus der Modding Szene. Sie haben lange an Half Life 2- und Doom 3-Mods gebastelt, bis sie aus der HL2-Mod das Spiel Dear Esther gemacht haben. Daraufhin wurde direkt an Amnesia: A Machine for Pigs gearbeitet, nach dessen Fertigstellung der spirituelle Nachfolger zu Dear Esther entwickelt wurde. Dieser Nachfolger ist Everybody's Gone to the Rapture. Das Adventure sollte ursprünglich für den PC erscheinen, allerdings hat sich Sony Exklusivrechte für die Playstation 4 gesichert.
Story
Everybody's Gone to the Rapture spielt in einem kleinen Englischen Dorf namens Yaughton in Shropshire, das in fünf Gebiete unterteilt ist. Der erste Storyfetzen, der dem Spieler vor die Füße geworfen wird, spielt vor einer Sternenwarte. Man hört dem Ehepaar Dr. Katherine Collins und Dr. Stephen Appleton Boyles zu, die über eine besondere Entdeckung am Nachthimmel sprechen. Dass diese Entdeckung den Untergang der Menschheit darstellt, wissen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
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Da das Spiel von der Story lebt, wäre es fatal, irgendetwas davon zu spoilern. Das einzige, was der Spieler schnell bemerkt: Alle Menschen sind weg. Vögel liegen tot auf dem Boden, Häuser tragen ein Schild mit dem Hinweis "Quarantäne" und Häusertüren stehen einfach offen, sodass die Eigenheime problemlos betreten werden können.
Dennoch lernt man einige Charaktere kennen, die nicht durch ausmodellierte Charaktermodelle dargestellt werden, sondern aus geheimnisvollen Lichtpartikeln, die während einer Storysequenz die Personen abbilden. Somit hat man nie ein Gesicht vor Augen. Das hat irgendwie auch etwas Gutes: Man fantasiert während des Spielens herum, wie die einzelnen Menschen wohl aussehen mögen. Als Pluspunkt kann man diese Tatsache allerdings nicht bezeichnen.
Weshalb all die Menschen verschwunden sind und ob es eine Möglichkeit gibt, sie irgendwie zurück ins Dorf zu bringen, erfährt der Spieler bei einer Spielzeit 4-6 Stunden.
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Gameplay
Puh.
Es fällt mir schwer, bei den Mechaniken von EGttR von Gameplay zu sprechen. Dennoch ist es mehr als ein Film und ich weigere mich auch, dem Spiel das Gameplay abzusprechen. Man hat sehr wenige Interaktionsmöglichkeiten. Man kann durch die offene Spielwelt laufen, man kann Radios oder Telefone dazu bringen, Audiologs abzuspielen, man kann Türen und Tore öffnen. Trifft man auf einen Lichtkegel, muss der Spieler die Gyroskop-Steuerung des PS4-Controllers nutzen, um ihn hin und her zu bewegen. Irgendwann vibriert der Controller und die Lichtkugel formt sich zu einigen Personen, die dann ein wenig von der Story preisgeben. Okay. Die Benutzung des X-Buttons, um mit Radios und Türen zu interagieren verstehe ich ja noch. Aber WARUM ZUM TEUFEL sollte ich mich aus meiner bequemen Zocker-Position begeben und den Controller unkontrolliert nach links und rechts bewegen? Fühlt sich fast an wie Wii-Fit. Nur, dass sich die Lichtkugel sehr schnell geschlagen gibt und es somit unnötig wird, irgendwas mit dem Gyrossensor zu tun.
Was man vom Spiel nicht gesagt bekommt, ist: Man kann rennen. Die erste Spielstunde verbringt man eventuell noch mit dem langsamen Tempo seiner Spielfigur. Irgendwann nervt die Spitzengeschwindigkeit von 0,1km/h aber recht stark. Vor allem, weil man stets das Gefühl hat, irgendetwas noch nicht entdeckt zu haben und deshalb viele Strecken doppelt läuft. Deswegen mein Tipp: Schaut direkt alles durch.
Nach kurzer Recherche auf der Videospielseite meines Vertrauens konnte ich erleichtert feststellen, dass der R2-Trigger genutzt werden kann, um die Spielfigur etwas schneller durch die Spielwelt zu bewegen. Allerdings braucht die Trantüte locker 2 Sekunden, um auf Tempo zu kommen. Doch diesem Umstand kann ich auch etwas Gutes abgewinnen: Es passt halt unglaublich gut zur Atmosphäre (bzw. macht sie aus). Man soll halt nicht durchrushen. Man soll sich jeden Gegenstand anschauen, denn dieser liegt dort nicht ohne Grund. Und das habe ich dann auch getan.
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Schluss
Everybody's Gone to the Rapture ist ein sehr minimalistisches Spiel, das viel Wert auf Erzählung und Erkundung legt. Man fühlt sich sehr verlassen, hat sogar manchmal das Gefühl, ein Horror-Adventure zu spielen. Die Grafik macht einiges richtig, vor allem aus der Ferne betrachtet sehen die Gebiete unglaublich gut aus. Aus der Nähe fehlen dann doch ab und an ein paar Texturen.
Wer Lust auf ein sachtes, kaum herausforderndes Spiel mit einer sehr gut erzählten Story hat, wird mit EGttR sehr gut unterhalten. Durch die recht kurze Spielzeit sind die Gameplay-Mängel auch gut auszuhalten. Adventure-Fans werden Items und Rätsel vermissen, Action-Fans die Auseinandersetzung mit Gegnern und GTA-Fans die belebte Spielwelt.
Dennoch spreche ich meine Spielempfehlung aus, sei es aus ästhetischen oder erzählerischen Gründen.
Robin Hood trifft KI – Volume
Mike Bithell, den Macher von Volume kennt man bereits von seinem vorherigen Indie-Hit Thomas Was Alone. Dieses Spiel hatte etwas besonderes an sich. Zwar war das Gameplay nur das eines simplen Puzzle-Plattformers, jedoch machte das Zusammenspiel von simpler Grafik, griffiger Userführung, Musik, Story und Synchro das Spiel zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Mit Volume gehen Bithell und sein Team einen Schritt weiter.
Story
Die Grundthematik der künstlichen Intelligenz ist auch in Mike Bithells neuem Spiel zu finden.
In Volume spielt man als Rob Locksley, eine Art Robin Hood der paralllel-universischen Zukunft, der sich besonders in der Fähigkeit des Hackens, Schleichens und Stehlens zuhause fühlt.
Er hat den Auftrag ein Gerät aus dem Technologie-Konzern Gisborne Industries zu stehlen das auf den Namen Volume hört. Dieses Gerät soll essentieller Bestandteil eines militärischen Putsches sein, den es zu verhindern gilt.
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Eine weitere Besonderheit – Volume hat ein Bewusstsein. In Form von Alan, der künstlichen Intelligenz die einen im direkten Dialog mit Locksley durch die Geschichte des Spiel begleitet.
Während die beiden also gemeinsam durch den Bürokomplex schleichen, erfährt der Spieler immer mehr über Locksleys Motivation, seine Zweitexistenz als Let’s Player, Alans programmierte Persönlichkeit und vorallem über Guy Gisborne, den Gründer und CEO der Firma, der anscheinend die Herrschaft über England ergriffen hat.
Gameplay
Volume ist ein Stealth-Spiel aus einer isometrischen Perspektive. In über 100 Leveln soll Locksley nun schleichen, sich ducken, Daten sammeln und wieder verschwinden. Das Gebäude ist jedoch von KI-Wachen abgesichert, die umgangen werden müssen.
Dafür gibt es verschiedene Wege. Entweder man bleibt in den Schatten und außer Sichtweite, die sich durch die klare grafische Benutzerführung zweifelsfrei einschätzen lässt, oder man nutzt Gadgets und Ablenkungen um auch ohne direkte Deckung von A nach B zu kommen.
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Die Zahl der möglichen Hindernisse ist hoch. Die Wachen bewegen sich mal schneller und mal langsamer, haben eine geringere oder weitreichendere Sicht. Es gibt normale Pawns, aber auch Geschütztürme, Hunde oder Scharfschützen die einem das Leben erschweren können.
Locksley ist dabei in der Lage in Deckung zu gehen, sich hinter Türen zu verstecken, zur Ablenkung zu pfeifen oder eines der zahlreichen Gadgets zu benutzen. Dazu zählen der Bugle, der nach dem Werfen von den Wänden abprallt und bei der Landung ein verdächtiges Geräusch macht, der Mute, der alle Bewegungen für eine kurze Zeit lautlos von statten gehen lässt oder auch das Oddity, das so wunderlich aussieht, dass jede Wache es erst einmal begeistert in Augenschein nehmen muss.
Die Bewegung und die Abläufe in Volume sind erstaunlich klar und intuitiv. Die Bewegungsmuster der Wachen und des Spielcharakters lassen den Spieler schnell lernen, in welchen Intervallen Bewegungen sinnvoll sind und in welchen nicht.
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Ein Negativpunkt des Level-Designs sind die Checkpoints. Oftmals erreicht man diese auch auf der Flucht, nachdem man entdeckt wurde. Erledigt einen die Wache dann, startet das Spiel vom letzten Checkpoint erneut. Das Hindernis ist überwunden, obwohl die Aktion ein Fehlschlag war. Hier könnte man natürlich auch die gute Zugänglichkeit des Spieles loben, mir wäre ein härteres Durchgreifen gegen meine Schummeleien aber lieber gewesen.
Zu dem Ziel, alle Daten aus einem Level zu stehlen, kommt ein Zeitaspekt, der Volume einen kompetitiven Aspekt gibt, der abseits der Storyline für Motivation sorgt.
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Die Durchschnittszeit aller anderen Spieler für das Level? Die muss man ja wohl unterbieten können. Und außerdem möchte man eh an der Spitze der Weltrangliste für dieses Labyrinth stehen.
Schluss
Das Voice-Casting und die Dialoge von Volume sind grandios. Die Sprecher Charlie McDonnell (Locksley), Danny Wallace (Alan) und Oscar-Preisträger Andy Serkis (Gisborne) geben der Story das richtige Ambiente. Der britische Wortwitz von Bithell trieft förmlich aus jedem Satz und die subtile Sidestory via auffindbarer Daten-Reste (Emails, Suchhistorie, Browserverlauf von ehemaligen Mitarbeitern) geht ans Herz.
Ich hatte eine schöne Zeit mit Volume, wollte immer noch eine Runde weiter spielen und habe mich in die Charaktere verguckt. Das Gameplay hat begeistert und ich bin gespannt, was die Community mit der Zeit noch aus dem Level-Editor herausholt.
Volume ist für mich das Spiel des Monats. Jedoch ist das nicht meine Entscheidung, sondern eure!
Volume ist seit dem 18. August 2015 auf Steam und im Playstation Store erhältlich.
Stimmt ab für das Spiel des Monats!
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Alte Perlen rosten nicht - Playstation 3-Titel zum Nachholen
Seit November 2013 ist die Playstation 4 zu haben und erfreut sich bei den Spielern auch an großer Beliebtheit. Ging der Start noch etwas holprig voran, sind nach eineinhalb Jahren nun Geräte in ausreichender Stückzahl vorhanden und auch die Zahl der Exklusivtitel wächst mit jedem Monat.
Was bei all dieser Freude um neue, schicke Titel, die durch knackscharfe Grafiken, neue Marken oder alte Stärken auftrumpfen wollen aber oft vergessen wird, ist die Playstation 3. Denn auch auf der mittlerweile knapp neun Jahre alten Vorgängerkonsole läuft noch die eine oder andere Perle, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Sicher wird es von einigen Titeln Remakes oder "Definitive Editions" geben, meistens sind diese aber gar nicht nötig. Die PS3 verfügt über genug Saft um auch heute noch eine gute Figur zu machen.
Wir wollen uns nun auf einen Trip in die Vergangenheit begeben und einigen Exklusivtiteln für Sonys letzte Konsole noch einen Moment im Rampenlicht verschaffen. Denn nicht jeder hat bereits auf die aktuelle Generation aufgerüstet oder will vielleicht einfach nur erleben, was bisher an ihm vorbei gegangen ist. Sollte uns doch tatsächlich ein Spiel durch die Lappen gegangen sein, dass unbedingt in dieser Auflistung seinen Platz finden muss, so scheut nicht davor, uns sofort davon in Kenntnis zu setzen!
The Last of Us
Im Jahr 2011 wurde bei den Spike Video Game Awards mit The Last of Us ein neuer Titel des beliebten Studios Naughty Dog angekündigt, der direkt eine Menge Aufmerksamkeit auf sich zog. Kein Wunder, zeichneten sich die Entwickler bereits für Perlen wie Crash Bandicoot, Uncharted oder Jak and Daxter verantwortlich. Das Setting mit den Quasi-Zombies erfand zwar das Rad nicht neu, dafür versprach die Story aber emotionalen Tiefgang. Bei Release wurden wir nicht enttäuscht, die Präsentation in Form von Bild und Ton war, typisch für Naughty Dog, schlichtweg grandios und ließ so manchen Spieler vergessen, dass er vor einer sieben Jahre alten Konsole sitzt. Obwohl das Gameplay bei weitem nicht perfekt war, tat es was es sollte: die wunderschöne Geschichte um die beiden Protagonisten Joel und Elli zu tragen. Diese fesselt vor den Bildschirm und durch die überall verstreuten Überbleibsel der Welt, wie sie vor dem Ausbruch existierte ergibt sich eine Atmosphäre, die dichter nicht sein könnte.
Die Handlung ist zwanzig Jahre nach dem Ausbruch eines aggressiven parasitären Pilzes angesetzt, der Befallene zu hirn- und willenlosen Wesen werden lässt, deren einziges Ziel es ist ein Stück der lebenden Bevölkerung zu verspeisen. Zum Schutze der Gesellschaft wurden Quarantänezonen errichtet, die unter strenger militärischer Bewachung stehen. Eben dieser Umstand stößt der Widerstands-Gruppierung Fireflies sauer auf. Sie bitten den Schmuggler Joel das Mädchen Elli zu einem ihrer Stützpunkte zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen prügeln, schießen oder schleichen wir uns durch die wunderschön designte Spielwelt, die langsam aber sicher von der Natur zurück erobert wird.
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Demon's Souls
Die Dark-Souls-Reihe ist DIE Anlaufstelle im Videospielbereich für Masochisten. Nicht umsonst werden die Titel in "Prepare to Die"-Editionen neu veröffentlicht, denn der Tod ist ein elementarer Bestandteil des Gameplays. Die Ursprünge der Serie finden sich in dem PS3-exklusiven Demon's Souls. Im ersten Teil der Souls-Serie von From Software finden sich bereits viele bekannte Elemente, die so auch in späteren Ablegern zu finden sind.
Bei Demon's Souls handelt es sich um ein Action-Rollenspiel in einem düsteren Fantasy-Setting, bei dem es wichtig ist jeden Schritt voraus zu planen und das Movement der Gegner in- und auswendig zu kennen. Der hohe Schwierigkeitsgrad ist auch der Grund für die Beliebtheit. Während wir die teilweise sehr schön gestalteten Landschaften bewundern, lauert das virtuelle Ableben hinter jeder Ecke. So sind wir gezwungen uns immer aufmerksam zu bewegen und jede unserer Aktionen perfekt auf die aktuelle Situation abzustimmen. Diese Notwendigkeit, das Spiel fast schon besser als sich selbst zu kennen, wird von den Fans gleichermaßen geliebt und gefürchtet und ist der Grund für viele zerschmetterte Controller sowie Jubelschreie, wenn der Gegner nach dem unzähligsten Versuch nun endlich gelegt ist.
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God of War 3
Die Trilogie um Kratos ist nicht nur eine der brutalsten, sondern auch eine der besten Spieleserien, die es auf Sonys Playstation-Systemen gibt. Mit God of War 3 wurde sie zu einem krönenden Abschluss gebracht, der sowohl von der Technik als auch vom Gameplay her vollends überzeugen kann. Sicher, im Vergleich zu den ersten beiden Ablegern hat sich an der grundlegenden Mechanik nichts getan, das war aber auch nicht nötig.
God of War 3 setzt unmittelbar an dem Punkt an, an dem der zweite Teil endete: Wir, soll heißen Kratos, befinden uns auf dem Rücken des Titanen Gaia, die zusammen mit ihren Artgenossen unaufhörlich den Olymp erklimmt. Das Ziel ist nach wie vor Rache an Zeus. Um bis zu diesem Punkt zu kommen, zerlegen wir nicht nur Gegnerwelle um Gegnerwelle mit den lässigen Moves des Halbgottes, auch die eine oder andere griechische Gottheit muss sich unseren Klingen stellen. Die Grafik zeigt, wozu die PS3 in der Lage ist und wie immer sind die Bosskämpfe bombastisch inszeniert. Im Laufe des Spiels erhalten wir von den erledigten Charakteren diverse neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände, die wir wie gewohnt mit Orbs aufwerten können. Jede Waffe verfügt über ihr eigenes Move-Set und spielt sich sehr individuell, so dass über die gesamte Spielzeit absolut keine Langeweile aufkommt.
Wer die Vorgänger verpasst hat, dem sei übrigens die "God of War Collection" an's Herz gelegt, die Teil eins und zwei als HD-Remake für die Playstation 3 beinhaltet. Für Fans der Reihe ist God of War - Ascension ebenfalls einen Blick wert, jedoch erreicht dieses leider nicht die Qualität der Hauptreihe.
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Heavy Rain
Exklusivtitel mit großartig erzählten Geschichten scheinen auf der PS3 sehr gefragt gewesen zu sein. Heavy Rain hob diesen Trend auf ein komplett neues Level, indem es die Story davon abhängig machte, wie wir uns entscheiden. So konnten wir einen Krimi, ein Drama oder einen Thriller erleben. Das Gameplay ist mit seinen ellenlangen Quick-Time-Events leider etwas arg nervig, dafür macht die großartige Inszenierung sowie der hohe Wiederspielwert, der dem direkten Einfluss unserer Entscheidungen geschuldet ist, die Kritikpunkte mehr als wett.
Wir schlüpfen in die Rolle von insgesamt vier Charakteren, deren Handlungsstränge sich irgendwann im Spielverlauf kreuzen. Konkret steuern wir in Heavy Rain einen der nachfolgenden Protagonisten:
- Ethan Mars, ein Architekt, dessen Sohn vom Origami-Killer entführt wurde.
- Madison Paige, eine Journalistin, die eigene Ermittlungen gegen den Mörder führt.
- Norman Jayden, ein Profiler, der die Polizei bei ihrer Suche unterstützt.
- Scott Shelby, ein Privatdetektiv, der ebenfalls Jagd auf den Killer macht.
Das Schicksal aller Figuren ist in einer Weise mit dem mysteriösen Origami-Killer verbunden, der in einer nicht genau definierten amerikanischen Großstadt sein Unwesen treibt. Seinen Namen trägt er, weil seine Morde stets nach einem gewissen Schema ablaufen: ein Junge verschwindet und wird wenige Tage später tot in der Nähe von Eisenbahnschienen gefunden. Die Gesichter der Opfer sind mit Schmutz bedeckt, auf der Brust liegt eine Orchidee und in der Hand halten sie eine Origami-Figur.
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Infamous 1 & 2
Mit Infamous bewies das Studio Sucker Punch, dass es neben eher niedlich gehaltenen Jump-and-Runs, wie der Sly Cooper-Reihe auch gute Action-Adventures entwickeln kann. In beiden Teilen der Reihe schlüpfen wir in die Haut des Fahrradkuriers Cole MacGrath, der sich blöderweise im Zentrum einer gewaltigen Explosion aufhielt, die einen großen Teil der fiktiven Stadt Empire City zerstörte. Glücklicherweise überlebte MacGrath und bekam als Extra noch elektrische Superkräfte spendiert.
Zugegeben, die Story von Infamous ist nichts weiter als 08/15-Superheldenstoff, allerdings muss das nicht zwangsläufig negativ gesehen werden. Wir können uns komplett frei durch die Stadt bewegen, wobei die gelungene Klettermechanik enorm weiterhilft. Interessant ist auch die Wahl, auf welche Weise wir unsere Kräfte einsetzen: durch das eingebaute Karma-System werden wir stetig vor die Entscheidung gestellt, ob wir den guten oder den bösen Weg einschlagen wollen. Basierend auf unseren Entscheidungen verändert sich auch die Spielwelt sowie die Reaktion einzelner Charaktere auf uns. Im Laufe des Spiels steigen wir immer weiter Stufen auf, wodurch wir neue Fähigkeiten wie beispielsweise Schockgranaten erlernen oder ausbauen können. Der zweite Teil setzt nahtlos an der Story von Teil 1 an und kann mit eben den selben Stärken im Gameplay auftrumpfen.
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Killzone 2 & 3
Der erste Teil der beliebten Killzone-Reihe erschien noch auf der Playstation 2, Teil 2 & 3 kamen dann für die PS3. Nicht nur, dass sie optisch einiges an Verbesserungen erfahren durften und einen wahren Augenschmaus darstellen, auch ein sehr guter Multiplayer-Modus wurde spendiert. So konnten die First-Person-Shooter eine große Fanbase aufbauen, die sich immer wieder in die packenden Schlachten gegen die Helghast stürzt.
In beiden Teilen der PS3-Ableger schlüpfen wir in die Haut des Soldaten Tomas „Sev“ Sevchenko der zusammen mit seinem Trupp den Heimatplaneten der Helghast, Helghan, angreift. Kam Killzone 2 noch mit überwiegend urbanen Schauplätzen daher, die oftmals sehr stark grau in grau gehalten waren, verschlägt es uns in Killzone 3 auch oft in die Flora und Fauna des fremden Planeten. Das Killzone-typische Spielgefühl, das sich, im Vergleich zu anderen Shootern wie Call of Duty, oftmals etwas schwer anfühlt, mag nicht jedem liegen, wer sich aber darauf einlässt erhält eine actiongeladene Reihe, die sich in Sachen Bombast und Inszenierung hinter niemanden verstecken muss.
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Metal Gear Solid 4
Die Metal Gear Solid-Reihe ist seit dem erstem Teil auf der Playstation 1 ein Zugpferd für Sonys Konsolen. Die Stealth-Titel rund um den namensgebenden Solid Snake glänzen nicht nur durch kreative Gameplayelemente und technisch einwandfreie Präsentation, sondern auch durch briliant geschnittene und cineastisch in Szene gesetzte Zwischensequenzen. Die Story benötigt zwar genaues Aufpassen und ist so verworren wie die Gehirnwindungen so mancher Charaktere des Franchises, spielt dafür aber auch in einer komplett eigenen Liga.
[su_spoiler title="Chronologie der Meta-Gear-Solid-Storyline" style="simple"]
1964 – Snake Eater
1970 – Portable Ops
1974 – Peace Walker
1975 – Ground Zeroes
1984 – The Phantom Pain
1995 – Metal Gear
1999 – Solid Snake
2005 – Metal Gear Solid
2007/09 – Sons of Liberty
2014 – Guns of the Patriots
2016/18 – Rising: Revengeance[/su_spoiler]
Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots bildet da keine Ausnahme. Ein deutlich ergrauter Snake begibt sich auf seine scheinbar letzte Mission in das Kriegsgebiet des nahen Ostens, wo Liquid Snake vermutet wird. Dabei muss er sich unter Anderem mit den PMCs (Private Military Companies) auseinandersetzen, deren Soldaten mit Nanomaschinen ausgerüstet sind, um einige zusätzliche Fähigkeiten zu erhalten. Als Neuigkeit fungiert der Waffenhändler Drebin, bei dem wir Ausrüstung und Waffen erwerben können.
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Uncharted 1, 2 & 3
Mit dem auf der PS3 gestarteten Uncharted-Franchise befindet sich eine weitere Schöpfung des Studios Naughty Dog in unserer Liste. Kein Wunder, handelt es sich bei den Abenteuern des Protagonisten Nathan Drake um Popcorn-Kino in Reinkultur. Als männliche Lara Croft springt, boxt und schießt er sich quer durch die gesamte Welt, kein Dschungel, keine Stadt und keine antike Ruine ist vor ihm sicher. Die Schauplätze der drei Serienableger sind abwechslungsreich und vielseitig, zumindest wenn Teil 1 eingeklammert wird, der hauptsächlich in den Sumpfgebieten des Amazonas spielt.
In den drei Uncharted-Teilen werden verschiedenste Gameplay-Elemente gemischt, die im großen Gesamtbild erstklassige Action-Adventures bilden. Ob wir uns in ein Museum in Istanbul schleichen, an den Fassaden Nepals klettern oder uns mitten in der Wüste hitzige Feuergefechte liefern, alles fügt sich perfekt zu einem Gesamtbild zusammen. Die Story würde Indiana Jones neidisch machen, auch wenn sie bisweilen arg kitschig geschrieben ist. Technisch gibt es absolut nichts zu meckern.
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Honorable Mentions:
Selbstverständlich gibt es noch einige Titel, die einen Platz in unserer Liste verdient haben. Leider ist es nicht möglich, jedes einzelne Spiel mit einem Text zu bedenken, aber die nachfolgenden Perlen sollten trotzdem eine kurze Erwähnung finden.
Little Big Planet
Mit Little Big Planet wurde eindrucksvoll bewiesen, dass 2D-Plattformer nicht tot sind. Lange Zeit galt das Hüpfspiel rund um den sympatischen Sackboy als Aushängeschild der Konsole, was nicht zuletzt dem mehr als umfangreichen Editor geschuldet war, an dem die Community sich immer noch nach Herzenslust austobt und die verrücktesten Level kreiert.
Journey
Journey ist kein klassischer Blockbuster, weiß dafür aber durch außergewöhnlichen Stil und das gekonnte Hervorrufen von Emotionen zu überzeugen. Wir spielen eine Figur, die lediglich in einer Robe gekleidet ist und reisen zu einem Berg, der schemenhaft in der Ferne zu sehen ist. Auf unserer Reise treffen wir andere Spielern, mit denen wir aber lediglich durch Rufen kommunizieren können. So entsteht eine einzigartige Atmosphäre, die Journey zu einem seltenen Erlebnis macht.
Folklore
Folklore ist ein japanisches Action-Rollenspiel, das im Irland der heutigen Zeit spielt. Allerdings wird die Spielwelt durch die Einbindung einiger keltischer Sagen ergänzt, deren Kreaturen wunderschön in Szene gesetzt sind. Die Story ist mitreißend und jeder Fan dieses Genres sollte einen genaueren Blick auf diese Perle werfen.
Heavenly Sword
In Heavenly Sword schlüpfen wir in die Rolle von Nariko, einer Kriegerin mit markant roten Haaren, die das namensgebende Gottesschwert aus König Bohans Besitz zurück erobern will. Neben einer interessanten Story bietet der Titel ein solides Gameplay, das an Hack-and-Slay-Kollegen wie God of War oder Devil May Cry erinnert und mit den kleinen Rätseleinlagen für einige Stunden Spaß gut ist.
Ni No Kuni
Mit Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin veröffentlichten Level-5, das Studio von welchem beispielsweise die beliebte Professor Layton-Reihe stammt, ein bezauberndes Rollenspiel, das an vielen Ecken an die Pokémon-Serie erinnert. Wir verkörpern Oliver, einen kleinen Jungen, der zwischen der realen und einer magischen Parallel-Welt wechseln kann, die zu retten er als einziger in der Lage ist. Zu erwähnen ist, dass die Grafik und Animationen aus der Feder von Studio Ghibli stammen, die so berühmte Anime wie Mein Nachbar Totoro oder Das wandelnde Schloss schufen.