Unravel – Wie schön es ist, umgarnt zu werden
Yarny bricht auf in ein unvorhersehbares Abenteuer! In Unravel vom schwedischen Entwicklerstudio Coldwood Interactive und Electronic Arts springt, klettert und fädelt sich die kleine Garn-Figur durch eine atemberaubende Landschaft.Dabei erzählt uns Unravel eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft und Familie, ohne dabei auch nur ein einziges Wort zu sprechen – was bei dem erfrischenden Soundtrack vermutlich auch eh nur stören würde. Die kniffligen Rätselpassagen und das innovative Gameplay ziehen sich als der buchstäbliche rote Faden durch das gesamte Spiel und geben dem Puzzler ein bisher nicht da gewesenes Spielgefühl.
Auf der gamescom 2015 hatte ich erstmalig die Chance mir EAs Wunderkind Unravel aus der Nähe anzusehen und war begeistert. Einen so schönen Platformer hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen und Yarny, die kleine Spielfigur aus rotem Garn bekam postwendend ein gemütliches Zimmer in der schwedischen Blockhütte meines Herzens eingerichtet. Die positiv-gestimmte PR der letzten Monate unterstützte diese Zuneigung. Eventuell ist es meine, schon immer sehr stark ausgeprägte Sehnsucht nach Skandinavien und der dort auffindbaren Natur, eventuell ist Unravel aber auch einfach super. Ich glaube die Mischung macht's.
Wir starten in einem gemütlich ausgeleuchteten Haus. Eine alte, freundlich aussehende Frau hat ihr rotes Wollknäuel fallen lassen, aus dem kurze Zeit später Yarny entspringt. Als dieses kleine Garn-Wesen erleben wir nun also ab sofort alle unsere Abenteuer. Vor uns liegt ein Bilderbuch. Wir schlagen es auf und die Stimmung kippt. Wir bekommen noch keinen Einblick in das Wesen und Leben der alten, freundlichen Frau. Alles was wir vorfinden sind verblasste Erinnerungen in Form der ebenso verblassten Fotos. Ein flaues Gefühl verbreitet sich in der Magengegend. Ist die arme Omi nicht mehr in der Lage sich zu erinnern?
Wir klettern weiter. Herunter vom Esstisch und rauf auf den Sekretär auf dem wir Landschaftsbilder finden. Diese sind nicht verblasst – und per Knopfdruck schaffen wir den Sprung in diese Memoria. Was uns nun erwartet ist der Kern des Spiels – Yarny erlebt zahlreiche Abenteuer in den jeweiligen Erinnerungen der alten Frau.
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Das Gameplay von Unravel besteht aus bekannten Platformer-Mechaniken. Wir laufen von links nach rechts und müssen mit unserer Umwelt interagieren um Hürden zu überwinden. Der Clou dieses Aufbaus entsteht durch die Stofflichkeit unseres Protagonisten. Yarny besteht aus Garn und löst sich mit jedem Schritt den er macht weiter auf. Je tiefer wir also in den Erinnerungen kramen wollen, desto mehr Garn brauchen wir um dies zu erreichen. Glücklicherweise finden wir in der Spielwelt an verschiedenen Stellen Garn-Stücke, die uns verlängern. Doch dort heranzukommen ist nicht immer leicht. In der Vertikalen bewegen wir uns per Garn-Lasso das wir werfen können, und an dem wir hochklettern.
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Die Waagerechte ist gespickt mit Hindernissen die sich teilweise nur mit etwas Geschick oder der richtigen Idee überwinden lassen. Zwei Knoten an verschiedenen Stellen mit genug Spannung in der Mitte kann so schnell einmal zum Trampolin werden und den Eimer, der wie ein unüberwindbarer Berg vor uns liegt, in den Hintergrund verfrachten. Befinden wir uns in großer Höhe geht es per Schwungkraft von Knotenpunkt zu Knotenpunkt. Wenn die mal nicht ausreicht, muss in einer Erinnerung beispielsweise ein Flugdrachen her, an den wir uns hängen.
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An diesen Stellen schafft Unravel auch genau das, was es so besonders gut kann: Ein Gefühl von (fehlender) Größe zu vermitteln. Yarny ist nicht entscheidend größer als eine Getränkedose und somit können der besagte Eimer, eine Holzbank oder auch ein Flusskrebs zu Hindernissen und Gegnern werden, die in ihrer Gestalt einfach unüberwindbar scheinen. Durch die starke Tiefenunschärfe wird dieser Effekt verstärkt. Wir sind anscheinend sehr sehr nah an unserem Objekt.
Der Soundtrack lässt leider etwas zu Wünschen übrig. Eintöniges Gedudel wird der atemberaubenden Landschaft von Nordschweden und der herzerwärmenden Suche nach Erinnerungen leider nicht gerecht. Doch davon einmal abgesehen ist Unravel mein großer Favorit um das Spiel des Monats im Februar 2016.
Unravel ist seit dem 09. Februar 2016 für die Playstation 4, die Xbox One und den PC erhältlich.
Unravel ist einer von drei Kontrahenten um den Titel "Spiel des Monats" im Februar 2016 – Stimm jetzt ab!
https://www.youtube.com/watch?v=vrjGGGcwZ0g
Street Fighter V – Vermöbelte Gefühlswelt
Als ich Street Fighter 2 Turbo damals erstmalig auf dem Super Nintendo Entertainment System meines besten Freundes spielte begann eine Hassliebe zu einem ganzen Genre mit dem ich heute noch nicht ganz warm bin – das mich aber auch nie kalt lässt. Beat-Em-Ups und ganz besonders die, für mich, ewigen Kontrahenten Tekken und Street Fighter. Während Tekken noch meine frühen Playstationjahre dominierte, gibt es seit der letzten Konsolengeneration nur noch Street Fighter in meiner Konsole. Nun in Form von Teil 5. Und dieser lässt mich, wie das Genre an sich, mit gemischten Gefühlen zurück.
Ich war (und bin vermutlich noch immer) der Meinung dass die Fähigkeit Beat-Em-Ups zu "beherrschen" die Kernkompetenz eines jeden ist, der sich auch nur semi-beruflich mit Videospielen beschäftigt. Irgendwie muss man das können, wenn man dazu gehören will. So wie Skateboard fahren, oder Schach oder so.
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Ich gehöre nicht dazu. Also nicht zu den Skatern und den Schachspielern sondern vor allem nicht zu den Beat-Em-Up-Meistern. Ich kann mir keine Kombos merken und mein motorisches Gedächtnis funtktioniert auch nicht so gut. Button-Masher will man ja aber auch nicht, somit bleibt mir nichts anderes übrig, als zu den ewigen Einsteigern zu gehören, die aber dennoch Spaß an Spielen wie Street Fighter V haben.
Sieben Jahre nach dem Release des vierten Teils steht Episode 5 nun auf der Matte. Und wirft einiges an Gegnern auf eben diese. Nachdem ich auf dem Launch Event in Hamburg die Möglichkeit hatte ein paar echten Profis bei der Arbeit am Arcade-Stick zuzusehen, packte mich der Ehrgeiz. So schwer kann das doch nicht sein. Man darf halt nur nicht hüpfen. Die echten Profis hüpfen nie!
Mein Training beginnt mit dem Einlegen der Disk. Das hat schon einmal geklappt und fühlt sich gut an. Das Spiel startet und ich muss schon das erste Mal in die Ecke zu meinem Trainer um etwas zu trinken. Street Fighter 5 sieht gut aus – und angsteinflößend. Als erstes soll ich meine Fighter-ID festlegen. Das ist ab sofort mein Street-Fighter-Account, der unabhängig von meiner PSN-ID, der Online-Funktion zu Grunde liegt. Denn Street Fighter V besitzt einen Cross-Plattform-Multiplayer zwischen der PS4 und dem PC, der entgegen meiner persönlichen Erwartungen verdammt gut funktioniert. Ich wähle also meinen Kämpfernamen aus und starte ins Gefecht.
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Als ewiger Einsteiger sucht man bei Street Fighter V vergeblich nach dem Arcade-Modus. Dieser ist in der neuen Version nicht enthalten. Stattdessen wird ein Story-Modus serviert, der für jeden Kämpfer lediglich magere und halbherzige Geschichten auf Lager hat. Schade.
Von eben jenen Kämpfern gibt es in Street Fighter V ebenfalls nicht so wirklich viele. 16 Prügelknaben- und -mädel stehen zum Release zur Verfügung. Zwar sollen mit der Zeit noch neue und andere Charaktere nachgeliefert werden, jedoch werden diese nur gegen Echtgeld oder ausreichend Ingame-Währung mit dem Namen Fight Money verfügbar sein. Addiert man hierzu noch die maue Anzahl an Stages (11), die zusätzlich auch noch relativ lieblos gestaltet sind, kommt man zum zweiten Schade.
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Rechnet man die Stages einmal raus, ist das Grafik-Update im fünften Teil sehr gelungen! Die, schon immer sehr comic-nahen, Charaktermodelle sehen aus wie echte Actionfiguren ihrer Bildvorlage, nur eben mit super-dynamischer Bewegung. Die Animationen und Effekte sehen großartig aus, die Framerate läuft butterweich und das Lighting stimmt an jeder Ecke und sorgt für ein beeindruckendes Äußeres.
Im spielerischen Bereich zeigt Capcom auch wieder einmal, warum sie seit Jahrzehnten aus dem Genre nicht wegzudenken sind. Street Fighter V spielt sich fantastisch und ist einfach on-point. Eine Neuerung kommt in Form der V-Leiste daher. Diese lädt sich während des Kampfes immer weiter auf und erlaubt taktische Veränderungen am Spielverlauf, wie beispielsweise die Erhöhung der kritischen Trefferchance oder der Block-Intensität. Das bringt neue Intensität ins Spiel! Critical Arts ersetzen die Ultras des Vorgängers, sind im Grunde aber das Gleiche.
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Am Ende sitze ich verschwitzt und blauäugig auf meinem Sofa. Ich habe ein paar nette Stunden mit Street Fighter V verbracht und bin mir sicher dass ich ein paar mal wieder vorbeischauen werde. Das Veilchen am linken Auge kommt vom fehlenden Arcade-Modus und dem grundsätzlich sehr mauen Umfang, der mir echt eine verpasst hat. Das blaue rechte Auge kommt von den Serverproblemen zum Release, die – wie so viel – vermutlich mit einer etwas verfrühten Veröffentlichung des Spiels zu tun gehabt haben. Das breite Lächeln dagegen kommt vom Spielspaß und der Action. Denn das kann Street Fighter V dann doch verdammt gut. Spaß machen. Und ich bin froh dass es wieder einen Prügler auf meiner Konsole gibt, der hier bestimmt noch das ein oder andere Mal die Abende mit Freunden dominieren wird.
Hier unser Ref-Link für Street Fighter 5. Ihr bezahlt das Gleiche und wir bekommen etwas ab!
Pixelburg Podcast #156 – Ohne Blanka
Es ist Donnerstag und das heißt es ist Zeit für Pixelburg! Nachdem sich ein ungeduldiger Tim in der Vorstellung vorgedrängelt hat, sprechen er, René und Kon über Zahnärzte und verrückte Behandlungen. René spricht über Gravity Rush, das ursprünglich auf der Playstation Vita und nun auf der Playstation 4 erschienen ist. Neben Firewatch (und der Kunst von Olly Moss) geht es in dieser Woche um The Witness und Street Fighter V. Tim verrät, was der lange erwartete Prügler kann, und ob er ihn überzeugen konnte.
In den News sprechen die drei über Kanye West, Titanfall und Destiny 2 und Assassin’s Creed.
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Gewinnt Hitman: Agent 47 auf DVD & BluRay!
Normalerweise besprechen wir hier ja keine Filme. Wenn sie allerdings mit Videospielen zu tun haben, machen wir auch gern mal eine Ausnahme.
Zum DVD-Release von Hitman: Agent 47 verlosen wir jeweils eine DVD und eine Blu-Ray des Actionsfilms rund um die ikonischen Glatzkopf.
Vielen Dank für eure Teilnahme! Wir losen nun aus allen Einsendungen die Gewinner aus und benachrichtigen sie per Mail!
Viel Glück!
Bitte beachtet unsere Teilnahmebedingungen.
Pixelburg Podcast #155 – 12 Parsec
Folge 155 des Pixelburg Podcasts steht im Zeichen des Karnevals. René hat sich in den Wald geschlichen und in Firewatch Feuer beobachtet. Tim erzählt von seiner Erfahrung mit The Witness, handgeschriebenen Notizen und Kreisverkehr in Cities: Skylines. Neben Bloodborne geht es um Street Fighter V, Godus, Bully und Red Dead Redemption!
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Das Gameplay von Far Cry Primal im Erklärvideo!
https://www.youtube.com/watch?v=lVjumHDcxhI&feature=youtu.be
In der Steinzeit-Auskopplung von Ubisofts erfolgreicher FPS-Serie spielt ihr Takkar, einen großen Stammeskrieger der Wenja, der Beast Master genannt wird. Neben wilden Tieren wie Säbelzahntigern und Wölfen lauern auch Gefahren in Form eurer Feinde – den Stämmen der Udam und Izila auf euch. Wie ihr es schafft weder gefressen noch umgelegt zu werden, zeigt euch Ubisoft in diesem Trailer!
Far Cry Primal erscheint am 23. Februar für die PS4 und die Xbox One und am 1. März für den PC.
The Division: Open Beta startet am 19. Februar!
Wie Ubisoft heute verkündete, startet die Open Beta zu Tom Clancy’s The Division zuerst auf der Xbox One am 18. Februar und ist vom 19. bis 21. Februar auch für Nutzer auf der Playstation 4 und dem PC erhältlich. Der Pre-Load soll ab dem 16. Februar möglich sein.
Auch für alle User die bereits in den Genuss der Closed Beta kamen dürfte diese neue Runde interessant werden, denn die Offene Testphase beinhaltet eine neue Story-Mission.
Zum Thema Closed Beta hat Ubisoft auch eine kleine Infografik erstellt, die wir euch nicht vorenthalten wollen:
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Punch Club
Ich weiß nicht einmal mehr genau wie ich erstmalig auf Informationen über das Spiel Namens VHS Story stieß. Es ist gefühlt aber eine Ewigkeit her, holte mich damals aber schon mit einem Screenshot ab auf dem im Hintergrund eines spärlich eingerichteten Trainingsraumes ein Poster mit ikonischem Bildinhalt und der Überschrift "STONEY" zu sehen war. Ein Spiel über einen Boxer voll mit Querverweisen auf Action-Filme und Dramen der 80er Jahre? Her damit. Doch es sollte bis zum Januar 2016 dauern, bis ich die Gelegenheit haben sollte meine Hände in die virtuellen Boxhandschuhe gleiten zu lassen.
Seit dem 08. Januar 2016 ist das Spiel, das nun den Namen Punch Club trägt nun bei Steam erhältlich und musste vor Release eine Hürde nehmen, die andere Spiele wohl eher nicht zur Voraussetzung für ein verfrühtes Release gewählt hätten.
Die Regelung die sich das russische Entwickler-Duo, das unter dem Namen Lazy Bear Games unterwegs ist, überlegt hat ist folgende: Punch Club erscheint erst dann, wenn es Twitch gelungen ist, es durchzuspielen. Ja, genau – das was mit Pokémon, Dark Souls und etlichen anderen Spielen eher holprig funktioniert hat war für Publisher tinyBuild ein geeigneter Marketing-Schachzug. Die Sicherheitsklausel, dass egal ob Twitch es schaffe oder nicht, man das Spiel spätestens am 25. Januar veröffentlichen würde formulierte man vergebens – denn nur 36 Stunden nach Start der Aktion war es geschehen – insgesamt über 70.000 User hatten Punch Club durchgespielt und so den Release veranlasst!
https://www.youtube.com/watch?v=mOjLYejp09A
Story
Die Geschichte von Punch Club ist ein Mash-Up aus allem was man sich von einem 80er-Jahre-Actionfilm wünschen könnte. Man spielt (in meinem Falle) Randolph, der als kleiner Junge in einer regnerischen Nacht Zeuge eines abscheulichen Überfalls wird. Während man seinen sterbenden Vater in den Armen hält schwört man Rache! Jahre später ist Randolph in der Blüte seines Lebens. Heruntergekommene Junggesellenbude, Job auf dem Bau und keine Freunde! Als er Mickey kennenlernt ändert sich sein Leben drastisch. Und plötzlich ist eine Karriere als Profiboxer der Mittelpunkt seines Lebens! Auf seinem Weg an die Spitze der Weltrangliste lernt er allerlei Freunde und Weggefährten kennen. Von Marktbesitzer Apu, über Bar-Bekanntschaft Tyler, Din Kong und Bob bis hin zu einem russischen Braunbären schlägt sich Punch Club quer durch popkulturelle Querverweise und stereotype Themenwelten.
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Randolphs Karriere nimmt eher schleppend Fahrt auf. Der ständige Wechsel zwischen Fitness-Studio, Baustelle und Couch ist nichts für einen schwachen Geist. Die Tage an denen das Training mehr Energie verbraucht muss auch die Maloche dran glauben. Ein Glück gibts Mickey. Der Coach, der eher eine mentale Stütze als ein Trainingspartner ist, versorgt ihn regelmäßig mit Weisheiten – und ab und an auch mal mit einer warmen Mahlzeit, wenn die Kohle nicht für den Supermarkt reicht. Der Weg durch die Rookie-League ist hart. Das Dreischicht-System aus Couch, Muckibude und Baustelle macht auf lange Sicht nicht glücklich. So ist es nur eine Frage der Zeit bis Randolph bei einem Barbesuch mit Kumpel Roy auf Tyler stößt, der ihn zur illegalen Untergrund-Liga einlädt. Es winken satte Preisgelder, aber auch härtere Bandagen.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf und führt unseren jungen, hungrigen Boxer nach Little Italy, Chinatown und schließlich sogar nach Russland, bevor er die Chance bekommt bei Din Kong unter Vertrag genommen und Schwergewichts-Weltmeister zu werden. Gemeinsam mit Freundin Adrian zieht Randolph bei seinem Manager ein um künftig jeden Tag entweder zu trainieren, zu feiern oder Werbespots zu drehen.
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Wie die Geschichte nach Erhalt des Gürtels weiter verläuft möchte ich hier offen lassen. Aber natürlich geht es auch noch um die Rache-Geschichte mit Randolphs Vater. Und um das Amulett. Welches Amulett? SPIEL DAS SPIEL, VERDAMMT!
Gameplay
Punch Club ist ein Mash-Up aus Tycoon-, Strategie- und Rollenspiel. Das trifft es wohl am besten. Du kämpfst nicht selbst, sondern legst zwischen den Runden lediglich die Taktik fest. Dafür stehen dir verschiedene Fähigkeiten zur Verfügung die du über einen mehrgliedrigen Skill-Baum freischalten kannst.
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Deine drei Kernattribute Stärke, Beweglichkeit und Ausdauer erhöhst du durch verschiedene Trainingseinheiten und unterschiedliche Geräte. Grundsätzlich ist es sinnvoll sich auf ein Kernattribut zu konzentrieren. Diese Vertiefung kannst du auch später im Talentsystem festigen. Way Of The Tiger und so.
Der Alltag in Punch Club besteht aus Trainieren, Arbeiten, Essen und Schlafen. So wie das echte Leben, nur halt mit Sport. Deine grundlegenden Eigenschaften sind Gesundheit, Spaß, Energie und Hunger. Trainieren macht müde und hungrig. Arbeit mach müde, hungrig und keinen Spaß. Rumhängen macht müde, hungrig, dafür aber ne Menge Spaß und Kämpfen macht zwar Spaß – dafür belastet es aber auch die Gesundheit und macht müde und hungrig.
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Du verstehst worauf ich hinaus will – dein Job in Punch Club ist es zu jeder Zeit das beste Management all deiner Ressourcen abzuliefern. Und das kann streckenweise ziemlich auf deine eigene Energie und deinen eigenen Spaß schlagen. Meist ist aber nur ein Paradigmenwechsel nötig um das nächste Ziel zu erreichen. Man rostet eben etwas ein, wenn man die ganze Zeit die gleiche Rotation fährt.
Look & Feel
Punch Club ist wunderschön. Zwar hatten sich bei mir zwischenzeitlich durchaus Ermüdungserscheinungen im Bezug auf Pixel-Art eingeschlichen, jedoch ist Punch Club SO dermaßen on point und jedes einzelne Setpiece ein wundervolles Wimmelbild, als dass ich gar nicht umhinkomme diese Grafik als eines meiner starken Highlights zu feiern. Abgerundet werden die liebevoll gestaltenen Kulissen von einem netten Sounddesign, das jedoch mit der Zeit etwas an Originalität verliert.
Fazit
Alles in allem – Punch Club ist ein gutes Spiel. Und ich hatte eine verdammt gute Zeit damit. Wie ich jetzt erfahren habe soll es sich für die Mobilgeräte (mittlerweile ist es für iOS & Android) viel besser eignen als für den PC, worauf ich es gespielt habe – aber dennoch war es ein großer Spaß. Nicht verteufelt, aber immerhin angemerkt sei das Pacing. Eintönige "Arbeitsphasen" verlieren sich in scheinbarer Endlosigkeit, während die storygetriebenen Sequenzen viel zu wenig Zeit haben um richtig zu wirken. Aber egal – denn ich hatte einen riesigen Spaß mit diesem interaktiven Suchbild, das mir so oft ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat.
Punch Club von Lazy Bear Games und tinyBuild ist seit dem 08. Januar 2016 für PC, OSX, Linux und iOS und seit Kurzem auf für Android-Geräte erhältlich.
Pixelburg war hier #3 - Street Fighter V Launch Event
Ich war am vergangenen Freitag zu Gast bei Capcom, denn die hatten zum Street Fighter V Launch Event in die Affenfaust Galerie auf St. Pauli geladen. Neben viel Meet & Greet gab es natürlich auch die Möglichkeit an den zahlreichen Anspielstationen selbst ein paar Hadoukens zu verschießen – und ohne dem Ganzen zu viel vorweg nehmen zu wollen – Street Fighter V ist auf jeden Fall mal wieder einen näheren Blick wert.
Beim hauseigenen Turnier traten 32 Spieler aus ganz Deutschland gegeneinander an. Moderiert wurde das Ganze von Fabian Siegismund und David Hain, doch der wahre Star des Abends war gleichzeitig Juror des Wettstreits – Yoshinori Ono, seines Zeichens Executive Producer des gesamten Street Fighter Franchises stand für Autogramme und gemeinsame Fotos zur Verfügung und hatte die Ehre, nach einem atemberaubend spannenden Final-Kampf gegen MDZ|Ricky dem Turniersieger Jockyo den Gürtel umzuschnallen! Den Final-Kampf der mir jetzt noch die Schweißperlen auf die Stirn treibt, könnt ihr hier in der Twitch-Mediathek abrufen!
Für den musikalischen Ausklang sorgten DJ PLAZEBO und SAINT ONE an den Plattentellern und das Duo CHEFBOSS auf der Bühne! Bilder des Abends findet ihr auf der Facebook-Seite von Capcom Germany:
Heute Abend steigt die Party. Wir updaten regelmäßig dieses Album.Folgt uns bei Twitter für ständige Info-Updates:...
Posted by Street Fighter on Freitag, 5. Februar 2016
Wir freuen uns über Euer Feedback, direkt an bote@pixelburg.tv.
Amazon veröffentlicht kostenlose Game-Engine Lumberyard
https://www.youtube.com/watch?v=EdU1s1FGTDY
Nach der Übernahme von Double Helix und dem Kauf von Twitch war es klar, dass Amazon mit dem Thema Gaming erst noch richtig loslegen will – nun veröffentlicht der E-Commerce-Gigant eine eigene Spiel-Engine, die in einer Beta-Version ab sofort kostenlos für Entwickler verfügbar ist. Auf Basis der Cry-Engine und technologischen Fortschritten von Twitch und Double-Helix entstand ein Framework für Videospielentwicklung das laut David Adams, dem Chef von Darksiders-Entwickler Gunfire Games ein verdammt guter Werkzeugkasten zu sein scheint.
Im oben stehenden Video werden euch werbewirksam die Innovationen gezeigt. Wer tiefergehendes Interesse hat, kann sich auf der offiziellen Seite schlau machen und die Engine herunterladen. Für alle anderen gibt es noch ein paar schöne Bilder, die unter Verwendung von Lumberyard erstellt wurden.
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Quelle: AWS
Blizzard feiert 25-Jähriges Jubiläum und dankt euch!
Im Zuge des 25-Jährigen Firmenjubiläums veröffentlichte Blizzard nun ein Video in dem sich Mike Morhaime und Frank Pearce, ihres Zeichens Gründer des Videospielimperiums für die tolle Community und den vielen Zuspruch in den vergangenen 25 Jahren bedanken.
https://www.youtube.com/watch?v=yeA6rT5LaEQ
Besonders hervorgehoben wird das Mitternachts-Event zum damaligen Start von World Of Warcraft. Es sind ähnliche Bilder und Töne wie in ihrer bekannten Dokumentation World Of Warcraft: Looking For Group die sie im Zuge des 10 Jährigen Jubiläums des MMORPGs veröffentlichten. Ob es von dieser Art der Videotagebücher noch mehr geben wird, bleibt abzuwarten! Solltet ihr im vergangenen Vierteljahrhundert ein Blizzard-Spiel gespielt und gemocht haben, könnt ihr euch jetzt auf jeden Fall selbst auf die Schulter klopfen – denn euch gebührt der Dank der Firma!
Quelle: Blizzard YouTube